KlimaVOR!

Kli­maVOR!: Gesundheits- und Kli­ma­krise erfor­dern neue Wirt­schafts­struk­turen

Ver­eins­grün­dung erfolgt — schon über 30 Unter­nehmen und Orga­ni­sa­tionen auf der Platt­form

Bre­genz, 8. Mai 2020 – Vor­arl­bergs Weg zur Kli­ma­neu­tra­lität vor­an­treiben: Das ist das Ziel des neu gegrün­deten Ver­eins Kli­maVOR!. Schon jetzt sind mehr als 50 Mit­glieder aktiv, 30 Unter­nehmen nützen die Platt­form des Ver­eins, um sich zu ver­netzen. Obmann Christof Drexel sieht in der Coro­na­krise die Chance, drin­gende Wei­chen­stel­lungen für den Kli­ma­schutz vor­zu­nehmen. „Um gegen zukünf­tige Krisen besser gewappnet zu sein, müssen wir jetzt regio­nale Wirt­schafts­struk­turen stärken und massiv in die Kli­ma­neu­tra­lität inves­tieren.“ Das nötige Kon­junk­tur­pro­gramm müsse bei­spiels­weise eine Offen­sive zur Gebäu­de­sa­nie­rung und den mas­siven Ausbau erneu­er­barer Ener­gien ent­halten.

 Im Herbst hatten sich 30 Vor­arl­berger Klimaschutz-Initiativen zum ersten Mal getroffen, um die Zusam­men­ar­beit zu ver­stärken und von der Politik mutige Schritte zum Kli­ma­schutz ein­zu­for­dern. Die Initia­toren dieses Tref­fens mit dem Titel „Wir sind Klima — Vor­arl­berg for Future“ grün­deten nun den Verein „Kli­maVOR! Verein zur För­de­rung der Kli­ma­neu­tra­lität Vor­arl­bergs“. Den ersten Ver­eins­vor­stand bilden Christof Drexel als Obmann und Kriem­hild Büchel-Kapeller als Obmann-Stellvertreterin. Sie werden von Hans Pun­zen­berger, Dietmar Lenz und Matyas Schei­bler unter­stützt.

Schon jetzt zählt der Verein mehr als 50 Pri­vat­per­sonen als Mit­glieder. 30 Unter­nehmen und Orga­ni­sa­tionen aus dem Bereich Kli­ma­schutz nützen die Platt­form des Ver­eins, um sich zu ver­netzen und gemein­same Initia­tiven zu ent­wi­ckeln – unter anderem die Arbeits­ge­mein­schaft Erneu­er­bare Energie, Caruso Car­sha­ring, Tisch­lein deck dich, die ina­tura und Haber­korn. „Alle zusammen sind wir auch eine starke Stimme der Zivil­ge­sell­schaft für die Kli­ma­neu­tra­lität“, betont Obmann Christof Drexel.

Wei­chen­stel­lungen jetzt
Obwohl die Pan­demie die Kli­ma­krise aus den Schlag­zeilen ver­drängt hat, betrachtet Kli­maVOR! die aktu­elle Situa­tion als Chance, wich­tige Ent­schei­dungen zu treffen: „Wir alle haben gerade erlebt, wie sehr Men­schen bereit sind, auch ein­schnei­dende Maß­nahmen mit­zu­tragen, wenn sie den Sinn und die Not­wen­dig­keit erkennen“, so Spre­cher Christof Drexel. „Jetzt ist der rich­tige Zeit­punkt, Struk­turen zu ver­än­dern, damit wir aus der Krise gestärkt her­vor­gehen.“

Kli­maVOR! will alle krea­tiven Kräfte im Land bün­deln, damit wir beim anste­henden Hoch­fahren der Wirt­schaft eine Kreis­lauf­wirt­schaft mit kurzen Wegen stärken“, betont Drexel. Er hofft auf „Post Carbon durch Post Corona“.

Steu­er­re­form und Kon­junk­tur­pro­gramm
Die von der Bun­des­re­gie­rung geplante Steu­er­re­form mit einer Ent­las­tung der Arbeit und einer Besteue­rung des Res­sour­cen­ver­brauchs ist nach Ansicht von Kli­maVOR! dring­li­cher als zuvor: Sie schafft Arbeits­plätze, stärkt die Regio­nal­wirt­schaft und redu­ziert Ener­gie­ver­brauch sowie Schad­stoffe.

Drexel for­dert, auch das anste­hende Kon­junk­tur­pro­gramm genau auf öko­lo­gi­sche Kri­te­rien zu prüfen: „Jeder Euro, der die Wirt­schaft wieder ankur­belt und in den Taschen der Men­schen landet, hat auch soziale und öko­lo­gi­sche Neben­wir­kungen. Wichtig ist, dass dabei ins­be­son­dere die Ener­gie­au­to­nomie gestärkt wird.“

Sinn­voll wäre laut Drexel bei­spiels­weise eine Offen­sive zur Gebäu­de­sa­nie­rung, um frei­wer­dende Kapa­zi­täten im Hand­werk und in der Bau­wirt­schaft zu nützen: „Inves­ti­tionen in die ther­mi­sche Sanie­rung von Gebäuden bringen fast fünfmal mehr Arbeits­plätze, als das­selbe Geld in Form von Öl oder Gas zu ver­heizen.“ Gleich­zeitig han­delt es sich um eine der wich­tigsten Maß­nahmen im Kampf gegen die Kli­ma­er­hit­zung.

Eine solche Sanie­rungs­of­fen­sive macht auch regional Sinn: „Das können wir auch in Vor­arl­berg umsetzen. Wir haben es selbst in der Hand, welche Wirt­schafts­struk­turen — und damit welche Abhän­gig­keiten wir zukünftig haben wollen.“

Infor­ma­tion: www.klimavor.at

 

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