familieplus

Radeln ohne Alter“ in der familieplus-Gemeinde Wol­furt nimmt Fahrt auf

Rikscha-Ausflüge erfreuen sich großer Beliebt­heit

Wol­furt, 5. August 2020 – Die familieplus-Gemeinde Wol­furt startet mit dem Pro­jekt „Radeln ohne Alter“ durch. Die Rikscha-Ausfahrten ermög­li­chen Senio­rinnen und Senioren sowie Men­schen, die in der Mobi­lität ein­ge­schränkt sind, aktiv zu sein. Wol­furt und vier wei­tere familieplus-Gemeinden för­dern mit den Rik­schas ein Mit­ein­ander der Genera­tionen und umwelt­freund­liche Mobi­lität.

Die familieplus-Gemeinde Wol­furt hat im Spät­herbst 2019 ihre erste Fahrrad-Rikscha bekommen und star­tete im Früh­jahr 2020 neu in das Pro­jekt „Radeln ohne Alter“. Bis durch das Coro­na­virus eine Pause ein­ge­legt werden musste. Ein­zel­schu­lungen der frei­wil­ligen „Pilo­tinnen und Piloten“ (Rikscha-FahrerInnen) konnten ab Ende Mai wieder durch­ge­führt werden. „Die Senio­rinnen und Senioren sowie Men­schen, die in ihrer Mobi­lität ein­ge­schränkt sind, sollen ver­stärkt ins Orts­ge­schehen ein­ge­bunden sein und neue Per­spek­tiven erhalten“, erklärt Pro­jekt­lei­terin Manuela Bund­schuh. Die frei­wil­ligen „Pilo­tinnen und Piloten“ unter­nehmen mit den Fahr­gästen Aus­flüge und Rund­fahrten, unter anderem auch mit Bewoh­ne­rinnen und Bewoh­nern des Senio­ren­heimes Wol­furt. Auf­grund der Corona-Situation fahren die Piloten der­zeit jedoch aus­schließ­lich mit Fami­li­en­mit­glie­dern.

Bewusstes und lang­sames Radeln mit der Rik­scha
In den ver­gan­genen Wochen und Monaten erlernten 17 Frei­wil­lige in einer Ein­schu­lung den sicheren Umgang mit der Rik­scha. „Radeln ohne Alter“ basiert neben Groß­zü­gig­keit und Freund­lich­keit auf vier wei­teren Prin­zi­pien: „Die Pas­sa­giere sind ein­ge­laden, ihre Lebens­ge­schichten und Erfah­rungen zu teilen. So ent­stehen wert­volle Bezie­hungen zwi­schen Piloten und Pas­sa­gieren und His­to­ri­sches aus der Gemeinde wird lebendig“, sagt Manuela Bund­schuh. Das Wich­tigste sei, langsam zu radeln, um die Umge­bung bewusst zu erleben, sich Zeit zu nehmen und zuzu­hören sowie unter anderem mit Piloten und Pas­santen in Kon­takt zu kommen. „Die Mit­fah­renden sollen den Moment genießen und Orte ent­de­cken mit denen sie beson­dere Erleb­nisse ver­binden“, führt Manuela Bund­schuh weiter aus.

Weißt du noch, damals …
Andreas Gor­bach, frei­wil­liger Pilot bei „Radeln ohne Alter“ und Inhaber des Café Restau­rants Shanti in Wol­furt, hat bisher nur posi­tive Erfah­rungen gemacht: „Man kann Bereiche abfahren, an welche die Men­schen sonst nicht mehr hin­kommen oder mit dem Auto schwer zu errei­chen sind. Wir zeigen ihnen dann, was sich im Ort ver­än­dert hat und weisen sie bewusst darauf hin. So kom­mu­ni­zieren wir mit ihnen über ihre Erleb­nisse und Erfah­rungen.“ Weiter berichtet er: „Erst kürz­lich bin ich mit meiner 80-jährigen Mutter und meinem 89-jährigen Schwie­ger­vater eine Runde mit der Rik­scha gefahren und über­lege mir dabei auch bewusst neue Stre­cken.“ Im Hoch­sommer werde weniger gefahren, da es mit dem Son­nen­vi­sier schwie­riger ist, sich zu unter­halten und die Rik­scha sicher zu steuern. Im Herbst solle es gene­rell wieder mehr Aus­fahrten geben.

familieplus-Gemeinden sind Rikscha-Standorte
Öster­reich­weit gibt es rund 20 Fahrradrikscha-Initiativen, in Vor­arl­berg nehmen der­zeit neun Gemeinden teil. Dar­unter sind die familieplus-Gemeinden Wol­furt, Hard, Bre­genz, Dorn­birn und Feld­kirch. Radeln ohne Alter in Öster­reich ist Teil der 2012 gegrün­deten inter­na­tio­nalen Bewe­gung „Cycling Without Age“ in Kopen­hagen, Däne­mark. Die Rikscha-Ausfahrten sind immer kos­tenlos.

Info: www.wolfurt.at

Fact-Box:
"Radeln ohne Alter" in Wolfurt

Anschaffung Fahrradrikscha im Spätherbst 2019
Einzelschulung seit Mai 2020
17 Pilotinnen und Piloten

Kontakt:
Rathaus Wolfurt
Manuela Bundschuh
Telefon 05574/684015
E-Mail manuela.bundschuh@wolfurt.at

Das Landesprogramm familieplus unterstützt Gemeinden in Vorarlberg dabei, familienfreundliche Angebote zu bündeln und neue zu schaffen. Der kontinuierliche Qualitätsprozess umfasst alle in einer Gemeinde lebenden Menschen und sämtliche Lebensbereiche. 18 Gemeinden und eine Region nehmen derzeit teil, rund 55 Prozent aller Vorarlbergerinnen und Vorarlberger leben in einer familieplus-Gemeinde.

 

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