Symphonieorchester Vorarlberg

Mit Kolja Bla­cher in die Saison 2020/21 des Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg

Jeweils Dop­pel­kon­zerte in Feld­kirch und Bre­genz / Schwer­punkt Leo­nard Bern­stein

Bre­genz, 14. Sep­tember 2020 – Kolja Bla­cher steht im Zen­trum der ersten Kon­zerte 2020/21. Der deut­sche Vio­li­nist führt das Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg auch als Diri­gent. Ein posi­tiver Aspekt dieses „Play-Lead“-Formats ist für SOV-Geschäftsführer Sebas­tian Hazod die grö­ßere Eigen­ver­ant­wor­tung für das Orchester. Auf dem Pro­gramm stehen Werke von Bern­stein, Haydn und Barber. Um die coro­nabe­dingte Abstands­regel ein­zu­halten, tritt das SOV in Feld­kirch (25./26.9.) und Bre­genz (27.9.) jeweils zweimal auf. 

Die Pan­demie ist noch nicht vorbei und spielt auch bei den ersten Kon­zerten der neuen Abo-Saison eine Rolle. Um die hohe Nach­frage zu bedienen und gleich­zeitig die vor­ge­schrie­benen Abstände zu wahren, gibt es je zwei Ter­mine in Feld­kirch und Bre­genz. Der Gar­de­ro­ben­ser­vice und die Pausen ent­fallen – so werden grö­ßere Men­schen­samm­lungen ver­mieden.

Blick nach vorn
Bei Geschäfts­führer Sebas­tian Hazod domi­niert die Vor­freude auf den Start: „Aus­gangs­punkt bei der Kon­zep­tion dieser Kon­zerte war die Bernstein-Serenade. Wir sind sehr glück­lich, sie Kolja Bla­cher auf­führen zu können, einem Künstler, der sich gerade mit diesem Werk in zahl­rei­chen Kon­zerten und Auf­nahmen aus­ge­zeichnet hat.“

Hazod schätzt die Genau­ig­keit und Kon­se­quenz des Ber­liner Vio­li­nisten. „Diese Eigen­schaften kommen beson­ders im ‚Play-Lead‘-Format zum Tragen“, erklärt Hazod. Dabei über­nimmt der Solist auch die Rolle des Diri­genten. Vor­teile sieht Hazod zum einen im direk­teren Draht zwi­schen Orchester und Solist. Zum anderen habe das Ensemble mehr Eigen­ver­ant­wor­tung. Mit „Play-Lead“ hat das SOV bereits gute Erfah­rungen gemacht – bei­spiels­weise bei der Eröff­nung der ver­gan­genen Spiel­zeit.

Gefragter Künstler
Kolja Bla­cher, Jahr­gang 1963, hat mit bedeu­tenden Orches­tern und Diri­genten zusam­men­ge­ar­beitet. Dazu zählen unter anderen die Ber­liner Phil­har­mo­niker, das Bal­ti­more Sym­phony Orchestra sowie Claudio Abbado, Kirill Petrenko und Mariss Jan­sons. In den ver­gan­genen fünf Jahren hat er mit „Play-Lead“-Konzerten einen neuen Schwer­punkt in seiner künst­le­ri­schen Arbeit gesetzt. Dieses immer stärker nach­ge­fragte Format hat er bei­spiels­weise mit dem Mel­bourne Sym­phony Orchestra, dem Orchestra Sin­fo­nica di Milano und der Came­rata Bern umge­setzt.

Fokus auf den Solo­part
Im Zen­trum der Kon­zerte steht Leo­nard Bern­stein (1918 – 1990) mit seiner „Sere­nade für Solo-Violine, Harfe, Schlag­werk und Streich­or­chester“. Ihre Urauf­füh­rung fand 1954 in Venedig statt, der Solist war Isaac Stern. In Vio­lin­kon­zerten der Klassik und Romantik stellt das Orchester das Haupt­thema vor. Bei Bern­steins Sere­nade ist es anders: In den ersten vier Sätzen über­nimmt die Solo-Violine die Rolle des „füh­renden Spre­chers“. Erst im letzten Satz über­nimmt das Orchester die Ein­lei­tung.

