Sammlung Hans Bäumler

Rekord­bild mit tex­tilen Qua­li­täten: Gustav Klimts Fas­zi­na­tion für Stoffe in Hohenems

Erfolg­reiche Halb­zeit für „Gustav Klimt und Vor­arl­berg“ in der Samm­lung Hans Bäumler

Hohenems, 20. November 2025 – Gustav Klimt ist der teu­erste Künstler der Moderne. Sein „Bildnis Eli­sa­beth Lederer“ erzielte am 18. November in New York einen neuen Rekord­preis. Es wurde für über 236 Mil­lionen US-Dollar (ca. 204 Mil­lionen Euro) zuge­schlagen. Damit ist es das welt­weit teu­erste auf einer Auk­tion ver­kaufte Gemälde des 20. Jahr­hun­derts. Das außer­ge­wöhn­liche Bildnis der jungen Frau ist ein bei­spiel­haftes Meis­ter­werk für Klimts unab­läs­sige Fas­zi­na­tion an Stoffen, Mus­tern und Orna­menten. Klimts lebens­lange Begeis­te­rung dafür ist noch bis 6. Jänner 2026 in der Son­der­schau „Gustav Klimt und Vor­arl­berg“ in der Samm­lung Hans Bäumler in Hohenems zu sehen. 

Sel­tene Ein­blicke, aus­er­le­sene Stoffe und unge­ahnte Bezie­hungen stehen im Mit­tel­punkt der Aus­stel­lung „Gustav Klimt und Vor­arl­berg“. Mit der Son­der­schau widmet sich die Samm­lung Hans Bäumler in Hohenems der Freund­schaft des Künst­lers mit dem Tex­til­fa­bri­kanten Julius Rhom­berg. Neben Skizzen, Ent­würfen und pri­vaten Doku­menten sind ein­zig­ar­tige Jugendstil-Stoffe von Herr­burger & Rhom­berg erst­mals zu sehen.

Zur Halb­zeit zieht Kurator Tobias G. Natter posi­tive Bilanz: „Zahl­reiche Besu­che­rinnen und Besu­cher, von denen viele das erste Mal nach Hohenems kamen, die nach­ge­fragten Füh­rungen und das große Medi­en­in­ter­esse beweisen die anhal­tende Begeis­te­rung für Klimts Kunst.“ Das belegen nicht zuletzt die aktu­ellen Auk­ti­ons­re­korde. Um 236,36 Mil­lionen US-Dollar (ca. 204 Mil­lionen Euro) wech­selte das bisher selten aus­ge­stellte „Bildnis Eli­sa­beth Lederer“ (1914–1916) am 18. November im Auk­ti­ons­haus Sotheby’s in New York den Besitz. Zwei Land­schafts­bilder um 86 bzw. 70,76 Mil­lionen US-Dollar folgten noch am selben Abend. Gustav Klimt fes­tigt damit seine Posi­tion als teu­erster Künstler der Moderne.

Tex­tile Parallelen
Auf Spu­ren­suche nach dem Phä­nomen emp­fiehlt Kunst­his­to­riker Natter den Besuch der Aus­stel­lung in der Samm­lung Hans Bäumler. Diese fokus­siert auf die Freund­schaft zwi­schen Klimt und dem Tex­til­fa­bri­katen Julius Rhom­berg (1869–1932), auf die tex­tilen Qua­li­täten Klimts und legt Par­al­lelen offen: „Was wir jetzt am ‚Bildnis Eli­sa­beth Lederer‘ bewun­dern, finden wir schon früh in seinem Werk und Leben: die Fas­zi­na­tion für edle Stoffe. Die Schau in Hohenems ist dafür ein schönes Beispiel.“

Bis 6. Jänner erkundet „Gustav Klimt und Vor­arl­berg“, wie Kunst, Design und Indus­trie um die Jahr­hun­dert­wende zusam­men­spielten. Vom krea­tiven Aus­tausch zeugen etwa der von Julius Rhom­berg mit­ge­stal­tete Pavillon der Dorn­birner Tex­til­in­dus­trie auf der Gewer­be­aus­stel­lung 1900 und die Wiener Kunst­schau 1908. Dort setzte Klimt die Leit­idee des Gesamt­kunst­werks in einem eigenen Raum um. Herr­burger & Rhom­berg stat­tete Teile der Aus­stel­lungs­räume, das Kaf­fee­haus und die Gar­ten­ter­rasse mit Heim­tex­ti­lien aus.

Info: www.sammlung-hans-baeumler.at

 

Über die Sammlung Hans Bäumler
Die Sammlung Hans Bäumler in der „Arche Noah – Kunst & Natur“ zeigt über 100 Werke der Spätromantik und klassischen Moderne aus dem Besitz des ehemaligen Textilfabrikanten. Das 2019 eröffnete Privatmuseum im Bäumler Park in Hohenems öffnet Gemälde von Künstlern wie Spitzweg, Waldmüller, Monet, Renoir, Gauguin, Liebermann, Marc, Pechstein und Picasso für ein breites Publikum. Wie der Name verrät, präsentiert die „Arche Noah – Kunst & Natur“ auch eine Natur-Sammlung mit zahlreichen Exponaten der heimischen und exotischen Tierwelt. Sonderausstellungen (derzeit „Gustav Klimt und Vorarlberg“) mit Bezug zur Sammlung und Region unterstreichen die Bedeutung des Privatmuseums.

 

Factbox: „Gustav Klimt und Vorarlberg“
Sammlung Hans Bäumler
27. September 2025 bis 6. Jänner 2026
Freitag: 11–18 Uhr, Führung um 16 Uhr, Samstag und Sonntag: 11–17 Uhr
Tickets: 12 Euro (Erwachsene), 6 Euro (Jugendliche ab 12 Jahren)
Kombiticket mit der Ausstellung „Unser Haus!“ im Stadtmuseum Dornbirn: 14 Euro

 

Rück­fra­ge­hin­weis für die Redaktion:
Samm­lung Hans Bäumler, Stefan Jielg, +43/676/3778002, sj@sammlung-hans-baeumler.at
Pzwei. Pres­se­ar­beit, Joshua Köb, +43/664/9682626, joshua.koeb@pzwei.at