Concerto Stella Matutina

Con­certo Stella Matu­tina: Abo‐Zyklus in der Kul­tur­bühne AMBACH startet in die zehnte Saison

Die Abon­ne­ment­reihe in Götzis bietet dem Publikum neue Aspekte der Barock­musik

Götzis, 3. Jänner 2017 – In seiner zehnten Jubi­lä­ums­saison zeigt das Con­certo Stella Matu­tina in der Kul­tur­bühne AMBACH ein wei­teres Mal das breite Spek­trum der Barock­musik. In fünf Abo‐Konzerten erlebt das Publikum barocke Klas­siker, Wie­der­ent­de­ckungen aber auch neue Kom­po­si­tionen von Jazz bis Volks­musik.

Ein Barock­or­chester kann erfahren, frisch und inno­vativ zugleich sein. Das beweist das Originalklang‐Ensemble Con­certo Stella Matu­tina seit seiner Grün­dung im Jahre 2005. Mitt­ler­weile gehört der Klang­körper mit seinem Pro­gramm abseits des Main­streams zu den füh­renden Barock­ensem­bles in Öster­reich.

Die zuneh­menden Abon­nen­ten­zahlen – 2008 waren es 200, jetzt sind es 460 – die Erwei­te­rung der Abon­ne­ment­reihe von vier auf fünf Kon­zerte in der ver­gan­genen Saison sowie die zahl­rei­chen Gast­spiele – pro Saison sind es min­des­tens zehn – in — und außer­halb der Grenzen Vor­arl­bergs unter­strei­chen den Erfolg. „Wir suchen stets nach,neuer‘ Alter Musik und ver­su­chen ihre Viel­falt zu zeigen. Wir sind von der baro­cken Musik ein­fach begeis­tert. Ich glaube, das Publikum spürt das“, so Initiator, Manager und Ensem­ble­mit­glied Bern­hard Lam­pert.

Gren­zenlos barock!
Unter dem Titel „Gren­zenlos barock!“ eröffnet das Con­certo Stella Matu­tina den Abon­ne­ment­zy­klus am 3. März 2017. An diesem Abend über­schreiten das Ensemble und der Cem­ba­list, Jazz‐Pianist und Kom­po­nist David Gordon gemeinsam die musi­ka­li­schen Grenzen vom 16. bis ins 21. Jahr­hun­dert.

Auf dem Pro­gramm stehen Werke von Jean Phil­ippe Rameau, Georg Fried­rich Händel sowie die Eigen­kom­po­si­tion „Roma­nesque“ von David Gordon. „Mit David Gordon unsere Saison zu eröffnen, bereitet uns beson­dere Freude. Er wür­felt alles durch­ein­ander, mischt fran­zö­si­sche Barock­tänze mit deut­schen Kla­ge­lie­dern und ita­lie­ni­schen Ein­flüssen. Er spielt mit Stil­mit­teln aus fünf Jahr­hun­derten und führt das Publikum durch die ver­schie­denen musi­ka­li­schen Ent­wick­lungen hin zum Jazz“, freut sich Bern­hard Lam­pert.

Abschied vom über­bor­denden Barock
Spät­ba­rocke Rari­täten sind mit dem „Requiem in C“, dem „Ascendit Deus in A“ und wei­teren Werken von Carl Hein­rich Biber beim zweiten Kon­zert zu erleben. Die Kom­po­si­tionen des Salz­burger Hof­ka­pell­meis­ters – er war dadurch Mozarts Vor­ge­setzter – sind von einer gewissen Natür­lich­keit durch­setzt. Ein Zei­chen für den dama­ligen Zei­ten­wandel und den Abschied vom über­bor­denden Barock. Biber erschuf ein umfang­rei­ches Werk, vor­wie­gend geist­liche Musik, das bis heute auf seine Wie­der­ent­de­ckung wartet.

Cem­ba­list und Orga­nist Johannes Häm­merle nahm sich der Hand­schriften Bibers, die im Dom­ka­pi­tel­ar­chiv in Salz­burg ruhen, an. Er edierte diese für das Con­certo Stella Matu­tina in mühe­voller Klein­ar­beit. Am 5. Mai 2017 wird das Publikum Zeuge wie ein Stück Musik­ge­schichte wieder zum Leben erwacht.

Che­ru­bini, Hummel und die Klap­pen­trom­pete
Flö­tist, Diri­gent und Musik­theo­re­tiker Martin Skam­letz leitet das dritte Kon­zert mit Werken von Opern­tau­send­sassa Luigi Che­ru­bini und einem „Klas­siker“ von Johann Nepomuk Hummel. Che­ru­bini, zu seiner Zeit der füh­rende Pariser Opern­kom­po­nist, ver­fasste wäh­rend eines Wien­auf­ent­haltes neue Zwi­schen­akte für seine Opern „Lodoiska“, „Les deux jour­nées“ und „Faniska“. Mit den Ouver­türen und Orches­ter­stü­cken aus den Wiener­fas­sungen dieser drei Opern zeigt das Con­certo Stella Matu­tina: Che­ru­bini wurde zu Recht von seinen Zeit­ge­nossen bewun­dert. Zu Unrecht ist er in Ver­ges­sen­heit geraten.

Johann Nepomuk Hum­mels „Trom­pe­ten­kon­zert in E‐Dur“ ist im zweiten Kon­zert­teil zu hören. Das Stück gehört zu den bedeu­tenden Kom­po­si­tionen für Trom­pete und Orchester. Pas­sen­der­weise für diesen Kon­zert­abend endet die Ton­schöp­fung mit einem Cherubini‐Zitat. Beson­der­heit dieser Auf­füh­rung: Solist Her­bert Walser‐Breuß spielt auf einer his­to­ri­schen Klap­pen­trom­pete, einer Vor­stufe der heu­tigen Trom­pete. Die Urauf­füh­rung des Trom­pe­ten­kon­zertes im Jahre 1804 spielte der kai­ser­liche Hof­trom­peter Anton Wei­dinger ebenso auf einer Klap­pen­trom­pete.

