Symphonieorchester Vorarlberg

Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg: Saison 2017/18 bietet Musik in voller Pracht

Inten­sive Saison mit Urauf­füh­rungen, Pre­mieren, Fort­set­zung des Mahler‐Zyklus, Koope­ra­tionen und Themen‐Konzerten

Bre­genz, 9. Mai 2017 – Das Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg leitet mit dem Schlag­wort „Musik in voller Pracht“ die Saison 2017/18 ein. Künst­le­ri­sche Qua­lität und eine Pro­gramm­phi­lo­so­phie im Span­nungs­feld von Klassik bis zu zeit­ge­nös­si­schen Kom­po­si­tionen sind in über 30 Jahren zum Mar­ken­zei­chen des Klang­kör­pers geworden. Her­vor­ra­gende Musiker – Diri­genten, Ensem­bles, Solisten, Kom­po­nisten – zeichnen für die Pracht der Kon­zert­saison 2017/18 ver­ant­wort­lich.

Das Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg hat es sich zur Auf­gabe gemacht seinem Publikum ein Konzert‐programm zu bieten, das den klas­si­schen Werken und den auch zeit­ge­nös­si­schen Kom­po­si­tionen eine Bühne gibt. Für den Geschäfts­führer des Sym­pho­nie­or­ches­ters Thomas Heiß­bauer gehört des­halb die Erstel­lung des Abon­ne­ment­pro­gramms zu seinen schönsten Auf­gaben: „Inter­es­sant, span­nend, erfreuend aber auch her­aus­for­dernd soll jedes ein­zelne Kon­zert sein. Wir möchten Erwar­tungen erfüllen und neue kom­po­si­to­ri­sche Ansätze zeigen. Damit wollen wir Neu­gier beim Publikum wecken.“

Neu­gierig darf man auf die kom­mende Saison auf jeden Fall sein. Der Abon­ne­ment­zy­klus im Mont­fort­haus Feld­kirch und im Fest­spiel­haus Bre­genz wird von Chef­di­ri­gent Gérard Korsten mit einer Urauf­füh­rung von Richard Dünser eröffnet. Wei­tere Symphonieorchester‐Premieren folgen unter anderem mit den Diri­gaten von Leo McFall und Karten Janu­scke, den Gast‐Solisten Kian Sol­tani (Cello) und Ingolf Wunder (Kla­vier), dem Marimbaphon‐Quartett „The Wave Quartet“ sowie dem gemein­samen Kon­zert mit dem Jazz­or­chester Vor­arl­berg unter dem Titel „SOV meets JOV“.

Urauf­füh­rung zum Sai­son­auf­takt
Weg­wei­send für die gesamte Saison kann das Pro­gramm des ersten Kon­zerts im Sep­tember 2017 gesehen werden: Eine Urauf­füh­rung, zwei klas­si­sche Werke und eine neues Ensemble zeigen, worauf sich das Publikum 2017/18 im Gesamten freuen darf.

Land­schaft mit Regen­bogen“ heißt die Kom­po­si­tion des Vor­arl­berger Kom­po­nisten Richard Dünser. Diese Ver­to­nung von großen Gemälden von Caspar David Fried­rich und Pieter Breu­ghel sowie von großen Dich­tungen von Georg Büchner wird am 22. Sep­tember im Mont­fort­haus Feld­kirch urauf­ge­führt. „Land­schaft mit Regen­bogen“ ist ein Auf­trags­werk der Kul­tur­ab­tei­lung des Landes Vor­arl­berg, Das Land Vor­arl­berg über­nimmt den Vor­sitz der Lan­des­haupt­leu­te­kon­fe­renz im 2. Halb­jahr. Dün­sers Kom­po­si­tion ist ein kul­tu­reller Bei­trag dazu.

Eine wei­tere Symphonieorchester‐Premiere gibt es mit dem Gast­auf­tritt des inter­na­tional gefei­erten „The Wave Quartet“. Die vier Marim­ba­pho­nisten Bogdan Bacanu, Chris­toph Sietzen, Vladi Petrov und Emiko Uchi­yama prä­sen­tieren das Con­certo in C Major von Johann Sebas­tian Bach in einer Bear­bei­tung für vier Marim­ba­phone. Abge­rundet wird das Auf­takt­pro­gramm mit Robert Schu­manns „Früh­lings­sym­phonie“.

