Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee

Mehr als For­schung: W4 stärkt Wis­sens­transfer und gesell­schaft­liche Wirkung

Wis­sen­schafts­ver­bund stei­gert För­der­budget, gründet Zen­trum für Politik- und Gesell­schafts­be­ra­tung und lobt Impact Awards aus

Kon­stanz, 11. Mai 2026 – Der Wis­sen­schafts­ver­bund Vier­län­der­re­gion Bodensee (W4) blickt auf eine prä­gende För­der­pe­riode zurück und startet mit neuen Ange­boten in die Zukunft. Zwi­schen 2022 und 2025 eta­blierte der W4 24 hoch­schul­über­grei­fende Lehr­an­ge­bote mit 1.800 Teilnehmer*innen, warb erst­mals eigen­ständig Dritt­mittel in zwei­stel­liger Mil­lio­nen­höhe ein und setzte zahl­reiche Pro­jekte mit der Praxis um. 2026 setzt Europas größter hoch­schul­ar­ten­über­grei­fender Ver­bund diesen Kurs fort. Dafür sorgen unter anderem das neue Zen­trum für Politik- und Gesell­schafts­be­ra­tung CUBE, ein Inno­va­ti­ons­beirat, die Impact Awards sowie zusätz­lich ein­ge­wor­bene 2,2 Mil­lionen Euro für einen Fonds zur Stär­kung von Veränderungskompetenzen.

Zusam­men­ar­beit schafft Zukunft: Mit diesem Motto zieht der W4 Bilanz für den Zeit­raum 2022 bis 2025. In der Periode 2022 bis 2025 wurden 36 Pro­jekte mit einem Volumen von rund 3,18 Mil­lionen Euro geför­dert. Alle 25 Mit­glieds­hoch­schulen aus Deutsch­land, Liech­ten­stein, Öster­reich und der Schweiz pro­fi­tierten von der euro­pa­weit ein­zig­ar­tigen Voll­fi­nan­zie­rung. Mehr als die Hälfte der Pro­jekte wies einen direkten Pra­xis­bezug auf, 165 Partner*innen aus Unter­nehmen, Kom­munen, Bil­dungs­ein­rich­tungen und Orga­ni­sa­tionen aus der Zivil­ge­sell­schaft waren beteiligt.

Viele der ent­wi­ckelten Lösungen wirken nach dem Pro­jekt­ab­schluss weiter. Koope­ra­tionen über Länder- und Dis­zi­plin­grenzen hinweg stärken die Inno­va­ti­ons­kraft der Vier­län­der­re­gion nach­haltig“, sagt W4-Co-Geschäftsführerin Alex­andra Hassler. Ein Bei­spiel ist das Pro­jekt „Boden­see­Linked“. Die dort ent­wi­ckelte Ver­net­zungs­platt­form für Gründer*innen, Start-ups, Unter­nehmen und Hoch­schulen wird von der Volks­bank Bodensee-Oberschwaben wei­ter­ge­führt. „Für uns ist das ein gelun­genes Bei­spiel dafür, wie gemein­sames Denken in gemein­sames Han­deln über­geht“, sagt Thomas Stauber, Vor­sit­zender des Vor­stands der Volks­bank Bodensee‑Oberschwaben eG.

Neue For­mate und klare Ausrichtung
Mit höherem För­der­vo­lumen und gezielten Bera­tungs­an­ge­boten mobi­li­siert der W4 ab 2026 noch mehr krea­tives Poten­zial. „Wir ver­stehen uns als Ermög­li­cher, Ver­netzer und stra­te­gi­scher Partner. Unsere Mittel setzen wir gezielt dort ein, wo sie gesell­schaft­liche Wir­kung ent­falten”, sagt Co-Geschäftsführer Markus Rhomberg.

Neben den 4,5 Mil­lionen Euro der Inter­na­tio­nalen Bodensee-Konferenz (IBK) hat der W4 für die neue Periode bereits wei­tere 2,2 Mil­lionen Euro an För­der­mit­teln ein­ge­worben. Noch bis Mitte 2027 laufen die Labs zur Kreis­lauf­wirt­schaft, Mobi­lität und Internet of Things. Der W4 mobi­li­sierte dafür ins­ge­samt 11,7 Mil­lionen Euro aus dem EU-Förderprogramm Interreg VI Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein.

