Symphonieorchester Vorarlberg

Start in die neue Saison: Gei­gerin Lorenza Bor­rani leitet das SOV

Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg spielt für sie geschrie­benes Stück, dazu Ros­sini und Schubert

Bre­genz, 17. Sep­tember 2025 – Im „Play and conduct“-Format führt die Gei­gerin Lorenza Bor­rani durch die erste Pro­duk­tion 2025/26. Die junge Schweizer Cel­listin und Kom­po­nistin Ursina Marina Braun hat ihr Vio­lin­kon­zert der lang­jäh­rigen musi­ka­li­schen Part­nerin gewidmet. In Feld­kirch und Bre­genz erklingt es als Öster­rei­chi­sche Erst­auf­füh­rung. Auf dem Pro­gramm am 27. und 28. Sep­tember stehen außerdem Gioa­chino Ros­sinis Ouver­türe zum „Bar­bier von Sevilla“ sowie die fünfte Sym­phonie von Franz Schubert.

Lorenza Bor­rani und Ursina Maria Braun sind sich seit vielen Jahren ver­traut, unter anderem aus dem Musik­labor „Spira Mira­bilis“. Das Vio­lin­kon­zert ist 2023 in Ita­lien ent­standen und der Ita­lie­nerin Bor­rani gewidmet. Es besteht aus drei Sätzen, die direkt inein­ander über­gehen. Braun (Jahr­gang 1992) kom­po­niert, ist solis­tisch und kam­mer­mu­si­ka­lisch unter­wegs: „Inter­pre­tieren und Schreiben sind eigent­lich gegen­sätz­liche Arbeiten, die sich jedoch befruchten und mich dadurch sehr inspirieren.“

Bor­rani ist ihre engste Kam­mer­mu­sik­part­nerin. „Ich kenne ihr Gei­gen­spiel extrem gut. Als sie die Idee hatte, ein Stück von mir zu spielen, war das eine Rie­sen­freude für mich“, sagt sie. Ursina Maria Braun war Stimm­füh­rerin bei „Spira Mira­bilis“ und trat an renom­mierten Stätten wie der Queen Eliza­beth Hall London, in der Mai­länder Scala, beim Alde­burgh Fes­tival und dem Beet­ho­ven­fest Bonn auf.

Öster­rei­chi­sche Erstaufführung
Lorenza Bor­rani ist es vor­be­halten, das ihr gewid­mete Kon­zert in der öster­rei­chi­schen Wahl­heimat zur Auf­füh­rung zu bringen: Die inter­na­tional gefragte Flo­ren­ti­nerin lebt in Salz­burg. Ihre Vita ist beein­dru­ckend – sie arbei­tete unter anderem mit Niko­laus Har­non­court, Claudio Abbado und dem Bilbao Sym­phony Orchestra zusammen. An der Lon­doner Royal Aca­demy of Music lehrt sie als Gast­pro­fes­sorin Vio­line, ab dem Früh­jahr 2026 an der Zür­cher Hoch­schule der Künste das Haupt­fach Kam­mer­musik. Sie hat ein Herz für außer­ge­wöhn­liche Pro­jekte wie „Spu­ni­c­uni­fait“, das Mozarts Streich­quin­tette auf his­to­ri­schen Instru­menten spielt.

Solistin und Dirigentin
Das „eigene Kon­zert“ als Solistin ist nicht Bor­ranis ein­zige Rolle an den beiden Abenden im Mont­fort­haus Feld­kirch (27.9., 19.30 Uhr) und Fest­spiel­haus Bre­genz (28.9., 17 Uhr). Dar­über hinaus leitet sie das Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg. Los geht es mit Gioa­chino Ros­sinis mit­rei­ßender Ouver­türe zur Oper „Der Bar­bier von Sevilla“. 1792 in nur drei Wochen ent­standen, war diese der Auf­takt zu einem kome­ten­haften Auf­stieg des Kom­po­nisten. Belcanto-Stil und Opera buffa wurden populär – nicht zuletzt die Titel­figur Figaro ist es bis heute.

Spätes Zusam­men­treffen von Schu­bert und Beethoven
Nach der Pause erklingt die „Fünfte“ von Franz Schu­bert (1797–1828). Er beschäf­tigte sich intensiv mit seinen Komponisten-Kollegen der Wiener Klassik: Mozart, Haydn und Beet­hoven. Beson­ders mit letz­terem – er lebte eine Zeit lang in Schu­berts Nach­bar­schaft, es gab sogar gemein­same Wiener Bekannte. Begegnet sind sich die beiden den­noch nie. Dafür liegen heute die Ehren­gräber von Mozart, Schu­bert und Beet­hoven neben­ein­ander am Wiener Zentralfriedhof.

Schu­berts fünfte Sym­phonie ist für Lorenza Bor­rani „melan­cho­lisch, aber süß, fast kind­lich. Sie ist wenig dra­ma­tisch, aber von unglaub­li­cher Bril­lanz und hat ein wun­der­bares Leuchten. Der schöne Kon­trast zu Ros­sinis und auch Brauns Thea­tralik ver­leiht also dem gesamten Pro­gramm das gewisse Etwas.“

Details zur Sai­son­er­öff­nung gibt es ab dem 19. Sep­tember in der neuen Folge des Pod­casts „SOV zum Rein­hören“ auf www.sov.at und bei gän­gigen Streamingdiensten.

Factbox:
Symphonieorchester Vorarlberg
1.
Abo-Konzert 2025/26

Lorenza Borrani: Leitung und Solovioline

Samstag, 27. September 2025, 19.30 Uhr, Montforthaus Feldkirch
Sonntag, 28. September 2025, 17.00 Uhr, Festspielhaus Bregenz

Programm:
Gioachino Rossini: Ouvertüre zur Oper „Der Barbier von Sevilla“
Ursina Marina Braun: Violinkonzert (für Lorenza Borrani)
Franz Schubert: Symphonie Nr. 5 in B-Dur, D 485

Freier Kartenverkauf:
Bregenz Tourismus, +43/5574/4959
Feldkirch Tourismus, +43/5522/73467
in allen Vorverkaufsstellen von events-vorarlberg.at
in allen Filialen der Volksbank Vorarlberg
direkt beim SOV: +43/5574/43447, office@sov.at
bequem aufs Handy über die Ticket Gretchen App

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Die Karten gelten als VVV-Freifahrtscheine.


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