Messe Dornbirn

18. Art Bodensee als inter­na­tio­naler Kunst­markt­platz

65 Gale­rien, Son­der­schau, Instal­la­tionen und Skulp­turen beim Sommer-Kunstsalon

Dorn­birn, 11. Juli 2018 – 65 Gale­rien und Insti­tu­tionen aus sieben Län­dern und ein Publikum aus dem gesamten Vier­län­dereck: Die Art Bodensee hat sich in den ver­gan­genen Jahren zum inter­na­tio­nalen Kunst­markt­platz ent­wi­ckelt. Ent­spannter Kunst­ge­nuss auf 5.000 Qua­drat­me­tern erwartet Sammler und Käufer auch bei der 18. Auf­lage vom 13. bis 15. Juli im Dorn­birner Mes­se­quar­tier. Son­der­schauen, ein Skulp­tu­ren­schwer­punkt, Füh­rungen und ein Kin­der­pro­gramm ergänzen das viel­fäl­tige Angebot an moderner und zeit­ge­nös­si­scher Kunst.

Nam­hafte Fix­starter und span­nende New­comer bei den Aus­stel­lern machen die Art Bodensee heuer noch inter­na­tio­naler. In diesem Jahr stellen 65 Gale­rien und Insti­tu­tionen im Dorn­birner Mes­se­quar­tier aus. Neu­zu­gänge gibt es bei den Gale­rien aus Spa­nien, Ita­lien und Deutsch­land. Den Kunst­salon zeichnet eine Mischung aus hei­mi­schen und über­re­gio­nalen Aus­stel­lern und eine Viel­falt an Malerei und Zeich­nung, Foto­grafie und Skulptur aus.

Hohe Wert­schöp­fung
Im Port­folio der Messe Dorn­birn ist die Art Bodensee die inter­na­tio­nalste Messe. 40 % der ins­ge­samt 6.100 Besu­cher kamen im ver­gan­genen Jahr aus Deutsch­land, 12 % aus Liech­ten­stein und 8 % aus der Schweiz. „In den 18 Jahren ihres Bestehens hat sich die Art Bodensee einen aus­ge­zeich­neten Ruf in der ganzen Region erar­beitet“, freut sich Messe-Geschäftsführerin Sabine Tichy-Treimel. „Als ein­zige Kunst­messe im Boden­see­raum ist sie für uns ein Allein­stel­lungs­merkmal und trägt wesent­lich zur Bekannt­heit des Mes­se­stand­orts Dorn­birn bei“, erklärt die Messe-Geschäftsführerin. Durch ihre Inter­na­tio­na­lität bringe die Art Bodensee auch eine hohe Wert­schöp­fung für die Region, betont Tichy-Treimel.

Die Über­sie­de­lung der Art Bodensee in die neuen Mes­se­hallen der Archi­tekten Marte.Marte hat dem Format viel posi­tives Echo beschert. Die Besu­cher­zahlen stiegen um zehn Pro­zent. Bei der Besu­cher­be­fra­gung erhielt die Messe die sehr gute Note 1,75. Besu­cher schätzen vor allem den Salon­cha­rakter und die per­sön­liche Atmo­sphäre der Ver­kaufs­messe.

Halb Busi­ness, halb Urlaub
Das beson­dere Flair der Art Bodensee und die Lage im Vier­län­dereck schätzen auch die Aus­steller. Seine Kund­schaft sei inter­na­tional und kaufe auch gern inter­na­tional, sagt Victor Lope. Der Gale­rist aus Bar­ce­lona stellt jedes Jahr auf zehn Messen in acht Län­dern aus und ist heuer bereits zum zehnten Mal in Dorn­birn dabei. „Halb Busi­ness und halb Urlaub“ – das sei für ihn die Art Bodensee, bringt es Victor Lope auf den Punkt.