Mahler 9x9 mit Kirill Petrenko
Kirill Petrenko ist einer der gefrag­testen Diri­genten unserer Zeit. Umso erfreu­li­cher, dass er den 2008 begonnen Mahler‐Zyklus 9x9 gemeinsam mit dem Sym­pho­nie­or­chester beim zweiten Abo‐Konzert fort­setzt. In diesem Jahr widmen sich Diri­gent und Orchester Gustav Mah­lers Sym­phonie Nr. 7 e‐moll.

Wie die meisten Mahler‐Symphonien ist auch die „Sie­bente“ in einem Sommer am Wör­thersee ent­standen. Hier fand Mahler die Ruhe und Muße, die ihm als begehrter Opern­di­rektor und Diri­gent wäh­rend des rest­li­chen Jahres nicht ver­gönnt war. 1905 ent­stand dieses Glanz­stück in nur vier Wochen. Sie gehört zu seinen abso­luten Meis­ter­werken und zeichnet sich – wie alle Mahler‐Kompositionen – durch das Ele­ment des Seh­nens aus.

SOV meets JOV“: Urauf­füh­rung inklu­sive
Das dritte Abokon­zert unter dem Titel „SOV meets JOV“ wartet mit einer span­nenden Zusam­men­ar­beit von Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg und Jazz­or­chester Vor­arl­berg sowie einer Urauf­füh­rung von Gerd Her­mann Ortler auf. Gérard Korsten leitet das Pro­gramm.

Der Kon­zert­auf­takt wird mit Franz Schu­bert und der Sym­phonie Nr. 4 c‐moll gemacht. Die soge­nannte „Tra­gi­sche“ ist 1824 ent­standen – Schu­bert war gerade 19 Jahre alt. Er setzt sich darin mit der Ret­tung des Gefühls und der Fan­tasie vor dem Ratio­na­lismus aus­ein­ander.

Für die Urauf­füh­rung von Gerd Her­mann Ort­lers „And The Moon And The Stars And The World“ ver­schmelzen das Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg und das Jazz­or­chester Vor­arl­berg zu einem großen, überaus dyna­mi­schen Klang­köper. In dieser Ton­schöp­fung nimmt der Kom­po­nist Bezug auf das gleich­na­mige Gedicht von Charles Bukowski.

Junge, inter­na­tional erfolg­reiche Musiker
Der Brite Leo McFall steht am 13. Jänner im Mont­fort­haus Feld­kirch und am 14. Jänner im Fest­spiel­haus Bre­genz zum ersten Mal am Pult des Sym­pho­nie­or­ches­ters. Der Gewinner des Deut­schen Diri­gen­ten­preises 2015 inter­pre­tiert gemeinsam mit dem Orchester Werke zweier seiner Lands­männer: Ben­jamin Brit­tens Pas­sa­ca­glia aus der Oper Peter Grimes und Edward Elgars Cello‐Konzert e‐moll. Solist des Abends ist der junge, erfolg­reiche Vor­arl­berger Cel­list Kian Sol­tani.

Das Final­stück des Abends stammt sozu­sagen aus rus­si­scher und bri­ti­scher Feder. Sergei Pro­ko­fieffs Bal­let­kom­po­si­tion „Romeo und Julia“ hält sich genau an die Hand­lung der Shakespeare’schen Stück­vor­lage. Das Publikum darf die Suiten 1 und 2 daraus erleben.

Zu Ostern – Haydn, Mozart und Beet­hoven
Die beiden Kon­zerte am Oster­sonntag und Oster­montag sind bereits Symphonieorchester‐Tradition. Mit der Sym­phonie Nr. 85 in B‐Dur, auch „La Reine“ genannt, von Joseph Haydn, wird der Kon­zert­reigen eröffnet. Diese könig­liche Sym­phonie, an der Marie Antoi­nette angeb­lich großen Gefallen fand, wird gefolgt von Mozarts bekann­testem Kla­vier­kon­zert Nr. 21. C‐Dur. Der Kärntner Pia­nist Ingolf Wunder konnte dafür enga­giert werden. Der welt­weit erfolg­reiche Pia­nist ist zum ersten Mal gemeinsam mit dem Sym­pho­nie­or­chester zu erleben. Mit Ludwig van Beet­ho­vens Sym­phonie Nr. 8 wird das fünfte Abo‐Konzert heiter beschlossen.

