Emsiana

10 Jahre Emsiana: zurück zum Ursprung

Hohen­emser Kul­tur­fest setzt sich von 17. bis 20. Mai mit Fülle und Leere aus­ein­ander

Hohenems, 12. März 2018 – „Fülle und Leere“ lautet das Thema der zehnten Emsiana. Damit ver­weist die Jubiläums-Emsiana auf ihre Anfänge, als das Kul­tur­fest unsa­nierte Häuser und öffent­liche Plätze in Hohenems bespielte. Seit 2009 öffnet das Fes­tival zuneh­mend städ­ti­sche Frei­räume und ver­wan­delt sie in Orte des Gesche­hens. Auch dieses Jahr lassen sich Stadt­ge­schichte und Gegen­wart von 17. bis 20. Mai neu ent­de­cken. Pro­gramm­glanz­lichter sind ein Auf­tritt des Fatima Spar Quin­tetts und die Öff­nung der Villa Rosen­thal wäh­rend des Fes­ti­vals. Die Eröff­nungs­rede hält die aus Vor­arl­berg stam­mende Ange­lika Fitz, Direk­torin des Archi­tek­tur­zen­trums Wien.

Mit einem Blick zurück auf ihre Ursprünge feiert die Emsiana ihr zehn­jäh­riges Jubi­läum. Das Kul­tur­fes­tival wurde 2009 von Markus Schadenbauer-Lacha gemeinsam mit dem Kul­tur­kreis, dem jüdi­schen Museum sowie wei­teren Hohen­emser Kul­tur­in­sti­tu­tionen initi­iert, um der Stadt neues Leben ein­zu­hau­chen. Thema der Jubiläums-Emsiana von 17. bis 20. Mai ist die Impro­vi­sa­tion zwi­schen „Fülle und Leere“.

Die Emsiana hat in den ver­gan­genen Jahren maß­geb­lich zum kul­tu­rellen Stadt­ent­wick­lungs­pro­zess bei­ge­tragen. Neben der Pla­nung sind es die Orte der Impro­vi­sa­tion, die den Wert einer Stadt aus­ma­chen“, ist Schadenbauer-Lacha über­zeugt. Mit Freude stellt der Initiator und Orga­ni­sator der Emsiana die Rück­kehr des städ­ti­schen Lebens, mit allen Wider­sprü­chen, in die eins­tige Welt­stadt im Minia­tur­format und kleinste euro­päi­sche Metro­pole am Ems­bach fest.

Thema Stadt
Der Topos Stadt begleitet die Kul­tur­wis­sen­schaft­lerin Ange­lika Fitz seit Ende der 1990er-Jahre, als sie in Indien zum Thema Mega­stadt forschte. Die gebür­tige Vor­arl­ber­gerin ist seit 2017 Lei­terin des Archi­tek­tur­zen­trums Wien. Sie eröffnet die Emsiana am 17. Mai mit der Fest­rede „Poten­tiale des Städ­ti­schen“.

Musi­ka­lisch umrahmt das Kam­mer­or­chester tonart sin­fo­ni­etta bereits tra­di­tio­nell die Eröff­nung. Ver­stärkt wird das Ensemble durch den aus Bre­genz stam­menden, inter­na­tional gefragten Gitar­risten Alex­ander Swete. Auf­ge­führt wird das Con­certo op. 99 für Gitarre und Orchester von Mario Castelnuovo-Tedesco. Der jüdi­sche Kom­po­nist emi­grierte 1939 in die USA, wo er die Musik für 200 Filme schrieb.

Turm­bläser geleiten die Gäste im Anschluss an den Festakt zu den Aus­stel­lungen und Museen, die am Eröff­nungs­abend bis Mit­ter­nacht geöffnet sind. „Ver­binden“, „Feder­leicht“, „Bezie­hungs­por­träts“, „Acht­sam­keit“, „Rosen­tage“ und „Papier­ge­wächse“ heißt es in den Aus­stel­lungen von Walter Spiegel, Maria Baumschlager-Dünser, Lorenz Helfer, Michael Gunz, Jean­nette Frei und Doro­thea Rosen­stock.

Die Instal­la­tion „155 Schritte ins Para­dies!?“ der Dorn­birner Objekt­künst­lerin Uta Belina Waeger führt als Sta­tio­nenweg durch die Burg­ruine Alt-Ems. Span­nende Aus­stel­lungen und Begeg­nungen erwarten die Besu­cher im Alte-Zeiten-Museum, im Museum auf Zeit, im Mühlen- und im Schuhmacher-Museum. Im Jüdi­schen Museum befasst sich die Son­der­aus­stel­lung „Sag Schib­bolet!“ mit Geschichte und Gegen­wart von sicht­baren und unsicht­baren Grenzen.

