Energieinstitut Vorarlberg

Vor­arl­berg bei Wär­me­pumpen, Solar­thermie und Pho­to­vol­taik im euro­päi­schen Spit­zen­feld

1500 Besu­cher beim 16. Vor­arl­berger Solar‐ und Wär­me­pum­pentag in Bre­genz

Bre­genz, 29. Sep­tember 2018 – Vor­arl­berg liegt bei Wär­me­pumpen, ther­mi­schen Solar­an­lagen und Pho­to­vol­ta­ik­an­lagen im euro­päi­schen Spit­zen­feld. Seit 2005 hat sich der Ein­satz jeweils ver­viel­facht. Diese posi­tive Bilanz zogen Energie‐Landesrat Chris­tian Gantner und die Experten von Ener­gie­in­stitut und vkw ill­werke beim 16. Vor­arl­berger Solar‐ und Wär­me­pum­pentag am Samstag in Bre­genz. Das Inter­esse ist unge­bro­chen groß: Mehr als 1500 Besu­che­rinnen und Besu­cher infor­mierten sich über neue Trends beim umwelt­freund­li­chen Heizen.

Der Solar‐ und Wär­me­pum­pentag in Bre­genz ist das jähr­liche Gip­fel­treffen der Solar‐ und Hei­zungs­branche. Alle großen Anbieter von Wär­me­pumpen, Solar‐ und Pho­to­vol­ta­ik­an­lagen sind hier ver­treten. Für alle Inter­es­sierten ist das die beste Gele­gen­heit, sich über die Mög­lich­keiten zum umwelt­freund­li­chen Heizen und zur Ener­gie­ge­win­nung aus der Sonne zu infor­mieren. Das nutzten am Samstag im illwerke‐vkw‐Areal in Bre­genz über 1500 Besu­che­rinnen und Besu­cher – ein deut­li­ches Plus im Ver­gleich zu den Vor­jahren.

Das Inter­esse der Bevöl­ke­rung für erneu­er­bare Energie ist unge­bro­chen“, freut sich Energie‐Landesrat Chris­tian Gantner. „Hier beim Wär­me­pum­pentag sieht man: Die Vor­arl­ber­ge­rinnen und Vor­arl­berger wollen ihren ganz per­sön­li­chen Bei­trag zu Kli­ma­schutz und Ener­gie­au­to­nomie leisten. Jede Kilo­watt­stunde aus Solar­thermie, Pho­to­vol­taik und Wär­me­pumpen macht uns unab­hängig und bringt uns einen Schritt näher Rich­tung Ener­gie­au­to­nomie.“

Das Land hat dazu im lau­fenden Jahr erst­mals eine För­de­rung für 100 Strom­spei­cher für Pho­to­vol­ta­ik­an­lagen auf­ge­legt. „Damit wird ein Bei­trag zum hohen Enga­ge­ment der Bevöl­ke­rung geleistet. „Spei­cher helfen außerdem, erneu­er­bare Ener­gie­tech­no­lo­gien besser in das gesamte Ener­gie­system zu inte­grieren,“ so Lan­desrat Gantner.

Im euro­päi­schen Spit­zen­feld
Tat­säch­lich liegt Vor­arl­berg bei der Nut­zung erneu­er­barer Ener­gien für Gebäude im euro­päi­schen Spit­zen­feld. Der Markt­an­teil von Wär­me­pumpen bei Ein­fa­mi­li­en­häu­sern liegt seit Jahren über 80 Pro­zent – im inter­na­tio­nalen Ver­gleich ein Spit­zen­wert. Auch grö­ßere Wohn­an­lagen und Gewer­be­be­triebe nutzen die umwelt­freund­liche Heiz­tech­no­logie immer mehr.

Bis Ende 2017 waren rund 300.000 Qua­drat­meter ther­mi­sche Solar­an­lagen und 500.000 Qua­drat­meter Pho­to­vol­ta­ik­an­lagen in Vor­arl­berg instal­liert. Das ent­spricht einer Fläche von ins­ge­samt 2,2 Qua­drat­meter pro Ein­wohner. Auch damit liegt Vor­arl­berg im euro­päi­schen Spit­zen­feld.

Trend zur Pho­to­vol­taik
Der Trend geht dabei ein­deutig von der Solar­thermie zur Pho­to­vol­taik, deren Preise in den ver­gan­genen Jahren deut­lich gesunken sind. Von einem „Tech­no­lo­gie­wechsel“ spricht der Geschäfts­führer des Ener­gie­in­sti­tuts, Josef Burt­s­cher. „Der Wir­kungs­grad ther­mi­scher Solar­an­lagen ist höher, dafür hat der erzeugte Strom einen höheren ener­ge­ti­schen Wert.“ Er kann somit nicht nur für Warm­wasser, son­dern auch für elek­tri­sche Antriebe genützt werden.

Die Sonnenstrom‐Anlagen lassen sich mit Wär­me­pumpen kom­bi­nieren, die aus einer Kilo­watt­stunde Strom drei bis vier Kilo­watt­stunden Wärme erzeugen, so der Ener­gie­ex­perte. Ergänzt werden diese Anlagen immer öfter mit Bat­te­rie­spei­chern, die den erzeugten Strom im eigenen Haus puf­fern. Burt­s­cher sieht hier vor allem emo­tio­nale Gründe: „Die Leute sind ein­fach stolz darauf, wenn sie ihren eigenen Son­nen­strom auch selbst ver­brau­chen können und einen Schritt mehr zu ihrer indi­vi­du­ellen Ener­gie­au­to­nomie machen.“

Zehn Jahre VKW Öko­strom
Ideale Ergän­zung dazu ist der VKW Öko­strom, dessen zehn­jäh­riges Jubi­läum im Rahmen des Solar‐ und Wär­me­pum­pen­tages gefeiert wurde. Mehr als 200 Mil­lionen Kilo­watt­stunden aus Klein­was­ser­kraft­werken, Pho­to­vol­taik sowie Biogas‐ und Wind­ener­gie­an­lagen lie­ferte die VKW Öko­strom in diesem Zeit­raum.

Rund 9000 Kun­dinnen und Kunden zahlen ganz bewusst einen kleinen Auf­preis und unter­stützen damit den Bau neuer pri­vater und gemein­de­ei­gener Öko­strom­an­lagen in Vor­arl­berg“, schil­dert Helmut Mennel, Vor­stand von ill­werke vkw. „Auch das zeigt das hohe Enga­ge­ment der Bevöl­ke­rung für die Ener­gie­au­to­nomie.“

 

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