Dom­ingo Hin­doyan steht für dieses Kon­zert am Diri­gen­ten­pult. Seine Aus­bil­dung genoss er in der vene­zo­la­ni­schen Talent­schmiede „El Sis­tema“. Seine erste Oper diri­gierte Hin­doyan 2012 in Bre­genz. Quasi von hier aus ent­wi­ckelte sich seine inter­na­tio­nale Kar­riere. Seine spritzig, ener­ge­ti­sche Art zu Diri­gieren begeis­tert Zuschauer und Zuhörer in den großen Kon­zert­sälen und Opern­häu­sern der Welt.

Miss­braucht und Ver­femt“
Das Pro­gramm des Abschluss­kon­zertes widmet das Sym­pho­nie­or­chester dem Thema „Miss­braucht – Ver­femt“. Der Natio­nal­so­zia­lismus ver­ein­nahmte Kom­po­nisten wie Franz Liszt oder Richard Wagner für sich. Genauso ver­bannte er Kom­po­nisten wie Erich Wolf­gang Korn­gold oder Paul Hin­de­mith.

Miss­brauchte und ver­femte Werke stehen in diesem Pro­gramm ein­ander gegen­über: Franz Liszts „Les Pré­ludes“, Erich Wolf­gang Korn­golds Vio­lin­kon­zert op. 35 D‐Dur – als Solist ist Ben­jamin Schmid zu hören – Richard Wag­ners Ouver­türe „Die Meis­ter­singer von Nürn­berg“ und Paul Hin­de­miths Sym­phonie „Mathis der Maler“. Unter der Lei­tung von Gérard Korsten wird so die Abo‐Saison groß­artig und gleich­zeitig denk­würdig zu Ende gebracht.

Don Pas­quale im Lan­des­theater
Die Koope­ra­tion mit dem Vor­arl­berger Lan­des­theater ist ein Fix­punkt im Jah­res­pro­gramm des Sym­pho­nie­or­ches­ters. Zum 29. Mal gestalten die beiden Partner eine Opern­pro­duk­tion. Im Februar 2018 feiert Gaetano Doni­zettis „Don Pas­quale“ Pre­miere. Für die musi­ka­li­sche Lei­tung zeichnet Karsten Janu­schke und für die Insze­nie­rung Michael Scha­cher­maier ver­ant­wort­lich. Die 1843 urauf­ge­führte Opera Buffa ist ein Stück über Frauen, ihre Schick­sale und wie sie sich dagegen wehren.

Musik­ver­mitt­lung und Part­ner­schaften
Ein großes Anliegen ist dem Sym­pho­nie­or­chester die Musik­ver­mitt­lung. Die Begeis­te­rung für die klas­si­sche Musik soll dadurch an die nächste Genera­tion wei­ter­ge­geben werden. Ver­schie­dene Pro­jekte und Akti­vi­täten bieten den Jugend­li­chen Anreize zur Beschäf­ti­gung und Aus­ein­an­der­set­zung mit der klas­si­schen Musik.

Am 30. Mai 2017 gelangt das Stück „SKETCHES“ im Fest­spiel­haus Bre­genz zur Auf­füh­rung. In einem mona­te­langen Pro­zess näherten sich 42 Jugend­liche den Kom­po­si­tionen des zeit­ge­nös­si­schen Musi­kers Alfred Schnittke an. In Koope­ra­tion mit dem Sym­pho­nie­or­chester und walktanztheater.com erar­bei­teten die jungen Akteure zusammen mit Anne Thaeter (Cho­reo­grafie) und Bri­gitte Walk (Insze­nie­rung), Martin Kerschbaum (Diri­gent) dieses ein­ma­lige Tanz­thea­ter­pro­jekt.

