PV-Expert:innen: Pläne für neue Photovoltaik-Förderung unzureichend
25.000 Projekte werden übergangen – auch in Zukunft keine Sicherheit für Kund:innen
Wien/Röthis, 21. August 2026 — Als „völlig unzureichend“ bezeichnet der führende PV-Anbieter in Westösterreich, Hansesun, die vorgelegten Pläne für die neue Photovoltaik-Förderung. 25.000 bereits vorliegende Projekte verlieren damit die Chance auf eine Förderung, kritisiert Hansesun-Marketingleiter Andreas Müller. „Auch künftig haben Kund:innen keine Sicherheit, ob sie eine Förderung erhalten.“ Hansesun fordert gemeinsam mit anderen Branchenexpert:innen eine einfache steuerliche Begünstigung für Photovoltaik-Anlagen in Form eines Klima-Investitionsfreibetrags.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer hat seine Pläne für die neue Photovoltaik-Förderung ab 2027 vorgestellt. Sie sehen eine Förderung nur mehr für Batteriespeicher und Energie-Managementsysteme vor. Die Photovoltaik-Anlagen selbst werden nicht mehr gefördert. Die Abwicklung erfolgt nach dem Modell des Handwerkerbonus.
„Die Bundesregierung lässt 25.000 Menschen im Stich, die etwas für den Klimaschutz tun wollen“, kritisiert der Marketingleiter von Hansesun Austria, Andreas Müller. Denn 25.000 Photovoltaik-Projekte stehen seit dem letzten Fördercall auf der Warteliste für die PV-Förderung. „Fast alle werden leer ausgehen“, schildert Müller. Die meisten bestehenden Projekte können nach den neuen Förderkriterien nicht mehr eingereicht werden.
Risiko liegt bei Kund:innen
Dass künftig nur Anlagen gefördert werden, die netzdienlich betrieben werden können, ist für Hansesun nachvollziehbar. Unklar bleibt, warum es auch künftig keine Gewissheit für die Kundinnen und Kunden geben soll, ob sie eine Förderung erhalten. Eingereicht werden kann der Förderantrag erst mit der Schlussrechnung.
„Erst wenn die Anlage gebaut ist, stellt sich heraus, ob man eine Förderung bekommt oder ob der Fördertopf bereits leer ist“, sagt der Sprecher des größten Photovoltaik-Anbieters in Vorarlberg und Tirol. „Wir brauchen eine Lösung mit Sicherheit für die Kund:innen, Planbarkeit für die Branche und einer unbürokratischen Abwicklung.“
Steuerliche Anreize schaffen
Einen Vorschlag für eine zukunftsorientierte PV-Förderung hatten Vertreter:innen der Photovoltaik-Branche zuletzt an Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner übergeben: ein Klima-Investitionsfreibetrag mit fünf Jahren Laufzeit, der für die Hälfte der Investitionskosten geltend gemacht werden kann.
Für eine typische PV-Anlage mit Batteriespeicher und Investitionen von 20.000 Euro brächte der Klima-Investitionsfreibetrag rund 2500 Euro Steuerersparnis. Allein die Umsatzsteuer-Einnahmen für eine solche Anlage liegen bei 4000 Euro, dazu kommen Steuereinnahmen auf die Löhne und Gehälter der beteiligten Unternehmen. Über den Bau zusätzlicher Anlagen würde sich das System komplett selbst finanzieren.
„Ein solcher Impuls ist für den Ausbau der Photovoltaik in Österreich dringend nötig. Nur so schaffen wir die Klimaziele“, ist Andreas Müller überzeugt. Hansesun hofft nun auf die Parteiengespräche für die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit, „um doch noch eine gute Lösung für alle zu erreichen“.
Beispielrechnung für den Klima-Investitionsfreibetrag
Typische Photovoltaikanlage inklusive Batteriespeicher im Privatbereich:
- Investitionskosten für PV-Anlage und Speicher: 20.000 Euro
— davon 50 %: 10.000 Euro
— Klima-Investitionsfreibetrag pro Jahr bei Verteilung auf 5 Jahre: 2.000 Euro
— Steuerersparnis: 500 Euro pro Jahr
(bei einem durchschnittlichen Einkommenssteuersatz von 25 %)
— gesamte Steuerersparnis über 5 Jahre: 2.500 Euro
Rückfragehinweis für die Redaktionen:
Hansesun Austria GmbH, Andreas Müller, +43/664/88685520, andreas.mueller@hansesun.at
Pzwei. Pressearbeit, Wolfgang Pendl, +43/699/10016399, wolfgang.pendl@pzwei.at

