SOV auf traditionell erfolgreichen Wegen und auf Neuland
Abo-Konzerte, Auftritte bei Bregenzer Festspielen, neues Format SOV OUTREACH
Bregenz, 19. Mai 2025 – Das Symphonieorchester Vorarlberg (SOV) stellte am heutigen Montag im Casino Bregenz das Programm der nächsten Saison vor – die erste unter der Geschäftsführung von Gerald Mair. Besonders freuen darf sich das Publikum auf Konzerte mit dem Starpianisten Steven Osborne, mit Maximilian Hornung (Cello) und dem Jazzorchester Vorarlberg. Auch außerhalb der bekannten Spielorte möchte das SOV die Bevölkerung erreichen: Beim Format SOV OUTREACH gehen im Sommer 2026 kleine Ensembles für kurze Gastspiele auf Vorarlberg-Tour. Der Eigendeckungsgrad liegt bei hohen 58 Prozent.
„Wir möchten dem Anspruch, ‚Klassik-Nahversorger‘ des Landes zu sein, besser gerecht werden – und abseits der Spielorte unserer Abo-Konzerte noch präsenter sein“, erklärte Gerald Mair. Die Abonnement-Reihe im Montforthaus Feldkirch und im Festspielhaus Bregenz bleibt das Zentrum des Schaffens. Doch der Radius wird größer: „Wir wollen die Menschen in ganz Vorarlberg vor Ort erreichen.“ Dazu sollen moderierte Konzerte mit klassischer Kammermusik und bekannten Stücken an öffentlichen Orten dienen. Der Zeitraum ist mit Mai/Juni 2026 umrissen, Details folgen.
Gemeinsam stark
Um nahe am Publikum zu sein, setzt das SOV weiterhin stark auf Vernetzung: Partnerschaften mit Institutionen in Vorarlberg sind dem Geschäftsführer wichtig. Drei Beispiele sind die Bregenzer Festspiele, bei denen das SOV die Festmesse, die Orchestermatinee (unter der Leitung von Chefdirigent Leo McFall) sowie die Aufführungen des Opernstudios spielt. Mit dem Landestheater kooperiert das SOV bei Béla Bartóks Oper „Herzog Blaubarts Burg“, außerdem ist es ein Partner beim Festival texte & töne.
Weitere wertvolle Partnerschaften bestehen mit der Schubertiade bei einem Chorkonzert in Hohenems und der Pfarre Lustenau, wo das Mozart-Requiem mit dem international gefragten Vorarlberger Dirigenten Manfred Honeck aufgeführt wird (28.3.2026).
Gerald Mair, seit dem 1. November 2024 im Amt, arbeitet in Abstimmung mit Leo McFall bereits an den folgenden Spielzeiten. 2025/2026 ist noch in wesentlichen Teilen von seinem Vorgänger Sebastian Hazod konzipiert worden. Hazod wurde zum Jahresbeginn Direktor des Musikkollegiums Winterthur. Mit einer charmanten Idee stellt sich eine Verbindung zwischen den beiden Geschäftsführern her: Da beide aktive Kontrabassisten sind bzw. waren, wurde ein Kontrabasskonzert im „Abo 2“ als symbolisches Staffelholz programmiert.
SOV-Philosophie bleibt
Das erfolgreiche Konzept des Symphonieorchester Vorarlberg bleibt erhalten: Bekannte Werke der Orchesterliteratur werden mit unbekannten verbunden. „Klassiker kommen bei den Menschen bestens an. Aber auch neue Werke stoßen auf großes Interesse. Wir beobachten, dass sie nach den Konzerten für intensiven Austausch sorgen“, sagt Gerald Mair.
Hohe Eigenerlöse
Rund 1.500 Abonnent:innen zählt das SOV, 200 weniger als im Vorjahr. Die Auslastung der Konzerte liegt bei 80 Prozent. Das Budget beträgt 1,6 Millionen Euro: 610.000 Euro plus einer Sonderförderung „Chancenreiches Vorarlberg“ von 40.000 Euro fließen vom Land Vorarlberg, von der Stadt Bregenz 7.500 Euro. „Damit liegt der Eigendeckungsgrad bei 58 Prozent – einem wie in den Vorjahren erstaunlich hohen Wert, wenn man ihn mit ähnlichen Klangkörpern vergleicht“, erklärte SOV-Präsident Manfred Schnetzer. Die Preise bei Einzeltickets und Abonnements sind lediglich indexiert worden. Einzeltickets kosten je nach Kategorie zwischen 35 und 75 Euro, Abos von 184 bis 390 Euro.
