Pzwei. Blog.
Pressearbeit in Zeiten von KI
Unabhängig von Hype und Blase: Generative KI wird bleiben und unsere Kommunikation verändern. Was bedeutet das für Unternehmen und ihre Öffentlichkeitsarbeit? Qualität wird Pflicht, Relevanz schlägt Masse und ehrliche Beratung bewahrt Markenwerte.
Reden wir nicht lange um den heißen Brei herum: Mit Large Language Models wie ChatGPT, Claude, Copilot, Gemini und Co. kann jedes Unternehmen selbst passable Pressetexte erstellen und an Medien versenden – ohne eigene PR-Abteilung oder professionelle PR-Agentur. Aber werden die generierten Presseaussendungen von Redaktionen aufgegriffen, von KI-Modellen als Quellen genutzt und von Leser:innen wahrgenommen?
Die Antwort lautet meistens: Nein.
Sie gehen in der Masse unter, verstopfen Postfächer und verpuffen im digitalen Äther – Stichwort Slop. Oft ist das sogar besser für die Marke. Schließlich vergisst das Netz keine Peinlichkeit. Wer beim Dampfplaudern erwischt wird, Beliebigkeiten aneinanderreiht oder seine Werte verrät, verliert Vertrauen. Und wenn das einmal weg ist, wird’s schwierig. Bullshit-Bingo, Floskeln und Wiederholungen werden von Mensch und Algorithmus bestraft. Schlimmer als der Shitstorm ist die Bedeutungslosigkeit.
CEO, bleib bei deinem Leisten
Auch wenn die Abos teurer werden, ist KI-Texte produzieren (noch) relativ billig. Sehen wir mal vom Ressourcenverbrauch und der kostbaren Arbeitszeit der fleißig promptenden Verantwortlichen ab. Wenn sich CEO, Geschäftsführerin, Marketingleiter oder HR-Chefin mit dem Bot ans Werk machen, muss man sich das leisten wollen. Die Stunde der (Kosten-)Wahrheit schlägt sowieso erst später. Greifen meine Zielmedien die Meldung auf?
Ohne Effekt ist die scheinbar mühelose Mühe ein Verlustgeschäft. Rechnen wir jetzt noch die Zeit fürs Prompten und die Kosten für die Tokens obendrauf. Wirksame Pressearbeit ist eben nicht nur reine Textarbeit. Sie identifiziert relevante Inhalte, fordert glaubwürdige Aussagen und belegbare Fakten und verfolgt eine Kommunikationsstrategie mit klarem Profil. Dazu braucht es Gespür für Geschichten, Präzision und Kürze, den Blick fürs große Ganze, gute Beziehungen mit Journalist:innen und vor allem ehrliche Beratung. Dazu gehört auch mal ein „Nein, so geht es nicht“. Genau daran scheitert die KI, bevor auch nur ein Wort geschrieben steht.

