Hansesun Austria

Stromspeicher-Förderung: Hun­derte Vor­arl­berger werden leer aus­gehen

För­der­gelder bereits nach einer Minute ver­geben – scharfe Kritik vom Photovoltaik-Marktführer

Röthis, 13. März 2018 – Scharfe Kritik an der jüngsten För­der­ak­tion des Bundes übt der Vor­arl­berger Photovoltaik-Marktführer Han­sesun. Schon nach einer Minute war das gesamte För­der­vo­lumen ver­geben. „Hun­derte Vor­arl­berger, die in einen Strom­spei­cher inves­tieren wollten, werden leer aus­gehen“, schil­dert Andreas Müller, Mar­ke­ting­leiter von Han­sesun Aus­tria mit Sitz in Röthis. Die Pro­jekte, die oft mit viel Auf­wand vor­be­reitet wurden, stehen nun vor dem Aus.

Gro­teske Szenen spielten sich am Mon­tag­nach­mittag in ganz Öster­reich ab. Tau­sende Pri­vate und Unter­nehmen ver­suchten um Punkt 17 Uhr, ihre Anträge für die För­de­rung von Pho­to­vol­ta­ik­an­lagen und Strom­spei­cher ein­zu­rei­chen. Allein Han­sesun hatte 240 Per­sonen enga­giert und geschult, um die Anträge unmit­telbar nach Beginn der Frist ein­zu­geben. „Innert zwei Minuten hatten wir fast alle unsere Anträge im System – da waren es öster­reich­weit aber bereits über 2000“, schil­dert Hansesun-Austria-Marketingleiter Andreas Müller. Öster­reich­weit gingen binnen 15 Minuten 8000 Anträge ein.

Es spricht Bände, dass die Ver­ga­be­stelle ÖMAG es schon als Erfolg ver­bucht, dass ihre Server nicht zusam­men­ge­bro­chen sind“, kom­men­tiert Hansesun-Sprecher Müller bitter. „Tat­säch­lich han­delt es sich eher um ein staat­li­ches Glücks­spiel als um eine För­der­ak­tion.“

For­de­rung nach Vor­arl­berger Lösung
Ver­schärfen wird sich die Situa­tion nach Ein­schät­zung von Müller, wenn die ÖVP-FPÖ-Koalition auf Bun­des­ebene Über­le­gungen wahr macht, den Kli­ma­fonds 2019 abzu­schaffen: „Der Kli­ma­fonds bot die ein­zige För­der­mög­lich­keit für Pho­to­vol­taik, bei der über die Pro­jekte auf Basis sach­li­cher Kri­te­rien ent­schieden wurde.“

Müller for­dert mehr Vor­arl­berger Enga­ge­ment für die Pho­to­vol­taik, um das Ziel der Ener­gie­au­to­nomie zu errei­chen: „Ent­weder schafft es die Lan­des­re­gie­rung, den Bund zu ver­nünf­tigen För­de­rungs­mög­lich­keiten zu bewegen, oder es müssen auf Lan­des­ebene die Rah­men­be­din­gungen ver­bes­sert werden.“ Vor­arl­berg sei eines der wenigen Bun­des­länder, die Strom­spei­cher und Steue­rungs­ge­räte aus Lan­des­mit­teln nicht unter­stützen, so der Unter­nehmer.

 

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