ALPLA Group

ALPLA über­nimmt deut­schen PET-Recycler

Kauf des Unter­neh­mens BTB PET-Recycling ebnet Zugang zum deut­schen Bottle-to-Bottle-Kreislauf

Hard, 01. Oktober 2021 – Die ALPLA Group, inter­na­tional tätiger Spe­zia­list für Ver­pa­ckungs­lö­sungen und Recy­cling, über­nimmt BTB PET-Recycling mit Sitz in Bad Sal­zu­flen. Das Unter­nehmen ver­wertet gebrauchte PET-Flaschen zu Recy­cling­ma­te­rial, das über­wie­gend zur Pro­duk­tion neuer Geträn­ke­fla­schen ein­ge­setzt wird. Der Ver­pa­ckungs­kreis­lauf findet inner­halb eines geschlos­senen Sys­tems von der Fla­sche zur Fla­sche statt.

Mit der Über­nahme der BTB PET-Recycling GmbH & Co. KG aus Bad Sal­zu­flen in Nordrhein-Westfalen inves­tiert ALPLA in den Ausbau des Recy­cling­kreis­laufs in der Region. Das Unter­nehmen ver­ar­beitet gebrauchte PET-Getränkeflaschen aus dem deut­schen Pfandrück­nah­me­system zu lebens­mit­tel­taug­li­chem rPET (recy­celtem PET)-Granulat, das haupt­säch­lich zur Her­stel­lung von neuen Vor­form­lingen für PET-Flaschen, unter anderem Geträn­ke­fla­schen, ver­wendet wird.

Von der Fla­sche zur Flasche
Die Abkür­zung BTB steht für „Bottle-to-Bottle“ und damit für einen geschlos­senen Ver­pa­ckungs­kreis­lauf von Fla­schen zu Fla­schen, die in der Region gesam­melt werden. Das Ein­gangs­ma­te­rial wird im ersten Schritt bei BTB vor­sor­tiert, zer­klei­nert, gewa­schen und nach­sor­tiert. Anschlie­ßend wird es in einem Extru­si­ons­ver­fahren auf­ge­schmolzen, in Gra­nu­lat­form gebracht und zu lebens­mit­tel­taug­li­chem rPET auf­ge­wertet. Das Ver­ar­bei­tungs­vo­lumen liegt bei rund 20.000 Tonnen PET-Flaschen jähr­lich. Die Firma beschäf­tigt rund 35 Mit­ar­bei­te­rinnen und Mit­ar­beiter, die alle von ALPLA über­nommen werden.

Effi­zi­ente Pro­duk­tion, funk­tio­nie­rendes System
Georg Lässer, Head of Cor­po­rate Recy­cling bei ALPLA, äußert sich zu den Hin­ter­gründen der Akqui­si­tion: „BTB pro­du­ziert sehr effi­zient unter Nut­zung eta­blierter Tech­no­logie. Das Team vor Ort ist top­mo­ti­viert und macht einen her­vor­ra­genden Job. Der Kauf des Unter­neh­mens ist für uns eine Inves­ti­tion in die Zukunft, um die vor­han­denen Kapa­zi­täten aus­zu­bauen und den Fla­schen­kreis­lauf weiter zu stärken.“

Georg Pescher, Geschäfts­führer Deutsch­land bei ALPLA, ergänzt: „Mit der Über­nahme von BTB inves­tieren wir in ein sehr gut struk­tu­riertes Unter­nehmen, das seit vielen Jahren erfolg­reich in der lokalen Kreis­lauf­wirt­schaft tätig ist und heute schon unser Preform-Geschäft in Deutsch­land mit rPET ver­sorgt. Aus­schlag­ge­bend dafür ist ein funk­tio­nie­rendes System aus Rück­nah­me­infra­struktur, Fla­schen­pro­duk­tion und Abfül­lern in unmit­tel­barer Nähe zum Recyclingbetrieb.“

Der Ver­trag wurde von den Ver­trags­par­teien am 28. Sep­tember 2021 unter­zeichnet. Über den Kauf­preis sowie sämt­liche wei­tere Details haben die Ver­trags­partner Still­schweigen vereinbart.

ALPLA for­ciert PET-Kreislauf in Europa
Erst kürz­lich hat ALPLA gemeinsam mit Part­nern die Grün­dung des Joint Ven­tures „PET Recy­cling Team Targu Mures“ für das Recy­cling von Post-Consumer-PET-Flaschen in Rumä­nien bekannt gegeben. Ziel ist die jähr­liche Pro­duk­tion von 15.000 Tonnen rPET in Lebens­mit­tel­qua­lität zur Stär­kung des lokalen Stoff­kreis­laufs in Zentral- und Süd­ost­eu­ropa. Im Ver­ei­nigten König­reich koope­riert ALPLA seit diesem Jahr mit dem bri­ti­schen Abfall­wirt­schafts­un­ter­nehmen Biffa und bezieht rPET-Granulat in Lebens­mit­tel­qua­lität aus der Biffa-Recyclinganlage in Seaham. Durch diese Zusam­men­ar­beit erhöht ALPLA den Anteil an bri­ti­schem Rezyklat bei der Her­stel­lung von Ver­pa­ckungen im Ver­ei­nigten Königreich.

Ausbau der Recyclingaktivitäten
Anfang des Jahres 2021 hatte die ALPLA Group ange­kün­digt, bis 2025 jähr­lich durch­schnitt­lich 50 Mil­lionen Euro in den wei­teren Ausbau der Recy­cling­ak­ti­vi­täten zu inves­tieren. Geplant ist vor allem die Inter­na­tio­na­li­sie­rung der Maß­nahmen für hoch­qua­li­ta­tive Rezy­k­late, um Wert­stoff­kreis­läufe in mög­lichst vielen Regionen zu schließen. Ins­ge­samt beläuft sich die jähr­liche Kapa­zität der ALPLA Recy­cling­un­ter­nehmen sowie Joint Ven­tures und Koope­ra­tionen auf rund 130.000 Tonnen für PET und 60.000 Tonnen für PE.

Über die ALPLA Group
ALPLA gehört zu den führenden Unternehmen für Kunststoffverpackungen. Rund 21.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter produzieren weltweit an 178 Standorten in 45 Ländern maßgeschneiderte Verpackungssysteme, Flaschen, Verschlüsse und Spritzgussteile. Die Anwendungsbereiche der Qualitätsverpackungen sind vielfältig: Nahrungsmittel und Getränke, Kosmetik und Pflegeprodukte, Haushaltsreiniger, Wasch- und Putzmittel, Arzneimittel, Motoröl und Schmiermittel.

ALPLA betreibt eigene Recyclinganlagen für PET und HDPE in Österreich, Polen, Mexiko, Italien und Spanien und in Form von Joint Ventures in Mexiko und Deutschland. Weitere Projekte befinden sich international in der Umsetzung.

www.alpla.com

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