Musi­ka­li­sche High­lights aus zehn Jahren
„Bei den Kon­zerten im Salomon-Sulzer-Saal gibt es ein Wie­der­hören mit den High­lights aus den ver­gan­genen zehn Jahren“, freut sich Markus Schadenbauer-Lacha auf das viel­fäl­tige Musik­pro­gramm.

Mit der tür­kisch­stäm­migen, in Hohenems gebo­renen Fatima Spar ist am 18. Mai eine Sän­gerin mit ihrem Quin­tett zu Gast, deren Musik weder sprach­liche noch kul­tu­relle Bar­rieren kennt. Poli­ti­sche Bot­schaften und inter­kul­tu­relle Dia­loge ver­packt die Band in tem­pe­ra­ment­volle World Music zum Tanzen.

Daniel Kahn, der am 19. Mai mit seiner Klezmer-Punk-Band „The Painted Bird“ auf­tritt, wird häufig mit Bob Dylan ver­gli­chen. Er singt in Eng­lisch, Deutsch und Jid­disch, meist meh­rere Spra­chen in einem Lied. Die Texte stammen von ihm selbst oder sind Adap­tionen jüdi­scher Autoren. Kahn widmet sich in seiner Musik den großen Themen unserer Zeit und beweist, dass Punk und Brecht zusam­men­ge­hören.

Helia Samad­zadeh, Peter Madsen und Dietmar Kirchner haben sich im ver­gan­genen Jahr eigens für das Hohen­emser Kul­tur­fest for­miert und begeis­terten mit sen­sibel inter­pre­tiertem Jazz. Heuer tritt das Trio Emsiana am 20. Mai mit einer spe­ziell kon­zi­pierten Jazz­ma­tinee aus zeit­losen Songs, unter anderem von George Gershwin und Richard Rod­gers, auf.

Im Abschluss­kon­zert betreten mit dem Pia­nisten und Cem­ba­listen Paul Gulda und dem Oud-Spieler Marwan Abado am 20. Mai zwei Meister der Grenz­über­schrei­tungen die Bühne. Im Dialog der beiden treffen Bachs euro­päi­scher Barock und die ara­bi­sche Welt auf­ein­ander.

Lesungen, Vor­träge, Füh­rungen & Co.
Der Zauber der Kaf­fee­haus­kultur erwacht im Kul­tur­café Kit­zinger, im Visi­ons­café und in der mobilen Bar wieder. Der Wan­der­kiosk bespielt in diesem Jahr den Fes­ti­val­platz beim Salomon Sulzer-Saal gas­tro­no­misch. Ein neues Leit­system erleich­tert die Ori­en­tie­rung zwi­schen den Emsiana-Schauplätzen.

Bei Füh­rungen und his­to­ri­schen Spa­zier­gängen lässt sich die Stadt zwi­schen Altem Rhein und Jüdi­schem Friedhof fla­nie­rend neu erleben: Ein High­light sind die Füh­rungen in der Villa Ivan und Fran­ziska Rosen­thal. Das statt­liche Palais der jüdi­schen Fabri­kan­ten­fa­milie am Zen­trums­ein­gang erwacht aus seinem Dorn­rös­chen­schlaf und öffnet im Rahmen der Emsiana erst­mals seine Pforten.

Vor­hang auf!“ heißt es auch für die jüngsten Fes­ti­val­be­su­cher. Thea­ter­werk­statt, Kin­der­per­for­mance und das Kin­der­kon­zert mit den „Funky Cur­ry­wurst Bro­thers“ sorgen für den großen Auf­tritt der Kleinen auf der Emsiana-Bühne.

 

Info: www.emsiana.at

 

Mit der Bitte um Auf­nahme in den Ter­min­ka­lender:

 

Fact-Box:

Emsiana – Hohenemser Kulturfest „Fülle und Leere“

17. bis 20. Mai 2018

Programm: Konzerte, Museen und Ausstellungen, Kulinaria, Lesungen & Co., Führungen & Einblicke, Kinderprogramm

Kartenvorverkauf (nur für Konzerte und Theater): Filialen der Volksbank Vorarlberg, Raiffeisenbanken und Sparkassen, Tourismusbüro Hohenems, Buchhandlung Lesezeichen und online unter www.laendleticket.com

 

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