Hansesun Austria

Stromspeicher-Förderung: Tau­sende Öster­rei­cher gehen leer aus

Öster­rei­chi­scher Markt­führer Han­sesun sieht Pri­vate krass benach­tei­ligt

Röthis, 1. Oktober 2019 – Der Natio­nalrat hat in seiner letzten Sit­zung vor der Wahl das För­der­vo­lumen für Strom­spei­cher ver­dop­pelt, gleich­zeitig aber die Höhe der För­de­rung von 500 auf 200 Euro pro Kilo­watt­stunde Spei­cher­ka­pa­zität redu­ziert. Mehr als 5000 Öster­rei­cher, dar­unter 600 bis 700 Vor­arl­berger, die zu den alten Bedin­gungen in einen Strom­spei­cher inves­tieren wollten, gehen nun leer aus, kri­ti­siert der öster­rei­chi­sche Photovoltaik-Marktführer Han­sesun Aus­tria.

Alle fünf im Par­la­ment ver­tre­tenen Par­teien haben am Mitt­woch­abend gemeinsam die Novelle zum Öko­strom­ge­setz beschlossen. Für Pho­to­vol­ta­ik­an­lagen stehen im kom­menden Jahr 24 Mil­lionen Euro an Inves­ti­ti­ons­för­de­rung bereit – dop­pelt soviel wie bisher. Auch die För­de­rung für Strom­spei­cher wurde für 2020 von sechs auf zwölf Mil­lionen Euro ver­dop­pelt.

Mit dem Beschluss ist das Stromspeicher-Geschäft in Öster­reich sehr schwierig geworden“, ist der Mar­ke­ting­leiter von Han­sesun Aus­tria, Andreas Müller, über­zeugt. Das klingt paradox. Denn der Natio­nalrat hat zwar das För­der­vo­lumen ver­dop­pelt, gleich­zeitig aber die För­der­höhe für Strom­spei­cher mehr als hal­biert. Statt bisher 500 Euro pro Kilo­watt­stunde Spei­cher­ka­pa­zität gibt es ab 2020 nur noch 200 Euro.

Pri­vate gingen leer aus
Mehr als 5000 Öster­rei­cher, dar­unter 600 bis 700 Vor­arl­berger, hätten zu den alten För­der­sätzen gerne in einen Strom­spei­cher inves­tiert, rechnet der Hansesun-Sprecher vor. Sie hatten in den ver­gan­genen Jahren um eine För­de­rung ange­sucht, gingen aber leer aus. Das För­der­vo­lumen kam damals vor allem einigen Groß­an­lagen zugute, die bis zu 500.000 Euro pro Strom­spei­cher kas­sierten.

Indus­trie und große Gewer­be­be­triebe haben ihre Groß­an­lagen zu den alten, guten Bedin­gungen för­dern lassen. Den kleinen, pri­vaten Anlagen bietet man jetzt die neuen, schlechten Bedin­gungen an“, kri­ti­siert Müller scharf. Er befürchtet nega­tive Aus­wir­kungen nicht nur für die Strom­spei­cher selbst, son­dern auch für den Bau von tau­senden pri­vaten Pho­to­vol­ta­ik­an­lagen.

Pho­to­vol­taik mit Strom­spei­chern kom­bi­nieren
Pho­to­vol­ta­ik­an­lagen würden von Pri­vaten immer mehr zusammen mit Strom­spei­chern nach­ge­fragt, schil­dert Müller. Mit dieser Kom­bi­na­tion sind bis zu 90 Pro­zent Eigen­ver­sor­gung aus Son­nen­strom mög­lich. Des­halb sei diese Kom­bi­na­tion ein Schlüssel zur Ener­gie­wende.

Die Men­schen möchten einen echten Bei­trag zum Kli­ma­schutz leisten. Sie wollen sich aus Son­nen­strom selbst ver­sorgen“, schil­dert Müller. Er befürchtet einen Ein­bruch bei pri­vaten Pho­to­vol­ta­ik­an­lagen: „Ist ein Strom­spei­cher finan­ziell nicht ren­tabel, ent­scheiden sich viele Men­schen ver­mut­lich ganz gegen den Bau einer Pho­to­vol­ta­ik­an­lage.“

Müller for­dert „eine ver­nünf­tige Lösung für die geprellten För­der­werber aus den Jahren 2018 und 2019, die immer noch auf der War­te­liste stehen. Groß­be­triebe hoch zu för­dern und die Pri­vaten mit redu­zierter För­de­rung abzu­speisen, das riecht nach einem echten Skandal!”

 

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