Mohrenbrauerei

Mas­ter­plan für Mohren-Areal im Zen­trum von Dornbirn

Ziele sind Ver­dich­tung, bes­sere Ver­kehrs­füh­rung und Öff­nung der Brauerei

Dorn­birn, 13. November 2020 Ver­dich­tung, eine bes­sere Ver­kehrs­füh­rung und eine Öff­nung der Brauerei für Besu­che­rinnen und Besu­cher: Das sind wesent­liche Ergeb­nisse eines Pla­nungs­work­shops für das Mohren-Areal im Zen­trum von Dorn­birn. Drei Tage lang dis­ku­tierten Ver­treter der Moh­ren­brauerei mit Nach­barn, Ver­tre­tern der Stadt und Exper­tinnen und Experten eine gemein­same Vision für die lang­fris­tige Ent­wick­lung des Areals. In den nächsten Monaten wird nun ein Mas­ter­plan erarbeitet.

Seit mehr als 200 Jahren pro­du­ziert die Moh­ren­brauerei mitten im Zen­trum Dorn­birns ihr Bier. Das Betriebs­ge­lände direkt an der Stadt­straße ist auf mitt­ler­weile 25.000 Qua­drat­meter ange­wachsen. Dort pro­du­zieren 140 Mit­ar­bei­te­rinnen und Mit­ar­beiter 180.000 Hek­to­liter Bier pro Jahr. „Bei der Produktions- und Lager­ka­pa­zität stoßen wir bereits an unsere Grenzen“, schil­dert Geschäfts­führer Heinz Huber. „Obwohl die wirt­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gungen auch für uns der­zeit sehr schwierig sind, müssen wir uns schon jetzt über die wei­tere Ent­wick­lung Gedanken machen.“

Zu diesem Zweck lud die Brauerei ihre Nach­barn, Ver­treter der Stadt sowie Experten für Pro­duk­tion, Logistik, Tou­rismus und Mobi­lität zu einer drei­tä­gigen „Ent­wick­lungs­werk­statt“ ein. Sie wurde vom Wiener Büro non­con­form kon­zi­piert und mode­riert. Ziel war eine gemein­same Vision für die nächsten zehn Jahre.

Eck­punkte für Masterplan
Die wich­tigste Erkenntnis: Der Raum­be­darf der Brauerei lässt sich mit vielen Bedürf­nissen der Nach­barn und der Stadt­ent­wick­lung in Ein­klang bringen. Erreicht werden kann das im Wesent­li­chen durch Ver­dich­tung, also die Nut­zung freier Flä­chen im Areal sowie durch die Auf­sto­ckung ein­zelner Gebäudeteile.

Die Fahr­wege für An- und Aus­lie­fe­rung werden ver­ein­heit­licht, um den Ver­kehr im Gelände besser zu führen und so die Belas­tung zu redu­zieren. Die Moh­ren­brauerei will umwelt­freund­liche Mobi­li­täts­formen stärken, „auch wenn Bier­kisten nicht gerade zu den Gütern gehören, die man zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus nach Hause bringt“, so Co-Geschäftsführer Thomas Pachole. Hier werde man inno­va­tive Lösungen suchen.

Wich­tiges Ziel bei der Umge­stal­tung des Areals ist für das Tra­di­ti­ons­un­ter­nehmen auch die Öff­nung für Besu­che­rinnen und Besu­cher durch eine Erwei­te­rung der Biererlebniswelt.

Mutiger Pla­nungs­pro­zess
Die Dorn­birner Bür­ger­meis­terin Andrea Kauf­mann gra­tu­lierte bei der Abschlussprä­sen­ta­tion zum inno­va­tiven Pla­nungs­pro­zess: „Die Ent­schei­dung, Anrainer, Stadt und Experten schon zu Beginn einer Pla­nung an einen Tisch zu holen, war mutig. Das Ergebnis gibt dem Unter­nehmen recht.“ Für die Stadt Dorn­birn sei die Ent­wick­lung des Areals im Herzen der Stadt, direkt gegen­über von Fuß­gän­ger­zone und Rat­haus von großer Bedeutung.

Auch die Anrainer äußerten sich erfreut: „Es ist ein schönes Zei­chen guter Nach­bar­schaft, dass wir in dieser frühen Phase bereits ein­be­zogen wurden. Wir hoffen darauf, dass auch in Zukunft trans­pa­rent vor­ge­gangen wird und die Anliegen der Nach­barn berück­sich­tigt werden“, erklärt Gott­fried Waibel.

Grund­lage für wei­tere Schritte
„Die Situa­tion ist durch die Pan­demie der­zeit auch für uns nicht ein­fach“, betont Thomas Pachole. „Wir arbeiten gerade des­halb mit großem Enga­ge­ment an unserer Zukunfts­vi­sion für das Unter­nehmen und für das Areal.“ Auch er ist mit dem vor­lie­genden Ergebnis zufrieden: „Nach drei arbeits­in­ten­siven Tagen und der kon­struk­tiven Mit­ar­beit aller Betei­ligten haben wir eine gute Grund­lage, um einen detail­lierten Mas­ter­plan für unseren Pro­duk­ti­ons­standort aus­zu­ar­beiten.“ Der soll in den kom­menden Monaten ent­stehen. Im Anschluss sind ein Wid­mungs­an­trag an die Stadt und die Aus­lo­bung eines Archi­tek­tur­wett­be­werbes geplant.

Factbox
Mohrenbrauerei
Gründung: 1834
Gesellschafter: Familien Huber
Geschäftsführer: Heinz Huber, Mag. Thomas Pachole
Mitarbeiter/innen: 140
Umsatz 2018: 24 Millionen Euro
Bierproduktion: 180.000 Hektoliter/Jahr
Marktanteil in Vorarlberg: 53 Prozent

www.mohrenbrauerei.at

Wei­tere Informationen:
Moh­ren­brauerei, Sabrina Schneider, Mar­ke­ting, T +43 (0)5572 3777 135, sabrina.schneider@mohrenbrauerei.at

Pres­se­kon­takt:
Pzwei. Pres­se­ar­beit, Werner F. Sommer, T +43 (0)699 1025 4817, M werner.sommer@pzwei.at