Viele Vor­haben, die 2022 ange­stoßen wurden, haben inzwi­schen Gestalt an­genommen und Wir­kung ent­faltet. Gleich­zeitig war 2025 ein Jahr der stra­te­gi­schen Wei­chen­stel­lung“, erklärt Sabine Rein, Vor­sit­zende des W4 und Prä­si­dentin der HTWG Hoch­schule Kon­stanz. „Mit 35 Maß­nahmen und klar hin­ter­legten Bud­gets haben wir die Grund­lage für die nächste Ent­wick­lungs­phase gelegt.“

Zu den zen­tralen Neue­rungen zählen die Grün­dung von CUBE, dem Zen­trum für wis­sen­schaft­liche Politik- und Gesell­schafts­be­ra­tung, die Ein­füh­rung der W4 Impact Awards, mit denen ab 2026 Pro­jekte mit beson­derer Wir­kung auf die Vier­län­der­re­gion Bodensee aus­ge­zeichnet werden, sowie der Aufbau eines Innovationsbeirats.

Zusam­men­ar­beit schafft Zukunft
Par­allel zum Start der neuen W4-Periode 2026 über­nahm der Kanton Zürich den Vor­sitz der IBK. Unter dem Fokus grenz­über­schrei­tender Nach­bar­schaft und lang­fris­tiger Zukunfts­bilder für das Jahr 2050 soll die Lebens­qua­lität für die rund 4,3 Mil­lionen Men­schen in der Vier­län­der­re­gion weiter gestärkt werden. Der W4 bringt dazu das Know-how von mehr als 20.000 For­schenden und 115.000 Stu­die­renden ein.

Die Vier­län­der­re­gion ver­fügt über großes wirt­schaft­li­ches, kul­tu­relles und gesell­schaft­li­ches Poten­zial“, sagt Ernst Sto­cker, Regie­rungsrat des Kan­tons Zürich und Vor­sit­zender der IBK. „Wenn wir Her­aus­for­de­rungen gemeinsam meis­tern, bleiben wir auch in Zukunft ein Magnet für Men­schen und Ideen. Der W4 leistet dazu einen wert­vollen Beitrag.“

Mehr Infor­ma­tionen: www.wissenschaftsverbund.org

 

Über den Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee
Der Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee (W4) ist Nachfolger der 2000 gegründeten Internationalen Bodensee-Hochschule (IBH). Der größte hochschulartenübergreifende Verbund Europas setzt sich aus 25 Hochschulen aus Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz zusammen. Die Mitglieder zählen rund 115.000 Studierende und mehr als 20.000 Forschende. Die länder- und hochschulübergreifenden Programme und Projekte werden mit Praxispartnern aus Wirtschaft und Gesellschaft realisiert.

 

Mitglieder des Wissenschaftsverbunds Vierländerregion Bodensee

Deutschland
Duale Hochschule Baden-Württemberg DHBW Ravensburg / Friedrichshafen
Hochschule Albstadt-Sigmaringen
Hochschule Furtwangen
Hochschule Kempten
Hochschule Konstanz HTWG
RWU Hochschule Ravensburg-Weingarten University of Applied Sciences
Pädagogische Hochschule Weingarten
Staatliche Hochschule für Musik Trossingen
Universität Konstanz
Zeppelin Universität Friedrichshafen

Liechtenstein
Universität Liechtenstein

Österreich
Fachhochschule Vorarlberg GmbH
Pädagogische Hochschule Vorarlberg
Stella Vorarlberg Privathochschule für Musik GmbH

Schweiz
HfH Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik
OST – Ostschweizer Fachhochschule
Pädagogische Hochschule Schaffhausen
Pädagogische Hochschule St.Gallen
Pädagogische Hochschule Thurgau
Pädagogische Hochschule Zürich
Hochschule für Logopädie Ostschweiz (hlo)
Universität St.Gallen (HSG)
Universität Zürich
ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Zürcher Hochschule der Künste ZHdK

 

Rück­fra­ge­hin­weis für die Redaktionen:
Wis­sen­schafts­ver­bund Vier­län­der­re­gion Bodensee, Prof. Dr. Markus Rhom­berg, +41/71/6770525, rhomberg@wissenschaftsverbund.org
Pzwei. Pres­se­ar­beit, Joshua Köb, +43/664/9682626, joshua.koeb@pzwei.at