i+R realisiert Energiezentrale mit Gleitschalung in Rekordzeit
Im 24-Stunden-Betrieb laufende Gleitschalungstechnik verkürzte Umsetzung um mehrere Monate
Dornbirn, 10. März 2026 – In Dornbirn realisiert i+R Industrie- & Gewerbebau für die Energiewerke Ilg GmbH ein neues Biomasse-Hybridheizwerk mithilfe moderner Gleitschalungstechnik. Diese Methode ermöglicht eine deutlich kürzere Bauzeit und eine präzise Umsetzung im 24/7‑Betrieb. Das EnergieWerk Ilg wird künftig rund 90 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Quellen beziehen und sowohl das angrenzende Industriegebiet als auch Teile der Stadt Dornbirn mit Wärme versorgen. Die Inbetriebnahme ist für September 2026 geplant.
Da der Bau mit herkömmlicher Schalung mehrere Monate gedauert hätte, setzte i+R auf die innovative Gleitschalung. In zwei aufeinanderfolgenden Betonierabschnitten von jeweils sieben Tagen wurde das Werk im durchgehenden 24-Stunden-Betrieb auf die finale Höhe von 16,5 Metern gebracht. „Das neue Heizwerk wird künftig die umliegenden Unternehmen mit sauberer Energie aus Biomasse versorgen und Energieäquivalente von rund sieben Millionen Litern Heizöl einsparen. Zusätzlich wird Wärme in das Nahwärmenetz der vkw Nahwärme Dornbirn eingespeist, wodurch das Heizwerk eine zentrale Rolle in der Wärmeversorgung der Stadt Dornbirn einnimmt“, erklären die Bauherren Tobias und Bernhard Ilg.
Nach der Ausschreibung beauftragten sie das Vorarlberger Unternehmen i+R Industrie- & Gewerbebau als Generalunternehmer mit dem Bauprojekt. Bitschnau Gleit & Schalungstechnik aus Nenzing (Vorarlberg) zog als Subunternehmer die Betonwände mithilfe der Gleitschalung auf: in zwei Phasen, jeweils eine Woche lang im 24-Stunden-Schichtbetrieb. Kern der Methode: Die Schalung wächst hydraulisch 2,5 bis 3 Meter pro Tag. Währenddessen wird von oben laufend Beton eingegossen. Gleichzeitig werden Bewehrungsstahl und Blitzschutz eingesetzt. Exakt platzierte Holzrahmen halten den Raum für Fenster und Türen frei. Innenwände und Decken fertigt i+R Bau vor Ort, lokale Handwerksbetriebe ergänzen die Aufputz-Installationen.
Hohe Präzision und optische Qualität
Rund 5.700 Kubikmeter Klimabeton und 550 Tonnen Bewehrungsstahl kamen zum Einsatz. Der Betonzuschlagstoff Clime@add von CarStorCon Technologies ermöglichte eine CO₂-Reduktion im Beton von rund 40 Prozent. Das Klimabetonrezept wird bei Express Beton, ein Unternehmen der i+R Gruppe, bereits im Werk exakt auf die Anforderungen und Witterungsbedingungen abgestimmt. Die Qualitätssicherung erfolgt durchgehend über Laserlot- und Neigungssensorik mit einer maximalen Toleranz von ± 5 Millimetern.
„Dieses Projekt zeigt, dass Präzision und Nachhaltigkeit im Bau unmittelbar zusammengehören. Die Arbeit von bis zu vierzig Fachkräften vor Ort erfordert eine genaue Abstimmung, so ermöglichen wir kurze Wege, effiziente Abläufe und wirtschaftliche Lösungen“, sagt Mario Bischof, Geschäftsführer i+R Industrie- & Gewerbebau. Der Klimabeton kommt aus einem nahegelegenen Werk. „Regionale Partner stärken die Wertschöpfung – für uns ist dies gelebte Nachhaltigkeit. Dass wir diesen Ansatz mit der Bauherrschaft teilen, trägt wesentlich zum reibungslosen Fortschritt des Projekts bei“, so Bischof.
Wärmebedarf für rund 14.000 Haushalte
Das Biomasse-Hybridheizwerk nutzt künftig regionale Biomasse als Brennstoff. Das Material wird mit Wasser auf rund 180 °C erhitzt und die entstehende Wärme in das Fernwärmenetz eingespeist. Wärmetauscher führen Abwärme zurück und erhöhen so den Wirkungsgrad. Die thermische Leistung beträgt 15 Megawatt – genug, um den Wärmebedarf von etwa 14.000 Haushalten zu decken. Zur Ausfallsicherheit dient ein Gaskessel.
Weitere Informationen: www.ir-gruppe.com und www.biomassehof.at
Factbox: Energiezentrale Ilg Dornbirn
- Bauherr: EnergieWerk Ilg, GF Bernhard und Tobias Ilg
- Generalunternehmer: i+R Industrie- & Gewerbebau GmbH
- Beteiligte Unternehmen: i+R Bau, i+R Spezialtiefbau, i+R Holzbau, Bitschnau Gleit & Schalungstechnik und weitere regionale Partner
- Architekt: Hanno Schluge
- Material: 5.700 m³ Klimabeton, 550.000 kg Eisen
- Bauweise: Massivbauweise mit Gleitschalung, Ortbeton und Fertigteilen
- Technik: Biomasse-Hybridheizwerk mit Wärmerückgewinnung
- Energiequellen: biogene Roh- und Reststoffe
- Leistung: 15 MW, entspricht ca. 14.000 Haushalten
- Ersparnis: 7 Mio. Liter Heizöl pro Jahr
- Bauzeit: Mai 2025 bis Juni 2026
- Auftragsvolumen i+R Industrie- & Gewerbebau: 6,8 Mio. Euro
- Gesamtinvestition: 30 Mio. Euro
Rückfragehinweis für Redaktionen:
i+R Industrie- & Gewerbebau, Markus Kalkbrenner, +43/5574/6888–2869, m.kalkbrenner@ir-gruppe.com
Pzwei. Pressearbeit, Daniela Kaulfus, +43/5574/44715–28, daniela.kaulfus@pzwei.at