Zum Auf­takt erklingt Samuel Bar­bers „Adagio for Strings op. 11“. Der US-Amerikaner (1910 – 1981) gilt als Ver­treter der neu­ro­man­ti­schen Musik. Dieses Werk, sein popu­lärstes, geht auf eine Euro­pa­reise im Jahr 1936 zurück. Es beschäf­tigte ihn noch in den 1960er-Jahren, als er es wieder bear­bei­tete: dieses Mal für Chor und mit dem Text des „Agnus Dei“. Die emo­tio­nale Inten­sität des Stücks trug zu seiner Ver­brei­tung bei: Es wurde bei den Beer­di­gungen von John F. Ken­nedy und Grace Kelly gespielt und als Film­musik (Pla­toon, Die fabel­hafte Welt der Amélie) ver­wendet.

Eine Reise, in diesem Fall nach Eng­land, war auch die Grund­lage des Abschluss-Stücks. Für Joseph Haydn (1732 – 1809) begann dort eine Zeit, die ihm großen öffent­li­chen Erfolg brachte. Haydn nahm nicht nur aktiv am Lon­doner Musik­leben teil, son­dern lernte auch als Zuhörer viele Werke kennen. Beson­deren Ein­druck machten Hän­dels Ora­to­rien „Israel in Ägypten“ und „Der Mes­sias“ auf ihn. 1791 ent­stand seine Sym­phonie Nr. 95 als dritte der Lon­doner Sym­pho­nien.

Treues Publikum
Her­aus­heben möchte Sebas­tian Hazod die unge­bro­chen große Soli­da­rität der Abon­nen­tinnen und Abon­nenten: „Die über­wäl­ti­gende Zahl der­je­nigen, die gekaufte Tickets für die aus­ge­fal­lenen Abo-5-Konzerte nicht zurück­ge­for­dert haben, gibt uns starken Auf­wind.“ Nicht zuletzt diese Reak­tionen sowie wei­tere posi­tive Nach­richten seien der Antrieb des gesamten Orches­ters.

Info: www.sov.at

 

Mit der Bitte um Auf­nahme in den Ter­min­ka­lender:

Symphonieorchester Vorarlberg
Abo-Konzert 1 

Freitag, 25. September, 19.30 Uhr sowie Samstag, 26. September, 19.30 Uhr, Montforthaus Feldkirch
Sonntag, 27. September, 11.00 und 19.30 Uhr, Festspielhaus Bregenz

Kolja Blacher: Dirigent und Violine
Leonard Bernstein: Serenade nach Platons „Gastmahl“ für Solo-Violine, Streicher, Harfe und Schlagwerk

Karten:
Freier Kartenverkauf bei Bregenz Tourismus (0043/5574/4959), Montforthaus Feldkirch (0043/5522/73467), in allen Vorverkaufsstellen von v-ticket (events-vorarlberg.at) und allen Filialen der Volksbank Vorarlberg, direkt beim Symphonieorchester Vorarlberg (0043/5574/43447 | abo@sov.at) oder bequem aufs Handy über die Ticket Gretchen App.

Ermäßigungen für Schüler, Studenten, Ö1 Clubmitglieder und Menschen mit Behinderung.
Ticket Gretchen unter 27: 12 Euro ab 72 Stunden vor Konzertbeginn für alle unter 27 Jahren.

 

Rück­fra­ge­hin­weis für die Redak­tionen:
Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg, Sebas­tian Hazod, Telefon 0043/5574/43447, Mail sebastian.hazod@sov.at  
Pzwei. Pres­se­ar­beit, Thorsten Bayer, Telefon 0043/699/81223482, Mail thorsten.bayer@pzwei.at