Vorarlberger Landeskonservatorium

PulsArt baut Berüh­rungs­ängste mit Neuer Musik ab


Kon­zert am 10. Oktober / Urauf­füh­rung des VLK-Absolventen Martin Skamletz

Feld­kirch, 30. Sep­tember 2021 – Zwei Vor­arl­berger stehen im Fokus des nächsten PulsArt-Konzertes am 10. Oktober. Martin Skam­letz, der im Herbst sein Stu­dium bei Her­bert Willi abschließt, erlebt die Urauf­füh­rung seines Kon­zertes für Flöte und drei­zehn Instru­mente. Außerdem erklingen im Fest­saal des Vor­arl­berger Lan­des­kon­ser­va­to­riums Werke von Morton Feldman und Linda Catlin Smith. PulsArt ist das Ensemble für Neue Musik am VLK.

PulsArt widmet sich in seiner bereits vierten Saison der sti­lis­ti­schen Band­breite der Musik des 20. und 21. Jahr­hun­derts. „Mit PulsArt bringen wir Komponist*innen und Musiker*innen zusammen. Stu­die­rende erar­beiten Musik gemeinsam mit den Komponist*innen. Eine unschätzbar große Erfah­rung für die jungen Musiker*innen des Vor­arl­berger Lan­des­kon­ser­va­to­riums!“, betont Direktor Jörg Maria Ort­wein. Die PulsArt-Konzerte sind zu einer festen Ein­rich­tung in der Vor­arl­berger Kul­tur­land­schaft geworden und werden auch in Zukunft ein inter­es­siertes Publikum finden.

Bei­spiel­hafte Meis­ter­werke und Komponist*innen der Region bekommen immer wieder eine Platt­form. Dieser Ansatz wird beson­ders beim nächsten Kon­zert am 10. Oktober deut­lich, bei dem die Werke von zwei Kom­po­nisten mit Vor­arl­berger Wur­zeln im Mit­tel­punkt stehen.

Unver­zicht­bare Impulse von Her­bert Willi
Her­bert Willi ist Grün­dungs­vater und seit Jahren unver­zicht­barer Impuls­geber für das Ensemble PulsArt. „Her­bert Willi hat eine große Bega­bung im Umgang mit jungen Men­schen. Es sind immer beson­dere Glücks­mo­mente für die Stu­die­renden, wenn er bei den Proben anwe­send ist. Er führt sie gekonnt an seine Musik heran, nimmt Berüh­rungs­ängste und weckt die Moti­va­tion, sich mit Neuer Musik zu beschäf­tigen und genau hin­zu­hören“, erklärt Ben­jamin Lack, der künst­le­ri­sche Leiter von PulsArt.

Willis Werke waren bei­spiels­weise in der Car­negie Hall in New York, in der Lon­doner Royal Albert Hall und bei den Salz­burger Fest­spielen zu hören. Er arbei­tete mit Diri­genten wie Claudio Abbado, Ric­cardo Muti und Kirill Petrenko zusammen. Im Auf­trag des Opern­hauses Zürich schrieb er die 1996 urauf­ge­führte Oper „Schlafes Bruder“ – die musi­ka­li­sche Umset­zung des lite­ra­ri­schen Stoffes, der in seiner Mon­ta­foner Heimat spielt. Als Leh­render für Kom­po­si­tion am Vor­arl­berger Lan­des­kon­ser­va­to­rium hat er unzäh­lige Komponist*innen der Region geprägt und geför­dert, zum Bei­spiel Markus Nigsch oder Raphael Lins.

Martin Skam­letz‘ Meisterstück
Martin Skam­letz stu­diert seit 2015 Kom­po­si­tion bei Her­bert Willi am Vor­arl­berger Lan­des­kon­ser­va­to­rium und schließt sein Stu­dium heuer ab. Der 51-Jährige gebür­tige Vor­arl­berger unter­richtet selbst Musik­theorie am VLK und lehrt an der Musik­hoch­schule Bern. Das von PulsArt urauf­ge­führte Stück „Kon­zert für Flöte und drei­zehn Instru­mente“ ist sein Prü­fungs­werk. Der Flö­tist, der sich gern mit his­to­ri­scher Auf­füh­rungs­praxis beschäf­tigt, hat es auch der Flöte gewidmet. Als Solistin bei Skam­letz‘ Werk tritt Héléna Macherel auf. Sie stu­diert in der Klasse von Nol­wenn Bargin.

Bewusste Ent­schei­dung für eine Komponistin
Außerdem erklingt „Path of Uneven Stones for Solo Piano and Ensemble“ aus der Feder von Linda Catlin Smith. „Werke zeit­ge­nös­si­scher Kom­po­nis­tinnen auf­zu­führen und ihnen so gleich­wertig zu ihren männ­li­chen Kol­legen einen Platz im Kanon der Neuen Musik zu geben, ist für PulsArt selbst­ver­ständ­lich“, erklärt Jörg Maria Ort­wein. Die kana­di­sche Kom­po­nistin, die in New York City zur Welt kam, wurde 1997 mit dem Hunter Foun­da­tion Award aus­ge­zeichnet. Acht Jahre später erhielt sie für die Kom­po­si­tion „Gar­land“ den Jules Léger Prize. Mit dem Kom­po­nisten Morton Feldman (1926 – 1987) ist auch einer ihrer Lehrer zu hören. Das Ensemble PulsArt spielt mit „The Viola in my life 2“ ein Repertoire-Stück der Neuen Musik. Hier ist die zweite Solistin bei dieser Matinee zu hören: die Brat­schistin Imgesu Tekerler (Klasse Klaus Christa).

 

FACTBOX

PulsArt

Sonntag, 10. Oktober 2021, 11.00 Uhr
Festsaal Vorarlberger Landeskonservatorium

Ensemble für Neue Musik am Vorarlberger Landeskonservatorium

Flöte: Héléna Macherel
Viola: Imgesu Tekerler
Leitung: Benjamin Lack

Programm

Morton Feldman
The Viola in my life 2

Martin Skamletz
Konzert für Flöte und dreizehn Instrumente (2021, UA)

Linda Catlin Smith
Path of Uneven Stones for Solo Piano and Ensemble

Herbert Willi
Für 16, Kleines Kammerorchester
1. Satz
2. Satz


Kartenvorverkauf

Tickets zu € 17,- (ermäßigte Eintrittskarten zu € 12,00 für Schüler*innen, Student*innen, Senior*innen, Mitglieder unterstützender Vereine und Ö1-Clubmitglieder).
Eintrittskarten unter www.v-ticket.at oder Tel. +43(0)5522 73467 und in den Vorverkaufsstellen (Tourismus- und Kartenbüro Feldkirch, Dornbirn Tourismus, Bregenz Tourismus) sowie an der Tageskassa

 

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