Emsiana

Vom Kommen und Gehen: emsiana 2026 im Zei­chen der Reisenden

Kul­tur­fest Hohenems von 21. bis 24. Mai / Kar­ten­vor­ver­kauf startet

Hohenems, 7. April 2026 – Vier Tage Kon­zerte, Lesungen, Aus­stel­lungen, Fami­li­en­pro­gramm, Füh­rungen sowie neu: Film, Disco und Tanz – auf viel­fäl­tige Weise nähert sich die emsiana dem Thema der „Rei­senden“ an. Das Kul­tur­fest Hohenems bespielt dafür von 21. bis 24. Mai beson­dere, teils ver­bor­gene Orte und lädt die Besucher:innen auf eine Ent­de­ckungs­reise durch das Zen­trum ein. Die Fest­rede zur Eröff­nung hält die neue Lei­terin des Jüdi­schen Museums Hohenems, Irene Aue-Ben-David. Der Kar­ten­vor­ver­kauf läuft. 

 „Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.“ Dieses bekannte Zitat bildet den Aus­gangs­punkt der Fest­rede von Irene Aue-Ben-David. Mit Blick auf die bewegte Stadt­ge­schichte trifft es auch auf viele Hohenemser:innen zu: von der Wan­der­lust über das Aus­wan­dern bis hin zu Flucht und Ver­trei­bung. Die emsiana 2026 setzt diese Erfah­rungen in Bezie­hung zu Musik, Archi­tektur, Geschichte und Kunst.

Das Thema ‚Rei­sende‘ begegnet einem in vielen Aspekten der Stadt. Gerade mit der Revi­ta­li­sie­rung ist sie für Men­schen aus nah und fern wieder attraktiv geworden. Das Kul­tur­fest widmet sich heuer jenen, die kommen und gehen – frei­willig und unfrei­willig, mit und ohne Ziel“, schil­dert Initiator Markus Scha­den­bauer. Eröffnet wird das Kul­tur­fest tra­di­tio­nell mit dem bekannten Hohen­emser Lied „Abschied von Ems“.

Kunst begegnen
An 14 Sta­tionen bespielen Künstler:innen unge­wöhn­liche, im Alltag oft über­se­hene Orte mit ihren Aus­stel­lungen. Im Löwen­berg­keller setzen sich Lucia Buch­berger, Anna Lalou­schek, Verena Repar und Kristin Wadlig mit dem Reisen als Zustand des Dazwi­schen aus­ein­ander, im Gebein­haus nähert sich das Duo Heller.Ulmer dem Begriff Heimweh an.

Auf der Ruine Alt-Ems sind „Wan­der­bilder“ des Vor­arl­ber­gers Aaron Stö­ckel zu sehen – der Name ist Pro­gramm: Die Besucher:innen sind ein­ge­laden, die Ori­gi­nal­bilder aus­zu­leihen – wäh­rend ihrer „Wan­der­schaft“ bleibt auf dem Schloss­berg eine Replik zurück. Auf dem Hohen­emser Kirch­platz ist Roland Adlass­niggs Raum­in­stal­la­tion „Der Ring“ auf­ge­baut, ein offenes Set­ting aus insta­bilen Möbeln. Sie ist zugleich Kulisse der Tanz­per­for­mance „Per­fect Match“ von Silvia Salz­mann, die sich mit dem Thema häus­li­cher Gewalt und dem fra­gilen Ver­hältnis von Sicher­heit und Unsi­cher­heit auseinandersetzt.

Erzählen und erzählen lassen
Der Erzählbus im Jüdi­schen Viertel, ein „erfah­rener“ Ford Transit, lädt die Besucher:innen ein, über ihre Reise-Erlebnisse zu spre­chen. Oder sie lassen sich welche erzählen: Der gebür­tige Hohen­emser Schrift­steller Jürgen-Thomas Ernst führt auf den Spuren seines Romans „Anima“ durch die Stadt des 19. Jahr­hun­derts. Und Hanno Loewy berichtet über eine Video­auf­zeich­nung direkt aus seiner Reise durch medi­ter­rane Land­schaften und liest dazu aus Béla Balázs’ „Ein Bae­deker der Seele“.

Das Unter­wegs­sein the­ma­ti­sieren auch drei Kurz­filme, die im Schau­fens­ter­kino in der Har­r­ach­gasse 6–7 zu sehen sind. Einer der Filme basiert auf dem Kin­der­buch „Der Kiosk“. Eine musi­ka­li­sche Zeit­reise bietet die Time-Travel-Disco, bei der DJ Scha­mani mit Klas­si­kern jeder Dekade zum Tanz bittet.

Kon­zerte
Auf musikalisch-kabarettistisch-literarische Weise nähert sich Dietmar Illmer mit Band dem Leit­thema der emsiana: eine kurz­wei­lige Stunde im Cha­rakter einer Land­partie, gefüllt mit Anek­doten, Geschichten und etwas anderen Sicht­weisen. Die ver­schlun­genen Wege des Schrift­stel­lers Essad Bey, eines Juden, der zum Islam kon­ver­tierte und sich zum Natio­nal­so­zia­lismus hin­ge­zogen fühlte, zeichnet die Band „The Dis­ori­en­ta­lists“ in ihrer Num­mern­revue nach.

Wei­tere Kon­zerte spielen das Ensemble Quadro Nuevo – das auch ein Kin­der­kon­zert gibt –, das Quar­tett emsiana (Jazz­ma­tinee) sowie die Singer-Songwriterin Phi­lo­mena Juen, die mit Kla­vier und Stimme für ein intimes Musik­erlebnis sorgt.

Durch Hohenems und seine Geschichte
Die emsiana rückt das reiche his­to­ri­sche Erbe von Hohenems in ein immer wieder neues Licht und „taucht ein Wochen­ende lang in die Bezie­hungen zwi­schen Geschichte und Gegen­wart ein“, so Markus Scha­den­bauer. Eine Brücke in die Ver­gan­gen­heit bauen auch zahl­reiche Füh­rungen, wie durch den Palast oder über den Jüdi­schen Friedhof süd­lich der Stadt sowie eine Fahr­rad­tour über die Grenze nach Die­poldsau, die den Weg der Geflüch­teten in der NS-Zeit erfahrbar macht.

Zen­traler Ver­an­stal­tungs­raum des Kul­tur­festes ist das Dreieck zwi­schen Har­r­ach­gasse, Schweizer Straße und Markt­straße, in dem auch – ganz im Sinne guter Ver­pfle­gung – Köst­li­ches aus der Region geboten wird.

www.emsiana.at

 

Mit der Bitte um Auf­nahme in den Terminkalender:

emsiana – Kulturfest Hohenems
21. bis 24. Mai 2026

Programm „Reisende“:
Konzerte, Museen, Ausstellungen, Kulturschmaus (gastronomisches Angebot), Gespräche, Lesungen, Film & Tanz, Führungen, Kinderprogramm

Kartenvorverkauf:
Rathaus Hohenems und Tourismusbüros Dornbirn, Bregenz, Feldkirch, Lustenau und online unter www.emsiana.at

 

Rück­fra­ge­hin­weis für die Redaktionen:
emsiana – Hohen­emser Kul­tur­fest, p.A. Scha­den­bauer Projekt- und Quar­tier­ent­wick­lungs GmbH,
Markus Scha­den­bauer, +43 5576 93 081, mail@emsiana.at
Pzwei. Pres­se­ar­beit, Mag­da­lena Venier, +43 5574 44715 29, magdalena.venier@pzwei.at