i+R Gruppe

i+R bringt Wün­sche Jugend­li­cher unter ein Dach

Biber­acher Jugend­haus erfüllt höchste archi­tek­to­ni­sche, bau­liche und funk­tio­nelle Ansprüche

Biberach/Lindau, 23. Mai 2017 – Ob Theater, Party oder ange­regte Dis­kus­si­ons­runden: Im kürz­lich eröff­neten Jugend­haus Biberach ist alles zur selben Zeit mög­lich. Der inner­halb eines Jahres von der Lin­dauer i+R Industrie‐ & Gewer­bebau errich­tete Bau bringt beson­dere Anfor­de­rungen an Statik und Technik sowie eine unge­wöhn­liche Archi­tektur unter einen Hut. Das Haus wird von den Jugend­li­chen bereits belebt.

Zwanzig Jahre Pla­nung und Abwä­gung hin­sicht­lich Funk­tion, Optik und Kosten gingen dem Bau des Jugend­hauses Biberach voraus. Im Oktober 2015 war es soweit: Nach Aus­schrei­bung der Stadt erhielt der Lin­dauer Gene­ral­un­ter­nehmer i+R Industrie‐ & Gewer­bebau den Zuschlag. Im März 2016 war Bau­start. Seit diesem Früh­jahr hat die Biber­acher Jugend nun ihr „eigenes“ Haus.

Die Mehr­fach­be­auf­tra­gung ent­schied das Büro Chris­tine Reck Archi­tekten für sich. In einem ein­zig­ar­tigen Betei­li­gungs­ver­fahren konnten die jungen Ein­wohner ihre Wün­sche kundtun – sowohl „analog“ als auch über die dafür eigens ein­ge­rich­tete Facebook‐Gruppe. Rund 700 Jugend­liche machten mit. Die Detail­pla­nung führte der i+R Partner Peter Kies aus. Die Fach­pla­nung über­nahmen die i+R Sparten energie und Holzbau sowie die Part­ner­firmen GMS (Fenster und Ver­gla­sung) und Wochner (Fas­sa­denbau).

Gute Abstim­mung bei Pla­nung und Bau
„Es ist ein sehr kom­plexes Pro­jekt. Die exakte Vor­be­rei­tung war das Um und Auf“, schil­dert i+R Pro­jekt­leiter Simon Bickel. Nach­voll­ziehen lässt sich dies anhand archi­tek­to­ni­scher Eck­daten: Der mas­sive Betonbau ver­fügt über einen schne­cken­för­migen Außen­auf­gang, der über eine begrünte Rampe auf das Dach führt. An höchster Stelle lädt eine „Fleez­höhle“ zum Ver­weilen ein. Rampe, Höhle und Dach sind aus Ther­mo­kiefer kon­stru­iert. An der groß­flä­chigen Sichtbeton‐Fassade haben sich bereits, wie geplant, junge Graffiti‐Künstler ver­wirk­licht.

Die größte Her­aus­for­de­rung war für uns, Statik, Technik und Archi­tektur abzu­stimmen – ins­be­son­dere an den Schnitt­stellen meh­rerer Gewerke“, sagt Bickel. So bildet etwa die vor­ge­hängte Fer­tig­teil­be­ton­fas­sade gleich­zeitig die Brüs­tung. Die Fas­sade ist teil­weise an der frei gespannten Hohl­kör­per­decke ver­an­kert. Aus wirt­schaft­li­chen Gründen kamen auch Ortbeton‐ und Fili­gran­de­cken­sys­teme zum Ein­satz.

Gleich­zeitig lau­fende Ver­an­stal­tungen
Das Herz des Hauses ist der 4,5 Meter hohe und 12 Meter frei­ge­spannte Mul­ti­funk­ti­ons­raum im Erd­ge­schoss. Dieser kann als Ein­heit genutzt oder in drei Räume getrennt werden. Mit der Mul­ti­me­dia­an­lage ist eine sepa­rate Beschal­lung mög­lich, die die Jugend­li­chen über mobile End­ge­räte selbst steuern. Im schall­dichten Haus können Events par­allel unge­stört ablaufen.

Im bar­rie­re­freien, drei­ge­schos­sigen Bau sind zudem eine Werk­stätte, eine Theke, ein Foyer, ein Lager­raum sowie Büro­räume für die Haus­ver­wal­tung und den Verein Jugend Aktiv unter­ge­bracht. „Nach vielen Jahren des Pla­nens und manchmal auch Zwei­felns sind wir heute zufrieden in ‚unserem‘ für alle offenen Jugend­haus aktiv“, sagt Wolf König, Leiter des Ver­eins Jugend Aktiv, der das Haus gemeinsam mit der Stadt Biberach betreibt.

Zufrieden ist auch die Stadt: „Zur Freude aller konnte i+R das Jugend­haus mit dem ver­ein­barten Budget und in einer absolut über­zeu­genden Qua­lität rea­li­sieren. Ins­ge­samt konnten Ein­spa­rungen von über 350.000 Euro zu den im Vor­feld berech­neten Kosten erzielt werden”, merkt Bauherr‐Vertreter Sascha Mil­den­berger an.

Ener­gie­ef­fi­zi­enter als ein Pas­siv­haus
Sparsam ist auch der Betrieb des Gebäudes: Geheizt wird mit Fern­wärme der Stadt, die Gebäu­de­hülle ist ther­misch opti­miert. Zudem ver­fügt das Haus über eine Lüf­tung mit einer Leis­tung von 4000 Kubik­me­tern samt Wär­me­rück­ge­win­nung. „Das Jugend­haus erreichte bei der Prü­fung nach EnEV 2016 einen Luft­dicht­heits­wert (n50) von 0,5 und damit einen bes­seren, als ihn die Ener­gie­ver­ord­nung für ein Pas­siv­haus for­dert“, ver­deut­licht i+ R Pro­jekt­leiter Simon Bickel.

Infos: www.ir-industrie-gewerbebau.de

 

Factbox: Jugendhaus Biberach

  • Bauherr: Stadt Biberach
  • Architektur: Christine Reck Architekten GmbH, Biberach
  • Generalunternehmung: i+R Industrie- & Gewerbebau GmbH, Lindau
  • Bruttogeschoßfläche 1222 m2
  • Baumaterial: 1000 m3 Beton, 95 Tonnen Stahl, 3700 m2 Verschalung, 300 m2 Rasen
  • Dach auf 1500 kg/m Last ausgerichtet (gemäß Versammlungstättenverordnung)
  • Nutzfläche: 730 m2
  • Baustart: März 2016
  • Fertigstellung: April 2017
  • Projektvolumen: rund 3,85 Millionen Euro

Über i+R Industrie- & Gewerbebau
Das Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochter der Vorarlberger i+R Gruppe und auf Industrie- und Gewerbebau spezialisiert. Ihr Spektrum reicht von klassischen Industrie- und Betriebsanlagen über Hotelbau bis zu Gewerbe- und Bürobauten. Mit den Sparten energie und geotech hat sich das Unternehmen der Nutzung von nachhaltigen Energiequellen (Sonne, Erdwärme) verschrieben. Die Sparte Energie- & Gebäudetechnik der i+R energie übernimmt als Generalunternehmer auch die gesamte haustechnische Planung.

www.ir-industrie-gewerbebau.de

 

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