Symphonieorchester Vorarlberg

Sai­son­fi­nale: Cel­list Maxi­mi­lian Hor­nung und Valentin Ury­upin am Pult

Kon­zerte des SOV am 11. und 12. April mit Werken aus der ehe­ma­ligen Sowjetunion

Bre­genz, 1. April 2026 – Igor Stra­win­skys Suite aus dem „Feu­er­vogel“, dazu mit „Die sieben Schön­heiten“ eine wei­tere Bal­lett­suite (von Gara Garayev) und Sulkhan Tsint­s­adzes wie­der­ent­decktes 2. Cello-Konzert bilden das Pro­gramm zum Abschluss der Abo-Saison 2025/26. Ein­ge­laden hat das Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg zwei renom­mierte Musiker – den Cel­listen Maxi­mi­lian Hor­nung und den Diri­genten Valentin Uryupin.

Der gebür­tige Ukrainer Ury­upin arbei­tete unter anderem mit den Wiener Sym­pho­ni­kern und dem Net­her­lands Phil­har­monic Orchestra. Als Opern­di­ri­gent war er bei­spiels­weise in den Jahren 2019 und 2022 bei den Bre­genzer Fest­spielen zu Gast (bei „Eugen Onegin“ und „Siberia“). Vor seiner Kar­riere am Pult hatte er über 20 inter­na­tio­nale Wett­be­werbe als Kla­ri­net­tist gewonnen.

Maxi­mi­lian Hor­nung aus Augs­burg wurde im Alter von 23 Jahren einer der jüngsten Solo-Cellisten beim Sym­pho­nie­or­chester des Baye­ri­schen Rund­funks. Nach seinem Aus­stieg 2013 kon­zen­trierte er sich auf seine Solo-Karriere. Seine Men­torin war die berühmte deut­sche Gei­gerin Anne-Sophie Mutter. Musi­ka­li­sche Reisen führten ihn etwa zum Sydney Sym­phony Orchestra, Wiener Musik­verein sowie in die Lon­doner Wig­more Hall. Auch mit dem SOV spielte er mehr­fach. Im Vor­jahr gab er sein Debüt bei den Ber­liner Philharmonikern.

Stra­win­skys berühmter „Feu­er­vogel“
Das ver­mut­lich bekann­teste Stück des Abends erklingt nach der Pause: der „Feu­er­vogel“ bzw. auf Fran­zö­sisch „L’oi­seau de feu“, den der junge Igor Stra­winsky im Jahr 1909 kom­po­nierte – wenig später sollte er seine rus­si­sche Heimat ver­lassen. Das Bal­lett, urauf­ge­führt in Paris, wurde ein Welt­erfolg, den er zu meh­reren eigen­stän­digen Kon­zert­suiten umar­bei­tete. In Feld­kirch (11.) und Bre­genz (12. April) ist die Ver­sion aus dem Jahr 1945 zu hören. Im Libretto kommen drei Mär­chen zu einer gemein­samen Hand­lung zusammen. Mit­hilfe des Feu­er­vo­gels befreit der mutige Iwan Zare­witsch seine geliebte Zarewna.

Musi­ka­li­sche Ent­de­ckung aus Georgien
Die Keim­zelle des Kon­zert­abends ist das wie­der­ent­deckte 2. Cel­lo­kon­zert des geor­gi­schen Kom­po­nisten Sulkhan Tsint­s­adze, das hier­zu­lande völlig unbe­kannt ist. Maxi­mi­lian Hor­nung selbst hat es aus uralten Noten, einem Kla­vier­auszug und einer schlechten Plat­ten­auf­nahme heraus rekon­stru­iert und 2018 zum ersten Mal vor Publikum gespielt. Die Kon­zerte mit dem SOV werden seitdem wieder die ersten sein, in denen das Werk live erklingt.

Sulkhan Tsint­s­adze (1925–1991) lernte die Schre­cken von Sta­lins Ter­ror­staat in der eigenen Familie kennen: Sein Vater fiel wie 1,4 Mil­lionen andere Men­schen der „Großen Säu­be­rung“ zum Opfer und wurde inhaf­tiert. Das 2. Cello-Konzert schrieb er im Jahr 1966 – nun ist es zu hören von Maxi­mi­lian Hor­nung und dem Sym­pho­nie­or­chester Vorarlberg.

Garayevs „Sieben Schönheiten“
Den Anfang macht Gara Garayev (1918–1982) mit einer Aus­wahl aus seiner Bal­lett­suite „Die sieben Schön­heiten“. Sein Lehrer in Moskau war Dmitri Schost­a­ko­witsch, der Garayevs Talent früh erkannte. So hieß es im Abschluss­zeugnis des Kon­ser­va­to­riums: „Er beherrscht Instru­men­tie­rung, Poly­phonie und andere kom­po­si­to­ri­sche Merk­male der Musik­kunst per­fekt. G. Garayev ist ein Kom­po­nist und Experte mit einer zwei­fellos großen Zukunft.“ Geschickt brachte er musi­ka­li­sche Tra­di­tionen seiner aser­bai­dscha­ni­schen Heimat mit Ein­flüssen wie Jazz oder Film­musik zusammen.

Details zum Pro­gramm gibt es ab dem 3. April in der neuen Folge des Pod­casts „SOV zum Rein­hören“ auf www.sov.at und bei gän­gigen Streamingdiensten.

 

Zur Erin­ne­rung:
Am Tag nach dem letzten Kon­zert stellt das Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg sein Pro­gramm für die Saison 2026/27 vor: Montag, 13. April 2026, 10.30 Uhr, Casino Bregenz.

Factbox:
Symphonieorchester Vorarlberg
6. 
Abo-Konzert 2025/26

Valentin Uryupin: Dirigent
Maximilian Hornung: Violoncello

Samstag, 11. April 2026, 19.30 Uhr, Montforthaus Feldkirch
Sonntag, 12. April 2026, 17.00 Uhr, Festspielhaus Bregenz

Programm:
Gara Garayev: Auswahl aus der Ballettsuite „Die sieben Schönheiten“
Sulkhan Tsintsadze: Konzert für Cello und Orchester Nr. 2 „In fünf Episoden“
Igor Strawinsky: Suite aus dem Ballett „Der Feuervogel“ (Fassung 1945)

Freier Kartenverkauf:
Bregenz Tourismus, +43/5574/4959
Feldkirch Tourismus, +43/5522/73467
in allen Vorverkaufsstellen von events-vorarlberg.at
in allen Filialen der Volksbank Vorarlberg
direkt beim SOV: +43/5574/43447, office@sov.at
bequem aufs Handy über die Ticket Gretchen App

Besucher:innen unter 30 sichern sich nach einmaliger Registrierung auf sov.at am Konzerttag U30-Tickets in allen Kategorien um nur 20 Euro.

Die Karten gelten als VVV-Freifahrtscheine.

Rück­fra­ge­hin­weis für die Redaktionen:
Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg, Bar­bara Urstadt, +43/676/7313737, barbara.urstadt@sov.at
Pzwei. Pres­se­ar­beit, Thorsten Bayer, +43/699/81223482, thorsten.bayer@pzwei.at