Um die Zielgruppe und auch jüngeres Publikum zum Konzertbesuch zu animieren, können Abonnent:innen bei der Aktion „Bring a friend“ einmal pro Saison eine weitere Person mitbringen, die auf ihre Karte einen Rabatt von 30 Prozent erhält. Für „Young Listeners“ unter 30 Jahren gibt es am Konzerttag online Restkarten aller Kategorien für 20 Euro. Außerdem haben sie die Möglichkeiten zu Probenbesuchen und Meet and Greet mit den Künstler:innen.
„Einer der allergrößten Künstler unserer Tage“ zu Gast beim SOV
Ein Höhepunkt dieser Saison ist das Konzert mit Steven Osborne – für Leo McFall „einer der allergrößten Künstler unserer Tage“. Er spielt Mozarts letztes Klavierkonzert. Ergänzt wird das Programm mit der „Suite on English Folk Tunes“ von Benjamin Britten, einem Landsmann des Chefdirigenten. Das britische Repertoire liegt ihm besonders am Herzen.
Zum Start in die neue Saison leitet Lorenza Borrani das KONZERT 1 im „Play and conduct“-Format und präsentiert ein Violinkonzert, das die Schweizer Komponistin Ursina Maria Braun ihr auf den Leib geschrieben hat. Nach dem erwähnten Kontrabasskonzert (Solist: Marc André) folgt Anfang November, außerhalb des Abo-Kalenders, das texte & töne festival. Im ORF-Landesstudio Vorarlberg wird unter anderem eine Auftragsarbeit des Wiener Komponisten Carl Tertio Druml zu hören sein, der Kafka-Parabeln vertont.
Uraufführung bei „SOV meets JOV“
Das Jazzorchester Vorarlberg wird im nächsten Jahr 20 Jahre alt, und feiert sein Jubiläum mit dem SOV. Benny Omerzell und Martin Eberle schreiben derzeit „SOV meets JOV – Insomniac Dreams“, das als Uraufführung auf die Bühne in Feldkirch und Bregenz kommt. „Nur das große kreative Potential unserer Region macht ein solches Konzert möglich, und ich bin sicher, dass diese so besondere Kombination ein unvergessliches Konzertereignis schaffen wird“, kündigt der Chefdirigent an. Zum vorletzten Abo-Konzert reist Oboist Andrey Godik an, Senkrechtstarter auf seinem Instrument. Er spielt Martinůs Oboenkonzert.
Zum Abschluss tritt Cellist Maximilian Hornung auf, den das SOV aus gemeinsamen Abo-Konzerten oder der SOV-Orchestermatinee bei den Bregenzer Festspielen 2019 noch in bester Erinnerung hat. Am Pult wird der Ukrainer Valentin Uryupin stehen, der Werke dreier Komponisten aus der ehemaligen Sowjetunion präsentieren wird, unter anderem Strawinskys „Feuervogel-Suite“.
FACTBOX
Symphonieorchester Vorarlberg
Saison 2025 | 26
Konzert 1
27. | 28. September 2025
Lorenza Borrani
Rossini · Braun · Schubert
Konzert 2
25. | 26. Oktober 2025
Francesco Angelico · Marc André
Verdi · Bottesini · Schumann
texte & töne festival
8. November 2025
Konzert 3
29. | 30. November 2025
Leo McFall · Steven Osborne
Britten · Mozart · Dvořák
Konzert 4
31. Jänner | 1. Februar 2026
Jazzorchester Vorarlberg · SOV
Omerzell/Eberle: SOV meets JOV – Insomniac Dreams (UA)
Konzert 5
7. | 8. März 2026
Leo McFall · Andrey Godik
Prokofjew · Martinů · von Einem · Haydn
Oper im Landestheater
Ab 15.3.2026
Yannis Pouspourikas · Katerina Hebelkova · Mischa Scheliomanski
Béla Bártok: Herzog Blaubarts Burg
Konzert 6
11. | 12. April 2026
Valentin Uryupin · Maximilian Hornung
Garayev · Tsintsadze · Strawinsky
Mai/Juni 2026
SOV OUTREACH
Rückfragehinweis für die Redaktionen:
Symphonieorchester Vorarlberg, Barbara Urstadt, 0043/676/7313737, barbara.urstadt@sov.at
Pzwei. Pressearbeit., Thorsten Bayer, 0043/699/81223482, thorsten.bayer@pzwei.at

