Pzwei. Blog.

Brauch Turn­schuhe“

Laut Studien wachsen glückliche Kinder auch bei Eltern auf, die arbeiten. Wär‘ ja noch schöner, wenn nicht. Da mutieren Frauen (Männer), wenn sie Mütter (Väter) werden, zum stets abrufbereiten Taxiunternehmen, Zustellservice, Pflegedienst, sprich: zum Betreuungs- und Organisationsprofi und dann soll das alles umsonst gewesen sein?

In unserer Agentur haben fünf von sechs Personen Kinder ab 3,5 Jahre. Mit einem guten Netzwerk und einer familiengerechten Arbeitsstelle lässt sich alles leichter deichseln. Nicht umsonst erhielt Pzwei. Pressearbeit kürzlich das Gütesiegel „Familienfreundlicher Betrieb“. Aber nicht nur wir MitarbeiterInnen profitieren von der Flexibilität bei der Arbeit. Klar ist auch: Wer Kind und Job unter einen Hut bringt, ist für alles gewappnet und bringt seine vielseitigen Fähigkeiten ins Unternehmen ein. Ein paar Praxisbeispiele.

Perfektes Zeitmanagement
Montagmorgen, 7:20 Uhr. So früh haben wir’s schon lange nicht mehr geschafft, von zu Hause wegzukommen. Herrlich, mal genug Zeit, kein Stress, kaum Verkehr. Wäre da nicht mein 13-Jähriger, dem beim Schuhe anziehen einfällt, dass er noch Fotos fürs Geo-Referat mitbringen muss. Also wieder raus aus den Schuhen, Mütze, Schal und Mantel abgestreift und ran an Laptop und Drucker. Um 7:35 Uhr geht’s schließlich los. So wie immer: etwas gestresst, im Morgenverkehr, aber mit Fotos.

Strategisch planen
Es ist ratsam, sich schon am Morgen zu überlegen, welche Schritte am Tag bevorstehen. Alles dabei? Computer, Mittagessen, Handtasche. Schultasche und Sporttasche für den Gymnasiast. Altstoffe und der Restmüll sind ebenfalls schon im Auto verstaut. Nun heißt es, alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort auszuladen. Sind allerdings Kind und Sporttasche um sechs Uhr abends im Hallenbad abgeliefert und der Restmüll hat seinen Duft den ganzen Tag über gleichmäßig im Auto verteilt, war die Strategie vom Morgen für die Katz’!

Allzeit bereit für Sondereinsätze
Ich klopfe einen Text in die Tasten. „Ding-ding“, Nachricht vom Kind: „Brauch Turnschuhe“. Selbige „wurden zuhause vergessen“. Der Sportunterricht beginnt in 20 Minuten. Na prima... Also: Maus weg, Autoschlüssel her. Rechtzeitig tobt das Kind mit Sportschuhen in den Turnsaal – dank Einsatz aller mütterlich verfügbaren Kräfte.

Wenn alle Stricke reißen: Netzwerk aktivieren
Ohne Oma, Opa, gute Freunde und arbeitstechnischer Vorteile ließen sich Kindergarten- und Schulzeit nicht so leicht bewältigen. Vor allem nach einem Umzug vom Kinder-Betreuungsparadies Wien in den Westen mitten im Halbjahr. Der gerade noch verfügbare Platz ohne Gleitzeit und Mittagessen, dafür mit knapp drei Monaten Ferien war eine Herausforderung. Erst recht, wenn das Kind auch noch krank wird. Spontane Großeltern und eine flexible Arbeitsstätte sind dann schlicht unersetzbar. Verständnisvolle Kolleginnen, die solche Situationen selbst in- und auswendig kennen und ein Chef, der selbst Vater dreier Kinder ist, erleichtern den Brückenschlag zwischen Job und Familie sowohl praktisch als auch emotional.

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