Work­shops, Proben‐ und Kon­zert­be­suche sowie Gespräche mit den Künst­lern standen im zu Ende gehenden Schul­jahr bereits auf dem Stun­den­plan der Schüler des Gym­na­siums Schil­ler­straße in Feld­kirch. Auch im kom­menden Jahr wird die Part­ner­schaft fort­ge­setzt.

Selbst­ver­ständ­lich nimmt das Sym­pho­nie­or­chester am bun­des­weiten Akti­onstag der öster­rei­chi­schen Berufs­or­chester am 14. Juni „Orchester für alle“ teil. Ein „Instru­men­ten­ka­russel“ lädt Schüler der Part­ner­schule zum Erkunden und Ken­nen­lernen ver­schie­denster Instru­mente ein. In kleinen Gruppen erfahren die Schüler mehr über die Beson­der­heiten der Instru­mente. In der Feld­kir­cher Innen­stadt gibt es noch eine zusätz­liche Musik­ak­tion für Inter­es­sierte und Mutige. Wer möchte, kann selbst zum Diri­genten des Sym­pho­nie­or­ches­ters werden.

Musik in voller Pracht: Gast­spiele, Fest­spiele, Mont­forter Zwi­schen­töne, Texte und Töne
Auch abseits der Abo‐Konzerte bietet das Sym­pho­nie­or­chester Vor­arl­berg das ganze Jahr Musik in voller Pracht. Im Rahmen der Mont­forter Zwi­schen­töne wird bereits zum dritten Mal ein Kon­zert indi­vi­duell für das Sym­pho­nie­or­chester kon­zi­piert und umge­setzt. Ab 18 Uhr ertönt in Feld­kirch Musik. Zuerst findet eine Jazz­ses­sion im Dach­foyer des Mont­fort­hauses statt. Ab 19 Uhr erfüllen ein­zelne For­ma­tionen des Sym­pho­nie­or­ches­ters die Alt­stadt in Feld­kich mit Kam­mer­musik. Zum großen Finale ver­eint sich der Klang­körper auf der Bühne des Mont­fort­hauses und spielt gemeinsam Rimski‐Korsakows sym­pho­ni­sche Dich­tung „Sche­he­ra­zade“.

Stark ver­treten ist das Sym­pho­nie­or­chester im Sommer 2017 bei den Bre­genzer Fest­spielen mit gleich vier Pro­duk­tionen.

Der Fest­spiel­got­tes­dienst am 16. Juli und das Orches­ter­kon­zert am 20. August gehören zu den all­jähr­li­chen Fix­punkten. Zudem gestaltet der Klang­körper im Rahmen der Fest­spiele zwei Opern­in­sze­nie­rungen mit: Im Vor­arl­berger Lan­des­theater gelangt Wolf­gang Ama­deus Mozarts „Die Hoch­zeit des Figaro“ zur Auf­füh­rung. In der Werk­statt­bühne spielt das Ensemble zur Urauf­füh­rung von Zesses Seglias Oper „To the Light­house“. Dem Grie­chen Seglias diente Vir­ginia Wolfs gleich­na­miger Roman als Vor­lage für seine Kom­po­si­tion.

Im November 2017 findet „Texte und Töne“, das zwei­tä­gige Fes­tival für zeit­ge­nös­si­sche Musik und Lite­ratur, zum fünften Mal statt. Gleich zwei Urauf­füh­rungen von Her­bert Grassl „Die Ver­ban­nung Tas­silos“ und von Marcus Nigsch „Kon­zert für Akkor­deon und Orches­ters“ sind am 11. November zu hören. Kai Röhrig über­nimmt an diesem Abend die Lei­tung des Sym­pho­nie­or­ches­ters. Joswig Cle­mens ist als Solist in „Die Ver­ban­nung Tas­silos“ zu hören. Für das „Kon­zert für Akkor­deon und Orchester“ des Vor­arl­ber­gers Marcus Nigsch“ konnte Akkor­deo­nist Goran Kova­cevic enga­giert werden.

Info: www.sov.at

 

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