Für den Stutt­garter Gale­risten Michael Sturm, lange Zeit im Fach­beirat der Messe, ist die Art Bodensee „kurz vor der Som­mer­pause, am Ende der Saison, das Tüp­fel­chen auf dem i“. „Die Art Bodensee ist ein Kleinod im Boden­see­raum“, sagt Sturm. Wichtig ist ihm, dass es sich um eine Ver­kaufs­messe handle. „Denn“, so Sturm, „jede Messe kann nur so gut bleiben, wie auch die Ver­käufe gut bleiben.“

Die Messe ist wichtig für Vor­arl­berg und ein toller Schau­platz, um auch Kunst aus anderen Regionen zu sehen“, sagt der Vor­arl­berger Gale­rist Maxi­mi­lian Hutz. Zahl­reiche Stamm­kunden nützen die Mes­se­tage für einen aus­gie­bigen Besuch. Aber auch Ver­net­zung und der Aufbau von neuen Kun­den­kon­takten sind wich­tige Fak­toren für den Gale­risten aus Lus­tenau.

Hells­bells
Inmitten der Prä­sen­ta­tionen der Gale­rien sind Son­der­schau und Instal­la­tionen Attrak­tionen der Kunst­messe. Für die Art Bodensee rea­li­siert das Künst­le­rin­nenduo Gabriele Ful­terer und Chris­tine Scherrer die Instal­la­tion „hells­bells. vanité. nei­jia­quan“. Der Titel spielt auf einen Hardrock-Songtext, auf barocke Archi­tek­tur­ele­mente und Vani­tas­sym­bole an sowie auf eine asia­ti­sche pas­sive Kampf­technik. Auf der ellip­tisch geformten Glas­fas­sade der Halle 10 streckt sich den Besu­chern das Motiv einer geballten Faust, mit Ringen bewehrt, ent­gegen. Die aggres­sive Geste, mit roter Folie auf­ka­schiert auf dem zer­brech­li­chen Glas, ist zwei­deutig – zum Schlag geballt oder geschlossen einen inneren Kampf aus­tra­gend?

Gabriele Ful­terer (geboren 1967), stammt aus Vor­arl­berg und hat Bild­hauerei am Mozar­teum  Salz­burg und an der Aka­demie der Bil­denden Künste in Wien (Meis­ter­klasse für Bild­hauerei, Bruno Giron­coli) stu­diert.

Chris­tine Scherrer (geboren 1967) stammt aus Salz­burg. Sie hat Tex­tiles Gestalten am Mozar­teum Salz­burg und Malerei und Kon­zept an der Uni­ver­sität für ange­wandte Kunst in Wien bei Inge­borg Strobl und Erwin Wurm stu­diert.

Gabriele Ful­terer und Chris­tine Scherrer koope­rieren seit 2007. Bekannt geworden sind sie mit raum­in­stal­la­tiven und per­for­ma­tiven Arbeiten sowie groß­for­ma­tigen, figu­ra­tiven Wand­ma­le­reien im öffent­li­chen Raum.

Son­der­schau mit tex­tiler Instal­la­tion
Als nicht-kommerzielle Insti­tu­tion wurde die Galerie Hol­len­stein – Kunst­raum und Samm­lung aus Lus­tenau – ein­ge­laden, eine zen­trale Fläche in der Halle 11 zu bespielen. Die Instal­la­tion „Epoca 7“ ist die erste Koope­ra­tion der Vor­arl­berger Künst­le­rinnen Selina Rei­terer und Daniela Fetz. Die zeit­ge­mäße Aus­ein­an­der­set­zung mit tex­tilen Tech­niken ver­bindet die beiden Künst­le­rinnen.

Ihr Inter­esse an der Mate­ria­lität und Textur von Tex­ti­lien hat Reiterer/Fetz in die Stoff­ar­chive der Lus­ten­auer Sti­cke­reien geführt. Bei ihrer Recherche suchten sie nach etwas Bewegtem, Orga­ni­schem, Unge­ord­netem – als Gegen­satz zum linearen Modus der klas­si­schen Sti­cke­rei­muster. Aus­ge­hend vom dabei ent­deckten alten Stick­muster “Epoca 7”  ent­werfen Reiterer/Fetz inmitten der Mes­se­halle eine tex­tile Land­schaft als begeh­baren Bereich. Mit Formen, Farben und abge­hängten, hinter- und über­ein­ander geschich­teten Stoff­bahnen schaffen sie Räume mit unter­schied­li­chen Atmo­sphären.

