KlimaVOR!

Enormes Poten­zial: Gesunde Ernäh­rung ist stärkster Hebel für den Klimaschutz

Verein Kli­maVOR! betont posi­tive Folgen für Umwelt und Gesellschaft

Bre­genz, 14. Oktober 2025 – Kli­ma­schutz geht durch den Magen: je geringer der Fleisch­konsum, desto besser für Mensch, Natur und Staats­haus­halt. Zum Welt­ernäh­rungstag am 16. Oktober plä­diert der Verein Kli­maVOR! für bewusste, vege­ta­ri­sche und vegane Ernäh­rung – und lie­fert gleich Rezepte mit. Schon die Reduk­tion des Fleisch­ver­zehrs auf die wis­sen­schaft­lich emp­foh­lenen 16 Kilo­gramm pro Person und Jahr würde allein in Vor­arl­berg jähr­lich rund 200.000 Tonnen CO2 ein­sparen – und gleich­zeitig das Gesund­heits­system massiv ent­lasten. Schon heute könnte Vor­arl­berg den gesunden Bedarf mit hoch­wer­tigem Fleisch aus der Region abde­cken – und auf Billig-Importe verzichten. 

Beim Fleisch­konsum ist weniger mehr: global, indi­vi­duell und auf lange Sicht. Wenn wir uns mit der gesunden Menge begnügen, gewinnen wir Lebens­qua­lität dazu. Wir sparen Mil­li­arden im System und schonen unseren Lebens­raum“, betont Ernäh­rungs­wis­sen­schaft­lerin und KlimaVOR!-Mitglied Ange­lika Stöckler. Ein gerin­gerer Fleisch­konsum bringt laut Stu­dien mehr als zehn gesunde Lebens­jahre und ist eine Inves­ti­tion in die Zukunft. „Kli­ma­schutz bedeutet für uns meist E‑Mobilität, Wär­me­pumpen und Erneu­er­bare Energie. Da sind wir schon auf einem guten Weg. Was eine bewusste, vege­ta­ri­sche oder vegane Ernäh­rung für die CO2-Bilanz bewirken kann, ist jedoch kaum bekannt“, sagt KlimaVOR!-Obmann Christof Drexel.

Qua­lität aus Vor­arl­berg statt Billig-Importe
Die Wis­sen­schaft emp­fiehlt jähr­lich den Ver­zehr von 16 Kilo­gramm Fleisch pro Person. In Öster­reich beträgt der Durch­schnitt der­zeit 58 Kilo­gramm – Ten­denz leicht sin­kend. Zum Welt­ernäh­rungstag am 16. Oktober wagt Kli­maVOR! das Gedan­ken­ex­pe­ri­ment: Was wäre, wenn wir in Vor­arl­berg nur so viel Fleisch essen würden, wie für uns gut ist? „16 statt 58 Kilo­gramm spart Pi mal Daumen etwa 200.000 Tonnen CO2 im Jahr. Das ist mehr als der Gas­ver­brauch aller Gebäude ohne Indus­trie“, rechnet Drexel vor. Und das ist noch nicht alles: Mit einem aktu­ellen Selbst­ver­sor­gungs­grad von 20 Pro­zent könnte der gesamte Fleisch­be­darf aus der Region bezogen werden. „Lieber weniger Fleisch und dafür beste Qua­lität aus dem Ländle. Das ist schon jetzt machbar“, bemerkt Drexel. Der Genuss kommt dabei nicht zu kurz, wie viele vege­ta­ri­sche und vegane Speisen beweisen. Kli­maVOR! sam­melt ab sofort auf der Web­site Rezepte, inklu­sive CO2-Fuß­ab­druck.

Land­wirt­schaft für die Menschen
Laut UN-Bericht leiden rund 673 Mil­lionen Men­schen unter Hunger. Neben Kon­flikten, wirt­schaft­li­chen Krisen und wach­sender Ungleich­heit zählt die UN die Folgen extremer Wetter- und Kli­ma­er­eig­nisse sowie den Arten­ver­lust zu den Gründen. Als mas­siver Treiber für die glo­bale Erwär­mung ver­stärkt der fleisch­ori­en­tierte Nah­rungs­mit­tel­sektor das Pro­blem zusätz­lich. Er ver­ur­sacht rund ein Drittel der glo­balen Treibhausgas-Emissionen. Bei­nahe 80 Pro­zent der land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen werden welt­weit für die Fleisch- und Fut­ter­mit­tel­pro­duk­tion ver­wendet. Dabei gehen enorme Mengen Eiweiß, Energie und Natur­raum ver­loren. Mit den pflanz­li­chen Nah­rungs­mit­teln könnte der Welt­hunger deut­lich schneller und effi­zi­enter ver­rin­gert werden.

Leist­bare Lebensmittel
Gesunde Ernäh­rung ist kli­ma­freund­li­cher und auch leist­barer. Das beweisen die Koch­abende der Pro­jekt­reihe „Ein­fach Machen“ der Initia­toren aus Ener­gie­in­stitut, Haus am Kat­zen­turm, Cipra und Kairos. „Der Blick auf die Rech­nung zeigt, dass regio­nale, sai­so­nale, bio­lo­gi­sche und pflanz­liche Pro­dukte preis­lich eine echte Alter­na­tive zu Fast­food, Fer­tig­pro­dukten und Bil­lig­fleisch aus Mas­sen­tier­hal­tung sind. Geschmack­lich sowieso“, betont Martin Strele von Kairos. „Preis­günstig kochen – ein­fach genießen“ stellt all­tags­taug­liche Gerichte mit wenigen Zutaten und ein­fa­chen Rezepten vor. Der 3‑stündige Koch­abend kann über die Platt­form www.einfachmachen.community bzw. jetzt@einfachmachen.community gebucht werden.

Mehr Infos: www.klimavor.at

 

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Kli­maVOR!, Christof Drexel, +43/664/2678488, c.drexel@klimavor.at
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