Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee

W4 gründet Zen­trum für wis­sen­schaft­liche Politikberatung 

Neues Angebot bringt For­schung gezielt in poli­ti­sche Ent­schei­dungen ein

Kon­stanz, 18. Juni 2026 – Der Wis­sen­schafts­ver­bund Vier­län­der­re­gion Bodensee (W4) startet ein neues Zen­trum, das For­schungs­er­geb­nisse gezielt für poli­ti­sche Ent­schei­dungen nutzbar macht. CUBE bereitet Wissen aus den Hoch­schulen der Region so auf, dass es für kon­krete Fra­ge­stel­lungen in Politik und Ver­wal­tung ver­ständ­lich und pra­xisnah ein­ge­setzt werden kann. Erste Pro­jekte für zwei Schweizer Kan­tone sowie für die Städte Lindau und Bre­genz sind bereits gestartet. Sie erhalten Ent­schei­dungs­grund­lagen in Form von Stu­dien, Brie­fings, Bera­tungen und Workshops.

CUBE ver­bindet rund 20.000 For­schende aus 25 Hoch­schulen mit Akteu­rinnen und Akteuren aus Politik, Ver­wal­tung und Gesell­schaft. Das Zen­trum ist Anlauf­stelle für poli­tisch Ver­ant­wort­liche in der Vier­län­der­re­gion, die fun­dierte Ent­schei­dungs­grund­lagen benö­tigen. Gleich­zeitig unter­stützt es For­schende dabei, ihre Ergeb­nisse für Politik und Praxis aufzubereiten.

Gute poli­ti­sche Ent­schei­dungen brau­chen eine ver­läss­liche Wis­sens­basis“, sagt Kathrin Arioli, Staats­schrei­berin des Kan­tons Zürich und Vor­sit­zende des Stän­digen Aus­schusses der Inter­na­tio­nalen Bodensee-Konferenz (IBK). „Ent­schei­dend ist, dass dieses Wissen so auf­be­reitet wird, dass es für Politik und Ver­wal­tung Ori­en­tie­rung bietet. Genau dabei unter­stützt CUBE.“

Gerade in einer Zeit, in der Infor­ma­tionen immer schwerer ein­zu­ordnen sind und gezielte Des­in­for­ma­tion zunimmt, braucht Politik ver­läss­liche wis­sen­schaft­liche Grund­lagen“, sagt Prof. Dr. Sabine Rein, Vor­sit­zende des W4 und Prä­si­dentin der Hoch­schule Kon­stanz. „Als Wis­sen­schafts­ver­bund der Vier­län­der­re­gion sehen wir es als unsere Auf­gabe, dieses Wissen ver­ständ­lich auf­zu­be­reiten und für fun­dierte Ent­schei­dungen nutzbar zu machen.“

Netz­werk aus Wis­sen­schaft und Praxis
CUBE greift dafür nicht nur auf das wis­sen­schaft­liche Netz­werk der Hoch­schulen zurück, son­dern auch auf erfah­rene Fach­leute aus Politik, Ver­wal­tung und Poli­tik­be­ra­tung. Für seine Arbeit setzt CUBE auf ver­schie­dene Formate:

  • Policy Labs, in denen Akteur:innen aus Politik, Ver­wal­tung, Wis­sen­schaft und Gesell­schaft gemeinsam Lösungen entwickeln
  • Policy Briefs, die wis­sen­schaft­liche Erkennt­nisse kom­pakt und ent­schei­dungs­ori­en­tiert zusammenfassen
  • Brie­fings und direkte Bera­tung, zuge­schnitten auf kon­krete poli­ti­sche Fragestellungen

Unter­stüt­zung für Forschende
Auch für For­schende ist CUBE eine wich­tige Unter­stüt­zung. „Wis­sen­schaft arbeitet und kom­mu­ni­ziert anders als Politik. CUBE hilft den Wissenschaftler:innen, Ergeb­nisse in eine im poli­ti­schen Alltag nutz­bare Form zu bringen und ver­mit­telt zugleich ein bes­seres Ver­ständnis für poli­ti­sche Abläufe“, ist W4-Vorsitzende Sabine Rein überzeugt.

Der­zeit unter­stützt CUBE die Labs des Wis­sen­schafts­ver­bunds, in denen bereits an zen­tralen Zukunfts­themen der Region gear­beitet wird, Ergeb­nisse für Politik und Ver­wal­tung aufzubereiten.

Erfolg­rei­cher Start
Den Start des neuen Zen­trums für wis­sen­schaft­liche Poli­tik­be­ra­tung sieht Markus Rhom­berg, Co-Geschäftsführer des W4 und Leiter von CUBE, als sehr gelungen: „Wir freuen uns, dass wir bereits Insti­tu­tionen aus Politik und Ver­wal­tung aus Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz für die Zusam­men­ar­beit gewinnen konnten. Die Rück­mel­dungen zeigen uns den Bedarf in Politik und Ver­wal­tung, aber auch bei vielen Wissenschaftler:innen.“

Rhom­berg sieht das neue Zen­trum als „offenes Angebot für Insti­tu­tionen, die wis­sen­schaft­liche Exper­tise gezielt für ihre Arbeit nutzen möchten. Gerne gehen wir mit Part­nern aus Politik und Ver­wal­tung in den Aus­tausch, um kon­krete Fra­ge­stel­lungen gemeinsam zu bearbeiten.“

Infor­ma­tion: cube.wissenschaftsverbund.org

 

Über den Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee

Der Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee (W4) ist Nachfolger der 2000 gegründeten Internationalen Bodensee-Hochschule (IBH). Der größte hochschulartenübergreifende Verbund Europas setzt sich aus 25 Hochschulen aus Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz zusammen. Die Mitglieder zählen rund 115.000 Studierende und mehr als 20.000 Forschende. Die länder- und hochschulübergreifenden Programme und Projekte werden mit Praxispartnern aus Wirtschaft und Gesellschaft realisiert.

 

Mitglieder des Wissenschaftsverbunds Vierländerregion Bodensee

Deutschland
Duale Hochschule Baden-Württemberg DHBW Ravensburg / Friedrichshafen
Hochschule Albstadt-Sigmaringen
Hochschule Furtwangen
Hochschule Kempten
Hochschule Konstanz HTWG
RWU Hochschule Ravensburg-Weingarten University of Applied Sciences
Pädagogische Hochschule Weingarten
Staatliche Hochschule für Musik Trossingen
Universität Konstanz
Zeppelin Universität Friedrichshafen

Liechtenstein
Universität Liechtenstein

Österreich
Fachhochschule Vorarlberg GmbH
Pädagogische Hochschule Vorarlberg
Stella Vorarlberg Privathochschule für Musik GmbH

Schweiz
HfH Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik
OST – Ostschweizer Fachhochschule
Pädagogische Hochschule Schaffhausen
Pädagogische Hochschule St. Gallen
Pädagogische Hochschule Thurgau
Pädagogische Hochschule Zürich
Hochschule für Logopädie Ostschweiz (hlo)
Universität St.Gallen (HSG)
Universität Zürich
ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Zürcher Hochschule der Künste ZHdK

 

Rück­fra­ge­hin­weis für die Redaktionen:
Wis­sen­schafts­ver­bund Vier­län­der­re­gion Bodensee, Prof. Dr. Markus Rhom­berg, +41/71/6770525, rhomberg@wissenschaftsverbund.org
Pzwei. Pres­se­ar­beit, Wolf­gang Pendl, +43/699/10016399, wolfgang.pendl@pzwei.at