ALPLA erhält Förderung und leistet mit neuem Recyclingunternehmen Pionierarbeit für lebensmitteltaugliches HDPE-Recycling
Vierjähriges Innovationsprojekt mit NTCP startet in den Niederlanden
Hard, 4. Dezember 2025 – Sicher, leistbar, nachhaltig: ALPLA arbeitet an einer Zukunftslösung für recyceltes HDPE im direkten Kontakt mit Lebensmitteln. Der international tätige Spezialist für Verpackungen und Recycling evaluiert ab sofort mit dem unabhängigen Technologieinstitut NTCP das patentierte lösungsmittelbasierte Verfahren auf einer Pilotanlage in Heerenveen. Das vom niederländischen Ministerium für Klimapolitik und grünes Wachstum geförderte Innovationsprojekt läuft vier Jahre lang. Pünktlich zum Start der PPWR 2030 soll die innovative Lösung auf die industrielle Produktion skaliert werden.
Ab 2030 müssen Verpackungen in der EU einen Mindestanteil an Recyclingmaterial enthalten. ALPLA und NTCP arbeiten an einer zukunftssicheren und leistbaren Lösung für Lebensmittelverpackungen aus Kunststoff. Die patentierte Recyclingtechnologie soll erstmals lebensmittelechtes HDPE-Recyclingmaterial (rHDPE) im industriellen Maßstab liefern. Nach mehreren Jahren Forschung und Entwicklung mit erfolgreichen Laborergebnissen starteten die beiden Projektpartner soeben am Standort von NTCP in Heerenveen mit der Evaluierung des lösungsmittelbasierten Verfahrens.
Im Rahmen des kollaborativen Innovationsprojekts werden alle Prozessschritte der patentierten Technologie intensiv getestet. Ziel ist die zeitnahe Zulassung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Die Errichtung und der Betrieb der Pilotanlage liefern wertvolle Erkenntnisse für die Skalierung des Verfahrens. ALPLA hat dazu ein eigenes Recyclingunternehmen in den Niederlanden gegründet.
Meilenstein für die Kreislaufwirtschaft
„Bisher gibt es in der EU kein zertifiziertes Verfahren für die Herstellung von HDPE-Recyclingmaterial in Lebensmittelqualität. Unsere hocheffiziente Technologie zur Reinigung und Aufbereitung von Post-Consumer-Recyclingmaterial kann ein echter Gamechanger werden“, erklärt Michael Heyde, Head of Technology Recycling Division bei ALPLA. Schon heute produziert das Unternehmen in der eigenen Recyclingdivision an weltweit 14 Standorten PET- und HDPE-Recyclingmaterial mit einer installierten und projektieren Output-Kapazität von 400.000 Tonnen. Den Großteil davon verarbeitet ALPLA selbst wieder zu Verpackungen. Die künftige industrielle Nutzung der innovativen Technologie soll schnell verfügbare Lebensmittelverpackungen aus rHDPE für den FMCG-Markt (Fast Moving Consumer Goods) ermöglichen.
„Die Zusammenarbeit mit ALPLA passt perfekt zu den Kernaktivitäten und der Mission von NTCP als unabhängiges Wissensinstitut, das Technologieentwicklungen mit führenden Akteuren fördert und beschleunigt. Wir sind davon überzeugt, dass neue Technologien erforderlich sind, um die Kunststoff-Wertschöpfungskette vollständig zu schließen und gleichzeitig die Abfallmenge zu reduzieren“, betont Martine Brandsma, CEO von NTCP.
Das Pilotprojekt wird mit Unterstützung des niederländischen Ministeriums für Klimapolitik und grünes Wachstum durchgeführt.
Über die ALPLA Group
ALPLA zählt zu den weltweit führenden Unternehmen für die Herstellung und Wiederverwertung von Kunststoffverpackungen. Über 24.000 MitarbeiterInnen produzieren an 200 Standorten in 46 Ländern weltweit maßgeschneiderte Verpackungssysteme, Flaschen, Verschlüsse und Spritzgussteile. Die Anwendungsbereiche der Qualitätsverpackungen sind vielfältig: Nahrungsmittel und Getränke, Kosmetik- und Pflegeprodukte, Haushaltsreiniger, Wasch- und Putzmittel, Arzneimittel, Motoröl und Schmiermittel.
ALPLA betreibt Recyclinganlagen für PET und HDPE in Österreich, Deutschland, Polen, Mexiko, Italien, Spanien, Südafrika, Rumänien, Thailand und Brasilien und bündelt seit 2023 alle Recyclingaktivitäten unter der Marke ALPLArecycling. Weitere Projekte befinden sich in Umsetzung.
Über NTCP
Das NTCP (National Test Center Circular Plastics) in Heerenveen (Niederlande) ist ein unabhängiges Wissensinstitut, das sich der Beschleunigung der Kreislaufwirtschaft in der Kunststoffrecyclingkette durch die Entwicklung und Weiterentwicklung von Technologien widmet. Das NTCP führt mit modernen Anlagen im industriellen Maßstab Tests und Forschungen zum Sortier- und Waschprozess von Kunststoffen aus Haushaltsabfällen durch. Die gemeinnützige Organisation wurde 2018 gegründet.
Rückfragehinweis für die Redaktionen
ALPLA, Erik Nielsen (Team Leader Corporate Communications), +43 (0)5574 6021 701, erik.nielsen@alpla.com
Pzwei. Pressearbeit, Joshua Köb, +43 (0)5574 44715 22, joshua.koeb@pzwei.at