Quellen, SEO und GEO
Bleiben wir im digitalen Raum. Die Wende von der Keyword-Suchmaschine zum fragenbasierten KI-Modus macht seriöse Quellen und einzigartige Inhalte noch wichtiger. KI-Systeme setzen auf Glaubwürdigkeit und Objektivität. Sie zitieren vor allem zuverlässige und unabhängige Quellen. Laut Studien1 bevorzugen sie redaktionelle Berichte auf fachlich relevanten Medien-Websites, Newsrooms auf der Unternehmenswebsite sowie Blogs und Branchenplattformen mit Expertise zum jeweiligen Fachgebiet. Sie greifen aber auch auf Social-Media-Kanäle zurück.
Suchmaschinenoptimierte Websites (SEO) und Google Ads reichen nicht mehr aus. GEO (Generative Engine Optimization) verspricht mehr Präsenz in KI-Antworten. Das klingt komplizierter als es ist, denn es ist im Grunde „nur“ das Ergebnis guter Öffentlichkeitsarbeit. Wer die eigenen Kanäle pflegt und sich und seine Leistungen auch über redaktionelle Berichterstattung präsentiert, macht vieles richtig.
Tipp: Die Lücken der KI nutzen. Gerade da, wo Trainingsdaten rar sind, können gut aufbereitete Informationen punkten. Nischen, neue Produkte und Sonderlösungen sind im Vorteil.
Warum ist gute Pressearbeit in der KI-Ära so wichtig?
Sprachmodelle skalieren die Austauschbarkeit: viel Content, wenig Wirkung. Das frustriert. Wer in Zeiten von KI gesehen werden will, braucht einzigartige Inhalte und ein klares Profil. Ecken und Kanten statt Weichzeichner. Maßgeschneiderte Pressearbeit, die echte Themen erkennt, Inhalte erklärt, strukturiert und zielgerichtet verteilt, schafft bleibende Wirkung. Bei der Umsetzung dürfen PR-Profis wie wir von Pzwei natürlich auch KI nutzen – mit Maß, Ziel und Vernunft. Wer weiß, wie gute Texte funktionieren, was sich Redaktionen wünschen und wo die KI an ihre Grenzen stößt, schafft mit dem Werkzeug ein besseres Ergebnis.
Quellen:
1 Muck Rack, University of Toronto, Carnegie Mellon University, University of California, Berkeley, Columbia University/Massachusetts Institute of Technology.
Unabhängig von Hype und Blase: Generative KI wird bleiben und unsere Kommunikation verändern. Was bedeutet das für Unternehmen und ihre Öffentlichkeitsarbeit? Qualität wird Pflicht, Relevanz schlägt Masse und ehrliche Beratung bewahrt Markenwerte.
Reden wir nicht lange um den heißen Brei herum: Mit Large Language Models wie ChatGPT, Claude, Copilot, Gemini und Co. kann jedes Unternehmen selbst passable Pressetexte erstellen und an Medien versenden – ohne eigene PR-Abteilung oder professionelle PR-Agentur. Aber werden die generierten Presseaussendungen von Redaktionen aufgegriffen, von KI-Modellen als Quellen genutzt und von Leser:innen wahrgenommen?
Die Antwort lautet meistens: Nein.
Sie gehen in der Masse unter, verstopfen Postfächer und verpuffen im digitalen Äther – Stichwort Slop. Oft ist das sogar besser für die Marke. Schließlich vergisst das Netz keine Peinlichkeit. Wer beim Dampfplaudern erwischt wird, Beliebigkeiten aneinanderreiht oder seine Werte verrät, verliert Vertrauen. Und wenn das einmal weg ist, wird’s schwierig. Bullshit-Bingo, Floskeln und Wiederholungen werden von Mensch und Algorithmus bestraft. Schlimmer als der Shitstorm ist die Bedeutungslosigkeit.
CEO, bleib bei deinem Leisten
Auch wenn die Abos teurer werden, ist KI-Texte produzieren (noch) relativ billig. Sehen wir mal vom Ressourcenverbrauch und der kostbaren Arbeitszeit der fleißig promptenden Verantwortlichen ab. Wenn sich CEO, Geschäftsführerin, Marketingleiter oder HR-Chefin mit dem Bot ans Werk machen, muss man sich das leisten wollen. Die Stunde der (Kosten-)Wahrheit schlägt sowieso erst später. Greifen meine Zielmedien die Meldung auf?
Ohne Effekt ist die scheinbar mühelose Mühe ein Verlustgeschäft. Rechnen wir jetzt noch die Zeit fürs Prompten und die Kosten für die Tokens obendrauf. Wirksame Pressearbeit ist eben nicht nur reine Textarbeit. Sie identifiziert relevante Inhalte, fordert glaubwürdige Aussagen und belegbare Fakten und verfolgt eine Kommunikationsstrategie mit klarem Profil. Dazu braucht es Gespür für Geschichten, Präzision und Kürze, den Blick fürs große Ganze, gute Beziehungen mit Journalist:innen und vor allem ehrliche Beratung. Dazu gehört auch mal ein „Nein, so geht es nicht“. Genau daran scheitert die KI, bevor auch nur ein Wort geschrieben steht.

Quellen, SEO und GEO
Bleiben wir im digitalen Raum. Die Wende von der Keyword-Suchmaschine zum fragenbasierten KI-Modus macht seriöse Quellen und einzigartige Inhalte noch wichtiger. KI-Systeme setzen auf Glaubwürdigkeit und Objektivität. Sie zitieren vor allem zuverlässige und unabhängige Quellen. Laut Studien1 bevorzugen sie redaktionelle Berichte auf fachlich relevanten Medien-Websites, Newsrooms auf der Unternehmenswebsite sowie Blogs und Branchenplattformen mit Expertise zum jeweiligen Fachgebiet. Sie greifen aber auch auf Social-Media-Kanäle zurück.
Suchmaschinenoptimierte Websites (SEO) und Google Ads reichen nicht mehr aus. GEO (Generative Engine Optimization) verspricht mehr Präsenz in KI-Antworten. Das klingt komplizierter als es ist, denn es ist im Grunde „nur“ das Ergebnis guter Öffentlichkeitsarbeit. Wer die eigenen Kanäle pflegt und sich und seine Leistungen auch über redaktionelle Berichterstattung präsentiert, macht vieles richtig.
Tipp: Die Lücken der KI nutzen. Gerade da, wo Trainingsdaten rar sind, können gut aufbereitete Informationen punkten. Nischen, neue Produkte und Sonderlösungen sind im Vorteil.
Warum ist gute Pressearbeit in der KI-Ära so wichtig?
Sprachmodelle skalieren die Austauschbarkeit: viel Content, wenig Wirkung. Das frustriert. Wer in Zeiten von KI gesehen werden will, braucht einzigartige Inhalte und ein klares Profil. Ecken und Kanten statt Weichzeichner. Maßgeschneiderte Pressearbeit, die echte Themen erkennt, Inhalte erklärt, strukturiert und zielgerichtet verteilt, schafft bleibende Wirkung. Bei der Umsetzung dürfen PR-Profis wie wir von Pzwei natürlich auch KI nutzen – mit Maß, Ziel und Vernunft. Wer weiß, wie gute Texte funktionieren, was sich Redaktionen wünschen und wo die KI an ihre Grenzen stößt, schafft mit dem Werkzeug ein besseres Ergebnis.
Quellen:
1 Muck Rack, University of Toronto, Carnegie Mellon University, University of California, Berkeley, Columbia University/Massachusetts Institute of Technology.


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