Sammlung Hans Bäumler

Gustav Klimt und Vor­arl­berg“ in der Samm­lung Hans Bäumler

Pri­vat­mu­seum zeigt bis 6. Jänner frucht­bare Ver­bin­dung zwi­schen Kunst und Textilindustrie

Hohenems, 26. Sep­tember 2025 – Die Samm­lung Hans Bäumler in der Arche Noah geht auf Spu­ren­suche. Mit der neuen Son­der­aus­stel­lung „Gustav Klimt und Vor­arl­berg“ beleuchtet das Pri­vat­mu­seum in Hohenems die inspi­rie­rende Ver­bin­dung von Kunst und Tex­til­in­dus­trie wäh­rend des Auf­bruchs in die Moderne. Im Mit­tel­punkt steht die Freund­schaft zwi­schen dem Wiener Künstler und dem Dorn­birner Tex­til­fa­bri­kanten Julius Rhom­berg. Neben pri­vaten Doku­menten sind Jugendstil-Stoffe von Herr­burger & Rhom­berg erst­mals zu sehen. 

Welt­be­rühmte Kunst trifft tex­tile Indus­trie­pio­niere: Die Samm­lung Hans Bäumler in Hohenems rückt die Freund­schaft von Gustav Klimt und Julius Rhom­berg ins Licht. Der Mit­ei­gen­tümer der Dorn­birner Tex­til­fa­brik Herr­burger & Rhom­berg lernte den Künstler 1889 wäh­rend seiner Aus­bil­dung in Wien kennen. Die Ver­bin­dung währte auch nach Rhom­bergs Rück­kehr nach Vor­arl­berg und wirkte sich direkt auf dessen Arbeit aus. Die am 26. Sep­tember 2025 eröff­nete Son­der­aus­stel­lung „Gustav Klimt und Vor­arl­berg“ spürt den gegen­sei­tigen Ein­flüssen nach und zeigt neben einer von Klimt gestal­teten Hoch­zeits­karte erst­mals Jugendstil-Stoffe von Herr­burger & Rhom­berg aus dem Umkreis der Wiener Secession.

Mit der bis 6. Jänner lau­fenden Schau spannt das 2019 eröff­nete Pri­vat­mu­seum den Bogen von der Ver­gan­gen­heit in die Zukunft. Künftig ist jähr­lich eine kura­tierte Aus­stel­lung mit Bezug zur Samm­lung Hans Bäumler und zur Region geplant. „In der Auftakt-Ausstellung sind meine beiden Lebens­lei­den­schaften erst­mals mit­ein­ander ver­woben: das Tex­tile und die Kunst“, freut sich der Muse­ums­gründer und ehe­ma­lige Tex­til­in­dus­tri­elle Hans Bäumler.

Neue Facetten der Vor­arl­berger Kunst- und Designgeschichte
„Gustav Klimt und Vor­arl­berg“ wartet mit zahl­rei­chen Ori­gi­nal­do­ku­menten und Skizzen, einer von Klimt gestal­teten Hoch­zeits­karte für Julius Rhom­berg und Eugenie Ber­to­lini sowie erst­mals gezeigten avant­gar­dis­ti­schen Stoffen auf. Her­mann Flöge, Pro­ku­rist von Herr­burger & Rhom­berg, ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Als Bruder von Klimts Lebens­ge­fährtin Emilie Flöge spielte er eine wich­tige Rolle in der Beziehung.

Die Spu­ren­suche lie­ferte uner­war­tete Bei­träge und span­nende Facetten zur Vor­arl­berger Kunst- und Design­ge­schichte, als das Land vor dem Arl­berg zwar am west­lichsten Rand der Mon­ar­chie lag, aber ener­gisch den wirt­schaft­li­chen Anschluss an die Moderne suchte“, berichtet Kurator Tobias G. Natter. Der renom­mierte Experte für die Kunst der Moderne wirkte bereits 2019 maß­geb­lich beim Aufbau der Samm­lung Hans Bäumler mit.

Vom krea­tiven Aus­tausch zeugen etwa der von Rhom­berg mit­ge­stal­tete Pavillon der Dorn­birner Tex­til­in­dus­trie auf der Gewer­be­aus­stel­lung 1900 und die Wiener Kunst­schau 1908. Klimt gestal­tete dort die Leit­idee des Gesamt­kunst­werks in einem eigenen Raum. Herr­burger & Rhom­berg stat­tete Teile der Aus­stel­lungs­räume, das Kaf­fee­haus und die Gar­ten­ter­rasse mit Heim­tex­ti­lien aus. „Dieser Auf­tritt ver­lieh Herr­burger & Rhom­berg inner­halb der öster­rei­chi­schen Tex­til­in­dus­trie einen Son­der­status“, erklärt Natter.

Kunst braucht Öffentlichkeit
Die „Arche Noah – Kunst & Kultur“ mit der Samm­lung Hans Bäumler befindet sich in der ehe­ma­ligen Hem­den­fer­ti­gung der Firma Bäumler in Hohenems. Gründer Hans Bäumler hat die ein­zig­ar­tige Schau mit mehr als 100 Werken aus seinem Pri­vat­be­sitz 2019 ins Leben gerufen. Seine Samm­lung öffnet Gemälde von renom­mierten Künst­lern wie Spitzweg, Wald­müller, Monet, Renoir, Gau­guin, Lie­ber­mann, Corinth, Macke, Marc, Pech­stein und Picasso für ein breites Publikum. „Große Kunst gehört gesehen – und darf nicht im Tresor ver­stauben. Die Arche Noah bewahrt, begeis­tert und bewegt. Diese Ein­drücke möchte ich als lebens­langer Kunst- und Natur­lieb­haber gerne mit den Men­schen teilen“, bringt Hans Bäumler die Idee für das Pri­vat­mu­seum auf den Punkt.

Info: www.arche-noah-museum.at

 

Über die Sammlung Hans Bäumler
Die Sammlung Hans Bäumler in der „Arche Noah – Kunst & Natur“ zeigt über 100 Werke der Spätromantik und klassischen Moderne aus dem Besitz des ehemaligen Textilfabrikanten. Das 2019 eröffnete Privatmuseum im Bäumler Park in Hohenems öffnet Gemälde von Künstlern wie Spitzweg, Waldmüller, Monet, Renoir, Gauguin, Liebermann, Marc, Pechstein und Picasso für ein breites Publikum. Wie der Name verrät, präsentiert die „Arche Noah – Kunst & Natur“ auch eine Natur-Sammlung mit zahlreichen Exponaten der heimischen und exotischen Tierwelt. Sonderausstellungen (derzeit „Gustav Klimt und Vorarlberg“) mit Bezug zur Sammlung und Region unterstreichen die Bedeutung des Privatmuseums.

 

Factbox: „Gustav Klimt und Vorarlberg“
- Sammlung Hans Bäumler in der Arche Noah – Kunst & Natur
- 27. September 2025 bis 6. Jänner 2026
- Freitag: 11–18 Uhr, Führung um 16 Uhr, Samstag und Sonntag: 11–17 Uhr
- Tickets: 12 Euro (Erwachsene), 6 Euro (Jugendliche ab 12 Jahren)
- Kombiticket mit der Ausstellung „Unser Haus!“ im Stadtmuseum Dornbirn: 14 Euro

 

Rück­fra­ge­hin­weis für die Redaktion:
Samm­lung Hans Bäumler in der Arche Noah – Kunst & Natur, Stefan Jielg, +43/676/3778002, sj@arche-noah-museum.at
Pzwei. Pres­se­ar­beit, Joshua Köb, +43/664/9682626, joshua.koeb@pzwei.at