Symphonieorchester Vorarlberg

Neue Akzente mit dem desi­gnierten Chef­di­ri­genten Leo McFall

Weit fort­ge­schrit­tene Pla­nungen / Lose Reihe an „Play and Conduct“-Konzerten

Bre­genz, 26. April 2019  – Zur Saison 2020/21 wird der gebür­tige Lon­doner Leo McFall Chef­di­ri­gent des Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg. Bereits zuvor wird er zu zwei Kon­zerten nach Vor­arl­berg kommen. Inhalt­lich setzt das SOV künftig auf ein „Play and Conduct“-Konzert pro Saison, die ein Solo­in­stru­men­ta­list anstelle eines Diri­genten leitet. Wei­tere Details erläu­terte McFall am heu­tigen Freitag per­sön­lich bei einem Pres­se­ge­spräch in Bre­genz.


Leo McFall (38) kennt Vor­arl­berg und sein Sym­pho­nie­or­chester gut. Mit seinem Vor­gänger Gérard Korsten arbei­tete er eng und gut zusammen, zwei SOV‐Produktionen lei­tete er bereits im Vor­jahr. An das erste per­sön­liche Treffen mit Leo McFall im Dezember 2018 denkt Man­fred Schnetzer gern zurück. „Ich habe Leo McFall zunächst im per­sön­li­chen Gespräch als beson­ders zuvor­kom­menden, höf­li­chen und in musi­ka­li­schen Belangen äußerst beschla­genen jungen Mann ken­nen­ge­lernt. In der Arbeit mit unserem Orchester und vor allem im Kon­zert war mir sein Poten­tial sofort augen­schein­lich. Die Ver­bin­dung zu den Musi­kern schien auf Anhieb zu stimmen“, sagte der SOV‐Präsident. Er zeigte sich froh, nach dem Wechsel auf dem Geschäftsführer‐Posten im Sep­tember auch eine zweite Schlüs­sel­stelle gut besetzt zu haben.

Keine Denk­ver­bote“
Leo McFall möchte das Reper­toire des SOV kon­ti­nu­ier­lich erwei­tern: „Zeit­ge­nös­si­sches und zu Unrecht in der Ver­sen­kung gera­tene Meis­ter­werke der Ver­gan­gen­heit werden Einzug in die Pro­gramme finden – jeweils in guter Ver­bin­dung zur großen sym­pho­ni­schen Lite­ratur der Wiener Klassik, der Romantik und der klas­si­schen Moderne.“ So solle es hin­sicht­lich des Reper­toires „keine Denk­ver­bote“ geben. „Meine ersten beiden Erfah­rungen mit dem Orchester waren phan­tas­tisch. Der Geist, der Wille zur Gestal­tung und die rasche Auf­fas­sungs­gabe suchen ihres­glei­chen“, schwärmt McFall. „Ich kann es kaum erwarten, in eine kon­ti­nu­ier­liche, gemein­same Arbeit mit den Musi­kern zu treten. Meine Vor­freude ist rie­sen­groß.“

Mit dem Briten ist ein Fünf‐Jahres‐Vertrag abge­schlossen, den beide Seiten ver­län­gern können. Trotz seines engen Ter­min­ka­len­ders wird er schon vor seiner ersten Saison als SOV‐Chefdirigent im April 2020 nach Vor­arl­berg kommen und zwei Kon­zerte mit Werken von Wagner, Berg und Tschai­kowsky leiten. Geschäfts­führer Sebas­tian Hazod schätzt den desi­gnierten Chef­di­ri­genten als jemanden, „der bei wie­der­holter Zusam­men­ar­beit immer mehr auf­blüht und noch besser wird. Das ver­spricht uns eine span­nende, gemein­same Zukunft!“ Die Pla­nungen für die Saison 2020/21 und dar­über hinaus seien bereits weit fort­ge­schritten.

Bruckner im Fokus
Inhalt­lich setzt das Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg neue Akzente. Dazu zählt eine lose „Play and Conduct“-Reihe, bei der ein Solo‐Instrumentalist auch die Rolle des Diri­genten über­nimmt. Nach dem noch zu voll­endenden Mahler‐Zyklus wird sich der Klang­körper künftig ver­stärkt mit Anton Bruckner beschäf­tigen – „aller­dings nicht in Form einer fixen Reihe wie der ‚9x9 Mahler‘, son­dern eher als grund­sätz­liche Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Kom­po­nisten Bruckner“, wie Hazod betonte. „Bruckner liegt mir sehr am Herzen, da dieser einen großen Teil meiner musi­ka­li­schen Heimat ein­nimmt. Als Leo den Vor­schlag unter­brei­tete, sich mit Bruckner zu beschäf­tigen, waren wir unmit­telbar auf einer Wel­len­länge.“

 

Info: www.sov.at


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