Ihre Instal­la­tion „Epoca 7“ ist sowohl Kom­mentar zur Stan­dar­di­sie­rung von krea­tiven Pro­duk­ti­ons­pro­zessen, als auch Reak­tion auf die spe­zi­fi­sche, klein­tei­lige Archi­tektur einer sol­chen Messe.

Selina Rei­terer ist 1985 in Bre­genz geboren und hat in Berlin und Paris stu­diert. In ihren Arbeiten bringt sie an der Schnitt­stelle von Kunst und Design tra­di­tio­nelles Hand­werk, moderne digi­tale Tech­no­lo­gien und intel­li­gente Werk­stoffe zusammen.

Die 1981 in Au im Bre­gen­zer­wald gebo­rene Daniela Fetz hat Visu­elle Kom­mu­ni­ka­tion in Berlin stu­diert und die Fach­hoch­schule Vor­arl­berg absol­viert. Ihr künst­le­ri­sches Inter­esse gilt häufig der Neu-Ordnung und Visua­li­sie­rung von Archiven. Die Umset­zung erfolgt in einer Mischung von ana­logen und digi­talen Medien und Daten.

Zeit­ge­nös­si­sche Skulptur
Der Kunst­raum Dorn­birn ist mit Skulp­turen von zwei pro­mi­nenten Tiroler Künst­lern ver­treten. Par­allel zu seiner Aus­stel­lung „Club­can­nibal“ im Kunst­raum zeigt Thomas Feu­er­stein auf der Messe das Edelstahl-Duroplast-Objekt „Deep and Hot“. Das Werk des 1968 in Inns­bruck gebo­renen Konzept- und Medi­en­künst­lers ist an der Schnitt­stelle von Wis­sen­schaft und Phi­lo­so­phie ange­sie­delt. Der Ursprung des Lebens und Grund­pa­ra­meter der Exis­tenz sind die großen Themen von Feu­er­stein, der Bio­tech­no­logie, Öko­logie und Politik mit Lite­ratur und Kunst­ge­schichte ver­bindet.

Eine Vor­schau auf die Herbst-Ausstellung im Kunst­raum bietet der Bron­ze­guss von Elmar Trenk­walder. Der 1959 gebo­rene Künstler ist für seine monu­men­talen Kera­mik­skulp­turen bekannt. In den Objekten Trenk­wal­ders ver­schmelzen archi­tek­to­ni­sche Gebilde mit orga­ni­schen Formen aus der Natur. Die Struk­turen und über­rei­chen Details der Skulp­turen erin­nern an prunk­volle Barock­ar­chi­tek­turen, an indi­sche Tempel oder spät­go­ti­sche Orna­mente.

 

18. Art Bodensee in Dornbirn

Messe Dornbirn
Messeplatz 1
6850 Dornbirn (Vorarlberg, AT)

Termin: 13. bis 15. Juli 2018, jeweils 11 bis 19 Uhr

Eintritt:
Erwachsene: 16 Euro
Jugendliche von 15 - 18 Jahren: 14 Euro

Vorverkauf Online: 14 Euro

Kostenlose Führungen täglich um 12, 14, 16 und 18 Uhr

Kunst.kids Kinderführungen und Mal- und Modellierworkshops für Kinder von 6 bis 12 Jahren täglich von 12 bis 18 Uhr

Mehr Informationen unter: www.artbodensee.info oder www.facebook.com/artbodensee

 

Pres­se­kon­takt:
Messe Dorn­birn, Helga Boss, Telefon +43 5572 305 421, Mail helga.boss@messedornbirn.at
Pzwei. Pres­se­ar­beit, Ariane Grabher, Telefon +43 699 10604501, Mail ariane.grabher@pzwei.at