Symphonieorchester Vorarlberg

Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg muss Abokon­zerte absagen

Hazod: „Vor­gehen der Gesund­heits­be­hörde schwer nach­voll­ziehbar

Bre­genz, 25. Sep­tember 2020 – Das Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg hat die von heute, Freitag, bis Sonntag geplanten vier Kon­zerte in Feld­kirch und Bre­genz kurz­fristig abge­sagt. Die Gesund­heits­be­hörde des Landes hatte dem Orchester am Don­nerstag eine Besu­cher­zahl von maximal 250 Per­sonen vor­ge­schrieben – trotz eines zuvor bewil­ligten Covid-19-Sicherheitskonzepts mit strengen Sicher­heits­maß­nahmen. Für die vier Kon­zerte waren jeweils zwi­schen 400 und 1000 Besu­che­rinnen und Besu­cher gebucht. „Für uns ist das Vor­gehen schwer nach­voll­ziehbar“, ärgert sich Geschäfts­führer Sebas­tian Hazod.

Der deut­sche Vio­li­nist Kolja Bla­cher hätte die neue Abo­saison des Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg am Frei­tag­abend in Feld­kirch als Diri­gent und Solist eröffnen sollen. Auf dem Pro­gramm standen Werke von Leo­nard Bern­stein, Samuel Barber und Joseph Haydn. Bis Sonntag waren jeweils zwei Kon­zerte im Mont­fort­haus Feld­kirch und im Fest­spiel­haus Bre­genz geplant. So wären die bisher gel­tenden, coro­nabe­dingten Abstands­re­geln ein­zu­halten gewesen.

Am Don­nerstag wurde von der Gesund­heits­be­hörde den­noch die maxi­male Besu­cher­zahl auf 250 beschränkt. „Das ist für uns weder wirt­schaft­lich noch orga­ni­sa­to­risch zu schaffen“, schil­dert SOV-Geschäftsführer Hazod. „Wie sollten wir inner­halb eines Tages eine Aus­wahl unter 1000 Besu­che­rinnen und Besu­chern treffen und 750 von ihnen über eine Absage benachrichtigen?“

Ein Orches­ter­kon­zert ist kein Fußballspiel
„Dass ein Orches­ter­kon­zert genauso behan­delt wird wie ein Fuß­ball­spiel, ist für mich völlig unver­ständ­lich. Auch dass Vor­arl­berg strenger vor­geht als Wien mit noch höheren Infek­ti­ons­zahlen, kann nie­mand ver­stehen“, zeigt sich Hazod über das Vor­gehen des Landes ver­är­gert. Schließ­lich hätten Ver­an­stal­tungen wie die Bre­genzer Fest­tage gezeigt, dass die Sicher­heit der Musiker und der Besu­cher zu gewähr­leisten ist.

Wir haben ein bewil­ligtes Sicher­heits­kon­zept mit genü­gend Abstand für alle Besu­cher. Dass nun unsere Kon­zerte den­noch de facto ver­boten werden, ist schwer nach­voll­ziehbar“, ärgert sich Hazod. Sein Team werde sich um eine rasche Rück­ab­wick­lung der Buchungen bemühen. „Auch die Gagen für das Orchester werden selbst­ver­ständ­lich bezahlt“, betont Hazod. „Alles andere wäre gegen­über den Musi­ke­rinnen und Musi­kern in höchstem Maße unfair.“

Info für Kar­ten­be­sitzer: abo@sov.at oder Telefon 0043/5574/43447

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