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Zehn Tipps für eine gute Pres­se­aus­sen­dung

Wie schreibe ich eine gute Presseaussendung, die das Interesse von Journalisten weckt? Zwar wird an der Uni das Theoretische gelehrt – wie ich eine Presseaussendung jedoch richtig schreibe bzw. wo sich die Tücken verbergen, habe ich erst im Berufsalltag gelernt.

Da ich in meiner Freizeit als freie Journalistin tätig bin, fallen mir zudem immer wieder ärgerliche Kleinigkeiten auf, die sich leicht vermeiden lassen. Gerne gebe ich Ihnen zehn Tipps für eine gute Presseaussendung weiter, die sich bei mir persönlich bewährt haben.

1.) Relevantes Thema
Um bei Journalisten überhaupt Gehör zu finden, muss das Thema relevant und aktuell sein, d.h. die Inhalte müssen zeitnah kommuniziert werden. Achten Sie daher früh genug darauf, dass Sie wichtige Themen im Blick haben.

2.) Guter Titel
Ein guter Titel ist die halbe Miete. Bringen Sie den Inhalt auf den Punkt. Machen Sie neugierig! Überschreiten Sie dabei nicht die Länge einer Zeile. Vor allem Printmedien haben nur begrenzt Platz – die Wahrscheinlichkeit, dass ein kurzer Titel übernommen wird, ist wesentlich höher.

3.) Orts- und Zeitangabe
Als Journalistin suche ich oft nach einem spannenden und interessanten Thema. Nicht selten stoße ich dabei auf Presseaussendungen mit guten Inhalten. Was mich aber doch immer wieder wundert bzw. ärgert: Wann wurde diese verfasst? Bei der Kontaktperson nachzufragen ist oftmals mühsam und unnötig. Geben Sie daher immer eine Orts- und Zeitangabe an.

4.) Kurzer Vorspann
Der Vorspann ist nach dem Titel der wichtigste Teil der PA: Hier fassen Sie die wichtigsten Informationen zusammen. Damit Sie nichts vergessen, beantworten Sie die W-Fragen (Wer? Was? Wo? Wann? Wie? Warum? Weshalb?). Präsentieren Sie den Journalisten auf den ersten Blick die wichtigsten Daten und Fakten, damit sie sich schnell entscheiden können, ob die PA für sie relevant ist.

5.) Inhalt
Verwechseln Sie die Presseaussendung nicht mit einem Werbetext. Schreiben Sie sie sachlich und objektiv. Werbefloskeln haben darin nichts zu suchen. Achten Sie darauf, dass Sie einfache, kurze und verständliche Sätze schreiben.

6.) Textlänge
Übertreiben Sie es nicht mit den Inhalten. Eine Presseaussendung sollte nicht viel mehr als eine A4-Seite Text umfassen. Generell gilt die Regel: Zu Beginn steht das Wichtigste, d.h. hat der Journalist nur wenig Platz zur Verfügung kann er von hinten kürzen ohne relevante Inhalte zu „verlieren“.

7.) Zitate
Bauen Sie direkte und indirekte Zitate ein. Das erhöht nicht nur die Glaubwürdigkeit, sondern lockert auch den Text auf. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie keine Floskeln durch Zitate hervorheben, sondern packen Sie die spannendsten Aussagen hinein.

8.) Fotos und Bildunterschriften
Schicken Sie nur Fotos mit, die druckfähig sind (mind. 2000 x 1500 Pixel). Das erspart Ihnen und den Journalisten viel Zeit und Nerven. Denken Sie daran, eine kurze und interessante Bildunterschrift zu schreiben, die zum Foto passt. Und ganz wichtig: Nennen Sie immer den Fotografen oder Urheber.

9.) Rückfragehinweis
An wen können sich Journalisten bei Fragen wenden? Geben Sie hier den Namen, die Telefonnummer und die Mail-Adresse an. Die genannte Ansprechperson muss auf alle Fälle erreichbar sein: Schicken Sie eine Presseaussendung aus und sind dann nicht erreichbar, ist das nicht nur unangenehm für Journalisten, sondern auch unprofessionell.

Bei Pzwei. Pressearbeit. geben wir generell den Ansprechpartner des Unternehmens an, sowie den jeweiligen Betreuer unserer Agentur.

10.) Verteiler
Schicken Sie die PA nur an Journalisten, die sich für das Thema interessieren könnten? Es ist wichtig, dass Sie bereits im Vorfeld umfassend recherchieren, welche Journalisten sich thematisch mit Ihrem Anliegen auseinander setzen. Nur wenn Sie die richtigen Ansprechpartner haben, haben Sie eine Chance, dass Ihr Thema medial aufgegriffen wird.

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