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LinkedIn wurde tiefgründiger
Ist es Ihnen schon aufgefallen: Die Reichweiten Ihrer Postings auf LinkedIn geht zurück und sie bekommen immer mehr Menschen in den Feed gespült, die sie gar nicht kennen. Die Ursache dafür ist 360Brew. Wir haben den Digital-B2B-Strategist unseres Vertrauens, Ritchie Pettauer, gefragt, was es damit auf sich hat.

Ritchie, was ist dieses 360Brew?
Bisher funktionierten LinkedIn wie die anderen Social-Media-Plattformen auch: Signalbasierte Algorithmen bestimmten, welche Inhalte – Postings, Jobs, Werbung usw. – die User:innen zu sehen bekommen. Solche Signale sind Likes, Kommentare, Shares usw. Mit Hashtags gab es noch eine semantische Komponente.
Und das ist jetzt nicht mehr so?
Nein. Jetzt gibt es mit 360Brew EIN „Foundation Model“, dass alle 30 Empfehlungen übernimmt. Es funktioniert ähnlich wie die Large Language Models, wurde an LinkedIn-Daten trainiert und kann Inhalte verstehen.
Was bedeutet das für LinkedIn-User:innen?
LinkedIn sieht seine Kernaufgabe darin, seine User:innen erfolgreicher zu machen. Es hilft dabei, den nächsten Job zu finden oder den nächsten Auftrag zu ergattern. Daher werden die User:innen anhand der Infos in ihrem Profil und ihrer Aktionen auf der Plattform in Schubladen gesteckt. Das hat beispielsweise zur Folge, dass im Feed weniger Postings von eigenen Kontakten, aber mehr von einschlägigen Fachleuten auftauchen.
LinkedIn kreiert also eine „Fach-Bubble“?
Das könnte man so sagen.
Was bedeutet das für den Content?
Hashtags werden irrelevant, das Spicken von Texten mit Keywords genauso. Wie gesagt: Die Maschine versteht Inhalte.
Wie wirkt sich 360Brew auf die Reichweiten aus?
Bei den Reichweiten lässt sich ein massiver Rückgang feststellen. Im Durchschnitt sind sie in den letzten 24 Monaten um 70 Prozent zurückgegangen, wobei LinkedIn bei kleineren Firmenseiten etwas gnädiger ist. Schließlich soll die Vielfalt nicht leiden.
Müssen die Betreiber von LinkedIn-Firmenseiten jetzt die Strategie ändern?
Nicht zwangsläufig. Nachdem immer mehr Menschen mit KI suchen und LinkedIn eine wichtige Rolle spielt, ist eine Firmenseite praktisch Pflicht. Wiewohl die Postings auf der Firmenseite einen geringen Anteil im Feed der User:innen haben, der im einstelligen Prozentbereich liegt. Wenn die eigenen Mitarbeiter Unternehmensinhalte verbreiten, ist das schon besser. Wenn sie sich als thematisch profilierte Corporate Infuencer:innen betätigen, ist das nach wie vor die Königsklasse.
Apropos KI: Verdirbt sie die Qualität der Plattform?
Im Fall von 360Brew ist das Gegenteil der Fall: KI hilft in Form des Foundations Models dabei, dem KI-Wahn Einhalt zu gebieten. Wer gegen die Plattform-Richtlinien verstößt, in dem er etwa KI einsetzt, um massenweise Kommentare abzusetzen, wird künftig sanktioniert.
Übrigens: Wieso „360Brew“?
„360“ wird wohl, im Sinne der Gradanzahl eines Kreises, für den umfassenden Anspruch stehen. Bei „Brew“ muss ich raten: vielleicht, weil sich das Modell aus 150 Milliarden Parametern seine Empfehlungen zusammenbraut. LinkedIn hält sich da sehr bedeckt und der einzige wissenschaftliche Artikel zum Thema wurde zurückgezogen.
Wer es noch genauer und „technischer“ wissen will, kann es online nachlesen. Wer Lust hat, mit unserer Unterstützung seine Community durch informativen Content auf- oder auszubauen, setzte sich mit uns in Kontakt!
Ist es Ihnen schon aufgefallen: Die Reichweiten Ihrer Postings auf LinkedIn geht zurück und sie bekommen immer mehr Menschen in den Feed gespült, die sie gar nicht kennen. Die Ursache dafür ist 360Brew. Wir haben den Digital-B2B-Strategist unseres Vertrauens, Ritchie Pettauer, gefragt, was es damit auf sich hat.

