Symphonieorchester Vorarlberg

Leo McFall wird neuer Chef­di­ri­gent des Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg

Bri­ti­scher Diri­gent über­nimmt zur Saison 2020/21 / „Sel­tenes Geschenk für jeden Diri­genten“

Bre­genz, 26. März 2019  – Das Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg (SOV) hat einen neuen Chef­di­ri­genten: Leo McFall. Mit ihm ist eine min­des­tens fünf­jäh­rige Zusam­men­ar­beit ver­ein­bart, die zur Saison 2020/21 startet. Damit kehrt der gebür­tige Lon­doner nach Vor­arl­berg zurück, wo er im Vor­jahr bereits zwei SOV‐Produktionen lei­tete. Er tritt die Nach­folge von Gérard Korsten an, der im Sommer 2018 nach 13 Sai­sonen sein Amt nie­der­ge­legt hatte.

Vor­aus­ge­gangen war der Ent­schei­dung ein inten­sives Aus­wahl­ver­fahren, in das auch die Musiker des Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg ein­be­zogen waren. „Das Mei­nungs­bild war ein­deutig“, sagt SOV‐Geschäftsführer Sebas­tian Hazod, der sich auf einen „guten Partner und eine stim­mige Arbeit­s­chemie“ freut. Leo McFall und das Sym­pho­nie­or­chester kennen sich bereits: Im Januar und Dezember 2018 stand der Brite bei je zwei Abo‐Konzerten am Pult. Seinen Vor­gänger Gérard Korsten kennt er aus meh­reren gemein­samen Pro­jekten gut.

Unmit­tel­bare Ver­bun­den­heit mit den Musi­kern“
„Ich emp­finde es als große Ehre und ver­spüre tiefe Freude, zum neuen Chef­di­ri­genten des SOV ernannt zu werden. Die beiden Arbeits­phasen im ver­gan­genen Jahr waren eine wun­der­schöne Erfah­rung für mich. Ich habe dabei von Beginn an eine unmit­tel­bare Ver­bun­den­heit mit den Musi­kern des Orches­ters ver­spürt. Deren Offen­heit, Energie und pure Hin­gabe zur Musik ist ein sel­tenes Geschenk für jeden Diri­genten, das es in den kom­menden Jahren nicht nur zu bewahren, son­dern viel­mehr weiter zu pflegen gilt“, erklärt Leo McFall, der sich der­zeit in Finn­land auf­hält.

Eine beson­dere Ehre sei es für ihn, in die Fuß­stapfen von Gérard Korsten zu treten. Seit er ihn 2006 ken­nen­lernte, habe Korsten ihn stets stark inspi­riert. „Mit Sebas­tian Hazod arbeite ich bereits intensiv an der Saison 2020/21 für unser wun­der­volles Publikum. Ich freue mich unge­heuer, nun Teil dieses Orches­ters sein zu dürfen.“

Inter­na­tio­nale Bio­gra­phie
Leo McFall (38) steht für ein breites Orchester‐ und Opern­re­per­toire, das glei­cher­maßen klas­si­sche wie zeit­ge­nös­si­sche Werke umfasst. Im Jahr 2015 gewann er den Deut­schen Diri­gen­ten­preis, ein Jahr zuvor war er Fina­list beim „Nestlé and Salz­burg Fes­tival Young Con­duc­tors Award“ gewesen. Als Gast­di­ri­gent arbei­tete er bei renom­mierten Klang­kör­pern wie dem City of Bir­mingham Sym­phony Orchestra, BBC Phil­har­monic und beim Deut­schen Symphonie‐Orchester Berlin. Bern­hard Hai­tink assis­tierte er beim Chi­cago Sym­phony Orchestra und den Wiener Phil­har­mo­ni­kern. In diesem Früh­jahr folgen mit der NDR Radio­phil­har­monie und der Deut­sche Radio Phil­har­monie Saar­brü­cken Kai­sers­lau­tern seine ersten CD‐Einspielungen.

Seine ersten Schritte in die Welt der klas­si­schen Musik setzte er als Instru­men­ta­list: Noch wäh­rend seiner Schul­zeit in Groß­bri­tan­nien erreichte er als Pia­nist das Finale des Wett­be­werbs „BBC Young Musi­cian of the Year“. Außerdem beherrscht er Vio­line und Viola. Dem Musik‐Studium an der Oxford Uni­ver­sity folgte ein Diri­gier­stu­dium an der Sibe­lius Aca­demy in Hel­sinki.

Kon­ti­nuität
Drei Kon­zerte inner­halb des Abo‐Zyklus plus die Festspiel‐Matinee wird McFall ab der Saison 2020/21 in Vor­arl­berg leiten – so wie es auch bei Gérard Korsten üblich war. Abge­schlossen hat er einen Fünf‐Jahres‐Vertrag, „der für beide Seiten ver­län­gerbar ist“, wie Sebas­tian Hazod betont. „Mir geht es auch darum, einen gemein­samen dra­ma­tur­gi­schen Bogen über eine Saison hinaus zu spannen“, sagt der SOV‐Geschäftsführer. So möchte er neben der Über­gabe von Korsten an McFall, zwi­schen denen ein gutes Ein­ver­nehmen besteht, auch auf dieser Ebene für Kon­ti­nuität sorgen.

 

Leo McFalls Erklä­rung im eng­li­schen Wort­laut:
‘I feel deeply hono­ured and happy to have been asked to be the new chief con­ductor of the SOV. Working with the orchestra twice last year was a won­derful expe­ri­ence for me, I felt a very natural con­nec­tion with the musi­cians. Their com­bi­na­tion of open­ness, energy and pure dedi­ca­tion to music is a gift for any con­ductor, and one that I will trea­sure and hope to enrich in the coming years. It is also a spe­cial honour for me to follow in the foots­teps of Gérard Korsten, a musi­cian who has inspired me deeply ever since I first saw him in 2006. Sebas­tian Hazod and I are already working tog­e­ther to make an inspi­ring  2020/21 season for our won­derful public, and I look for­ward enor­mously to being a part of that.’


Info: www.sov.at

 

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