1zu1

1zu1 schafft 3D-Druck von kleinen Bau­teilen in bisher uner­reichter Präzision

Welt­neu­heit Fine Detail Reso­lu­tion (FDR) ermög­licht SLS-Bauteile in Serienqualität

Dorn­birn, 12. August 2021 – 3D-Druck in bisher uner­reichter Prä­zi­sion: Mit Fine Detail Reso­lu­tion (FDR) sind erst­mals Bau­teile mit einer Detail­auf­lö­sung von 0,05 Mil­li­me­tern und mini­malen Wand­stärken von 0,22 Mil­li­me­tern mög­lich. Das Vor­arl­berger High-Tech-Unternehmen 1zu1 bringt die neue Selektive-Lasersinter-Technologie als exklu­siver Ent­wick­lungs­partner von EOS nun ein Jahr vor der breiten Ein­füh­rung auf den Markt. Mit FDR sind fili­grane Bau­teile in einer Größe von bei­spiels­weise 5 bis 40 Mil­li­me­tern mög­lich. Wirt­schaft­lich sinn­voll ist der Ein­satz für Pro­to­typen und Serien bis zu 1000 Stück – bei spe­ziell für diese 3D-Drucktechnik designten Bau­teilen ren­tieren sich auch grö­ßere Stückzahlen.

Erneut ist 1zu1 in Dorn­birn Ent­wick­lungs­partner von EOS, Welt­markt­führer für indus­tri­elle 3D-Druck-Anlagen, für eine Welt­neu­heit. Nur wenige Wochen nachdem die Unter­nehmen die welt­weit schnellste Anlage für Selek­tives Laser­sin­tern (SLS) prä­sen­tierten, gelingt nun ein Schritt zu bisher uner­reichter Prä­zi­sion: die SLS-Technologie Fine Detail Resolution.

Ein sehr feiner Laser­strahl schafft in Kom­bi­na­tion mit dem beson­ders zähen und zugleich fle­xi­blen Werk­stoff Poly­amid 11 (PA1101) eine Genau­ig­keit von 0,05 Mil­li­me­tern. Damit kann 1zu1 nun im 3D-Druck erst­mals fili­grane Klein­teile mit Wand­stärken von gerade einmal 0,22 Mil­li­me­tern und kom­plexen Geo­me­trien in kleinen Serien her­stellen. FDR ist für fili­grane Bau­teile verfügbar.

FDR eröffnet neue Anwen­dungs­felder für die addi­tive Fer­ti­gung. Für uns ist das ein Mei­len­stein“, freut sich 1zu1-Technik-Geschäftsführer Wolf­gang Humml: „Diese Detail­ge­nau­ig­keit, hoch­feine Ober­flä­chen und scharfe Kanten in Ver­bin­dung mit sta­bilen mecha­ni­schen Eigen­schaften waren im 3D-Druck bisher undenkbar.“ Als Ent­wick­lungs­partner von EOS bietet 1zu1 die Tech­no­logie rund ein Jahr vor der breiten Ver­füg­bar­keit am Markt an.

Hoch­feiner Laser und ideales Material
Ein halbes Jahr lang hat 1zu1 die Pro­duk­tion in Fine Detail Reso­lu­tion bereits getestet und deren Poten­ziale und Grenzen aus­ge­lotet. Markus Schritt­wieser, Leiter des Rapid-Prototyping-Centers und ver­ant­wort­lich für Ent­wick­lung und Inno­va­tion bei 1zu1, sieht bei der neuen Tech­no­logie „per­fekte Vor­aus­set­zungen für kleine bis mitt­lere Serien von 500 bis 1000 Stück, ohne Werk­zeug­kosten und binnen weniger Tage gelie­fert“. Natür­lich können auch voll funk­ti­ons­taug­liche, hoch­prä­zise Pro­to­typen in FDR gefer­tigt werden. „Wenn Kunden die freien Design­mög­lich­keiten des 3D-Drucks ent­de­cken und die neue Tech­no­logie für minia­tu­ri­sierte Bau­teile anwenden, ist es beson­ders interessant.“

Dank des Mate­rials sind die Klein­teile tem­pe­ra­tur­be­ständig und somit voll ein­satz­fähig. Sie lassen sich ohne Maß­hal­tig­keits­ver­lust che­misch glätten und ein­färben. „Solche fili­granen Struk­turen sind sonst nur mit­tels Ste­reo­li­tho­grafie (SLA) rea­li­sierbar. Da SLA-Teile tem­pe­ra­tur­an­fällig und mecha­nisch kaum belastbar sind, eignen sie sich vor allem als Foto­mo­delle. Die FDR-Teile sind hin­gegen voll ein­satz­fähig“, schil­dert Schrittwieser.

Ein­satz­be­reiche gibt es viele, etwa in der Elektronik‑, Automotiv- oder Medi­zin­tech­nik­branche – überall dort, wo hoch­ge­naue Klein­teile und kom­plexe Geo­me­trien wie Boh­rungen, Hin­ter­schnitte oder Kanäle benö­tigt werden. Mög­lich sind bei­spiels­weise win­zige Siebe, Fil­ter­ein­heiten, Fluid­füh­rungen oder Ste­cker. „Wir haben ein halbes Jahr geforscht und das hohe Poten­zial der welt­weit ein­zig­ar­tigen, neuen Tech­no­logie ergründet. Mit Erfolg: Heute können wir für unsere Kunden mehr als dop­pelt so feine Bau­teile wie mit her­kömm­li­chen SLS-Verfahren rea­li­sieren“, freut sich 1zu1-Geschäftsführer Hannes Hämmerle.

Info: www.1zu1prototypen.com

 

Über 1zu1
Die 1zu1 Prototypen GmbH & Co KG mit Sitz in Dornbirn (Vorarlberg/Österreich) produziert Prototypen, Kleinserien- und Serienteile. Für die Fertigung setzt 1zu1 die wichtigsten 3D-Druck-Verfahren wie Lasersintern und Stereolithografie ein. Seit 2020 ist 1zu1 Pilotkunde und Entwicklungspartner neuer 3D-Druck-Technologien für EOS. Zusätzlich kommt Vakuumguss zum Einsatz. Im Spritzguss fertigt das Unternehmen Kunststoffteile mittels Aluminium-Werkzeugen – bei Bedarf auch im eigenen Reinraum. Die Werkzeuge stellt der Geschäftsbereich Tooling inhouse her. Das Portfolio von 1zu1 umfasst auch eine Vielzahl von Oberflächen- und Bedruckungstechniken.

Gegründet wurde das Unternehmen 1996 von Wolfgang Humml und Hannes Hämmerle, die bis heute Gesellschafter und Geschäftsführer sind. Derzeit arbeiten 160 MitarbeiterInnen bei 1zu1. Zu den Kunden zählen unter anderem internationale Konzerne der Medizin- und Labortechnik, namhafte Geräte- und Powertoolhersteller sowie Industriegüterproduzenten.

Das Unternehmen ist mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem German Brand Award (2018), als bestes Familienunternehmen Vorarlbergs (2016), mit dem Preis der Hans Huber Stiftung für die Förderung des Berufsnachwuchses (2014), als Gewinner beim KMU-Wettbewerb „Säulen der Wirtschaft“ (2011) sowie für seine hervorragende Lehrlingsausbildung.

 

Rück­fra­ge­hin­weis für die Redaktion:
1zu1 Pro­to­typen, Dipl. FW. Sarah Aberer, Telefon +43/5572/52946–258, Mail sarah.aberer@1zu1.eu
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