Ritchie, was ist dieses 360Brew?
Bisher funktionierten LinkedIn wie die anderen Social-Media-Plattformen auch: Signalbasierte Algorithmen bestimmten, welche Inhalte – Postings, Jobs, Werbung usw. – die User:innen zu sehen bekommen. Solche Signale sind Likes, Kommentare, Shares usw. Mit Hashtags gab es noch eine semantische Komponente.
Und das ist jetzt nicht mehr so?
Nein. Jetzt gibt es mit 360Brew EIN „Foundation Model“, dass alle 30 Empfehlungen übernimmt. Es funktioniert ähnlich wie die Large Language Models, wurde an LinkedIn-Daten trainiert und kann Inhalte verstehen.
Was bedeutet das für LinkedIn-User:innen?
LinkedIn sieht seine Kernaufgabe darin, seine User:innen erfolgreicher zu machen. Es hilft dabei, den nächsten Job zu finden oder den nächsten Auftrag zu ergattern. Daher werden die User:innen anhand der Infos in ihrem Profil und ihrer Aktionen auf der Plattform in Schubladen gesteckt. Das hat beispielsweise zur Folge, dass im Feed weniger Postings von eigenen Kontakten, aber mehr von einschlägigen Fachleuten auftauchen.
LinkedIn kreiert also eine „Fach-Bubble“?
Das könnte man so sagen.
Was bedeutet das für den Content?
Hashtags werden irrelevant, das Spicken von Texten mit Keywords genauso. Wie gesagt: Die Maschine versteht Inhalte.
Wie wirkt sich 360Brew auf die Reichweiten aus?
Bei den Reichweiten lässt sich ein massiver Rückgang feststellen. Im Durchschnitt sind sie in den letzten 24 Monaten um 70 Prozent zurückgegangen, wobei LinkedIn bei kleineren Firmenseiten etwas gnädiger ist. Schließlich soll die Vielfalt nicht leiden.
Müssen die Betreiber von LinkedIn-Firmenseiten jetzt die Strategie ändern?
Nicht zwangsläufig. Nachdem immer mehr Menschen mit KI suchen und LinkedIn eine wichtige Rolle spielt, ist eine Firmenseite praktisch Pflicht. Wiewohl die Postings auf der Firmenseite einen geringen Anteil im Feed der User:innen haben, der im einstelligen Prozentbereich liegt. Wenn die eigenen Mitarbeiter Unternehmensinhalte verbreiten, ist das schon besser. Wenn sie sich als thematisch profilierte Corporate Infuencer:innen betätigen, ist das nach wie vor die Königsklasse.
Apropos KI: Verdirbt sie die Qualität der Plattform?
Im Fall von 360Brew ist das Gegenteil der Fall: KI hilft in Form des Foundations Models dabei, dem KI-Wahn Einhalt zu gebieten. Wer gegen die Plattform-Richtlinien verstößt, in dem er etwa KI einsetzt, um massenweise Kommentare abzusetzen, wird künftig sanktioniert.
Übrigens: Wieso „360Brew“?
„360“ wird wohl, im Sinne der Gradanzahl eines Kreises, für den umfassenden Anspruch stehen. Bei „Brew“ muss ich raten: vielleicht, weil sich das Modell aus 150 Milliarden Parametern seine Empfehlungen zusammenbraut. LinkedIn hält sich da sehr bedeckt und der einzige wissenschaftliche Artikel zum Thema wurde zurückgezogen.
Wer es noch genauer und „technischer“ wissen will, kann es online nachlesen. Wer Lust hat, mit unserer Unterstützung seine Community durch informativen Content auf- oder auszubauen, setzte sich mit uns in Kontakt!


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