KlimaVOR!

Extreme Hitze: Bäume statt Beton, Schatten statt neuer Straßen!

Verein KimaVOR! for­dert ener­gi­sches Han­deln von Bundes- und Landesregierung

Bre­genz, 31. Juli 2026 — 30 Hit­ze­tage zählt Vor­arl­berg heuer bereits – dop­pelt so viele wie im ver­gan­genen Jahr, zehnmal mehr als im Durch­schnitt der Jahre 1961 bis 1990. “Die Kli­ma­krise ist spürbar. Heute. Jetzt. Für jeden und jede von uns”, betont Babette Heben­streit, Obfrau des Ver­eins Kli­maVOR!, der die rasche Kli­ma­neu­tra­lität Vor­arl­bergs zum Ziel hat. Heben­streit ver­misst eine ener­gi­sche Reak­tion der Politik: “Mitten in der Kli­ma­krise wird das Mil­li­ar­den­pro­jekt S18 vor­an­ge­trieben, Rück­schritte beim Natur­schutz werden ange­kün­digt. Von Maß­nahmen zur Anpas­sung an die Kli­ma­krise ist keine Rede.”

Vor­arl­berg wird seine selbst gesteckten Kli­ma­ziele weit ver­fehlen: Die CO2-Emissionen lagen 2024 bei 1,8 Mil­lionen Tonnen. Das liegt um die Hälfte über dem Ziel von 1,2 Mil­lionen Tonnen CO2 für das Jahr 2030. “Vor­arl­berg müsste seine Anstren­gungen ver­dop­peln, tat­säch­lich ist das Gegen­teil der Fall”, kri­ti­siert KlimaVOR!-Obfrau Babette Heben­streit. Sie ist über­zeugt: “Kli­ma­schutz und Kli­ma­wan­del­an­pas­sung sind dring­li­cher denn je.”

Anpas­sung an extreme Hitze ist dringlich
Deut­lich mehr Tempo for­dert der Verein Kli­maVOR! bei der Klimawandel-Anpassung. “Die Kli­ma­krise kostet Men­schen­leben, auch in Vor­arl­berg. Wir brau­chen Bäume statt Beton, Schatten statt neuer Straßen. Wir brau­chen Hit­ze­schutz­maß­nahmen, beson­ders für Kinder und ältere Men­schen”, betont Heben­streit. “Bund, Länder und Gemeinden müssen massiv in die Anpas­sung an den Kli­ma­wandel inves­tieren. Das geht alles viel zu langsam.”

Ein­zige Reak­tion der Lan­des­re­gie­rung auf die extreme Hitze war bisher eine Ver­ord­nung gegen die Gefahr von Wald­bränden. Auf Bun­des­ebene kün­digte Umwelt­mi­nister Nor­bert Tot­schnig ein Was­ser­ent­nah­me­re­gister an.

Rück­schritte beim Klimaschutz
Beim Kli­ma­schutz sieht der Verein Kli­maVOR! sogar Rück­schritte: “För­de­rungen für Klima-Maßnahmen werden redu­ziert, kli­ma­schäd­liche Sub­ven­tionen bleiben. Die Kli­ma­ziele werden infrage gestellt, bereits beschlos­sene Rege­lungen wie das Verbrenner-Aus zurück­ge­nommen. Dabei sollte allen klar sein, die Tem­pe­ratur steigt mit jeder aus­ge­sto­ßenen Tonne CO2 weiter an”, so Hebenstreit.

Auch auf Lan­des­ebene geht es in die fal­sche Rich­tung: Aus­ge­rechnet jetzt beju­belt die Lan­des­re­gie­rung die Geneh­mi­gung des Vor­pro­jekts zur S18. Für den Bau neuer Straßen werden Mil­li­arden Euro ver­plant. Auch die Novellen des Natur­schutz­ge­setzes und des Raum­pla­nungs­ge­setzes schwä­chen nach Ansicht von Kli­maVOR! den Klimaschutz.

Der Verein for­dert den Schul­ter­schluss von Politik, Unter­nehmen und Bevöl­ke­rung: “Alle müssen ihren Teil bei­tragen. Die Politik muss Rah­men­be­din­gungen gestalten, die Kli­ma­neu­tra­lität ermög­li­chen. Für Sanie­rung. Für Ent­sie­ge­lung. Für aktive Mobilität.”

Infor­ma­tion: www.klimavor.at

 

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