Gemeinde Röthis

Aus­hub­de­ponie Malons: Röthis startet Bür­ger­be­tei­li­gung

Betreiber wollen Deponie erwei­tern – Bürger sollen Pro und Contra dis­ku­tieren

Röthis, 3. April 2017 – Die Betreiber der zwi­schen Röthis und Vik­tors­berg gele­genen Boden­aus­hub­de­ponie Malons wollen die Deponie erwei­tern. Die Gemeinde Röthis wird das Pro­jekt öffent­lich zur Dis­kus­sion stellen und in einem ergeb­nis­of­fenen Pro­zess Für und Wider abwägen. Erst danach soll die Gemein­de­ver­tre­tung über das Pro­jekt ent­scheiden.

Bisher befinden sich in Malons eine in den 1980‐er Jahren still­ge­legte Haus­müll­de­ponie sowie nörd­lich anschlie­ßend eine Aus­hub­de­ponie. Dort wird nicht ver­schmutzter Boden­aushub aus Bau­pro­jekten abge­la­gert. Ins­ge­samt sind 70.000 Kubik­meter behörd­lich bewil­ligt, die in den ver­gan­genen zwei Jahren auch depo­niert wurden. Der Grund gehört der AGRAR Röthis, an der die Gemeinde zu einem Drittel betei­ligt ist.

Der Betreiber, das Feld­kir­cher Bau­un­ter­nehmen Hilti & Jehle, will – gemeinsam mit dem Röthner Bau­meister Peter Keckeis – die Deponie nun erwei­tern: Auf einer Fläche von knapp zehn Hektar könnten dann inner­halb der nächsten 25 Jahre 840.000 Kubik­meter nicht kon­ta­mi­nierter Boden­aushub abge­la­gert werden. Nach dem Auf­füllen der Senke in 12 Abschnitten würden diese wieder zeitnah rekul­ti­viert und auf­ge­forstet.

Pro­zess ver­bind­lich, Ergebnis offen
„Das bedeutet einer­seits wich­tige Ein­nahmen für Eigen­tümer und Gemeinde. Ande­rer­seits bleibt jedoch das Ver­kehrs­auf­kommen im Gemein­de­ge­biet unver­än­dert hoch“, schil­dert Bür­ger­meister Roman Kopf. Um die Für und Wider abzu­wägen, plant er des­halb eine Bür­ger­be­tei­li­gung. „Für mich ist das Ergebnis offen“, betont Kopf.

Die Bür­ger­be­tei­li­gung wird in den kom­menden Wochen von einer Arbeits­gruppe aus Betrof­fenen, Eigen­tü­mern, den Pro­jekt­wer­bern und Experten vor­be­reitet. Noch vor dem Sommer soll das Pro­jekt allen Bür­ge­rinnen und Bür­gern prä­sen­tiert und zur Dis­kus­sion gestellt. Im Herbst ent­scheidet dann die Gemein­de­ver­tre­tung über das Pro­jekt.

Formal ist diese Ent­schei­dung für die Grund­ei­gen­tümer und die Pro­jekt­werber nicht bin­dend, aber die Depo­nie­be­treiber wollen das Pro­jekt nicht gegen den Willen der Gemein­de­ver­tre­tung durch­setzen: „Wenn der Beschluss ableh­nend ist, werden wir das zur Kenntnis nehmen und respek­tieren“, erklärt Hilti & Jehle‐Geschäftsführer Alex­ander Stroppa.

Web­site: www.roethis.at/

 

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