Für die Kirche und die Tafel
Zum ersten Mal prä­sen­tiert das Con­certo Stella Matu­tina eine Werk­samm­lung in ihrer Gänze an einem Abend. Der voll­stän­dige Zyklus – „Sonatae Tam aris quam aulis ser­vi­entes“ (1676) – von Hein­rich Ignaz Franz Biber. Übri­gens, der Vater von Carl Hein­rich Biber, dem das Publikum im zweiten Abo‐Konzert bereits begeg­nete.

Der Titel „Tam aris quam aulis ser­vi­entes“ heißt sinn­gemäß über­setzt „Zum Gebrauch sowohl in der Kirche als auch bei der Tafel“. Mit diesen Kom­po­si­tionen zeigt Biber, was für ein meis­ter­li­cher und ein­falls­rei­cher Ton­setzer er war. „Die zwölf Sonaten des Zyklus sind ein mehr­gän­giger Ohren­schmaus“, erklärt Bern­hard Lam­pert begeis­tert. „Dass unsere Kon­zert­meis­terin Silvia Schwein­berger das Kon­zert leitet, rundet den Abend voll mit vir­tuosen Strei­cherklängen zusätz­lich ab.“

Zwi­schen Kunst‐ und Volks­musik
Tra­di­tio­nel­ler­weise beschließt das Con­certo seine Kon­zert­reihe in der Weih­nachts­zeit. Der fünfte und letzte Abend steht des­halb am 14. Dezember 2017 ganz im Zei­chen der Pas­to­rale und der Zither. Mit Arcan­gelo Corellis Werk „Con­certo fatto per la notte di natale“ gelangt jene Kom­po­si­tion zur Auf­füh­rung, die das Wunder und die Fas­zi­na­tion Weih­nachten wie keine andere Ton­schöp­fung erfasst. Weniger bekannte, aber nicht minder anspre­chende Pas­to­rales der beiden Barock­kom­po­nisten Mel­chior Rau­chen­ba­cher und Johann Georg Rauch werden dar­über hinaus dem Publikum dar­ge­boten.

Die Zither steht in enger Ver­bin­dung mit der Volks­musik. Dieses Instru­ment kann weit mehr als alpen­län­di­sches Flair zu erzeugen. Das zeigt der Zither­spieler und Solist des Abends Martin Mallaun. Mallaun beschäf­tigt sich mit einem breiten Spek­trum an Musik­stilen. Gemeinsam mit dem Con­certo Stella Matu­tina löst er die Grenzen zwi­schen Kunst‐ und Volks­musik auf und lässt sie weih­nacht­lich inein­an­der­fließen.

Info: www.stellamatutina.at

 

Mit der Bitte um Auf­nahme in den Ter­min­ka­lender:

Pro­gramm Abon­ne­ment 2017
Con­certo Stella Matu­tina

1. Abo‐Konzert
Freitag, 3. März 2017, 20 Uhr, Kul­tur­bühne AMBACH Götzis

Gren­zenlos barock!
Lei­tung und Solist: David Gordon I Cem­balo

Jean Phil­ippe Rameau (1682–1764): Suite aus ver­schie­denen Opern
Georg Fried­rich Händel (1685–1759): Cem­ba­lo­kon­zert in A, HWV 296a
David Gordon (1965): Roma­nesque – Con­certo für Block­flöte, Strei­cher und Cem­balo

2. Abo‐Konzert
Freitag, 5. Mai 2017, 20 Uhr, Kul­tur­bühne AMBACH Götzis

Biber 2.0
Lei­tung: Johannes Häm­merle I Orgel

Carl Hein­rich Biber (1681–1749): Requiem in C
Ascendit Deus in A sowie wei­tere Werke

3. Abo‐Konzert
Freitag, 16. Juni 2017, 20 Uhr, Kul­tur­bühne AMBACH Götzis

Che­ru­bini in Wien
Lei­tung: Martin Skam­letz
Solist: Her­bert Walser‐Breuß I Klap­pen­trom­pete

Luigi Che­ru­bini (1760–1842): Ouver­türen und Orches­ter­stücke aus den Wiener Fas­sungen der Opern Lodoiska, Les deux jour­nées und Faniska
Johann Nepomuk Hummel (1778–1837): Trom­pe­ten­kon­zert in E‐Dur

4. Abo‐Konzert
Freitag, 6. Oktober 2017, 20 Uhr, Kul­tur­bühne AMBACH Götzis

Zum Beten und zum Tafeln
Lei­tung: Silvia Schwein­berger I Vio­line

Hein­rich Ignaz Franz Biber (1644–1704): Sonatae Tam aris quam aulis ser­vi­entes (1676)

5. Abo‐Konzert
Don­nerstag, 14. Dezember 2017, 20 Uhr, Kul­tur­bühne AMBACH Götzis

Pas­to­rale
Solist: Martin Mallaun I Zither

Arcan­gelo Corelli (1653–1713): Con­certo fatto per la notte di Natale
Mel­chior Rau­chen­ba­cher (1.Hälfte des 18. Jhdt.): Sonata Pas­to­ralis
Johann Georg Rauch (1658–1710): Sonate Decima „Pas­torella“ und andere Über­ra­schungen

Abo‐Bestellungen:
Kul­tur­bühne AMBACH, Am Bach 10, 6840 Götzis
Telefon +43/5523/640 60 — 11, Mail kulturbuehne@ambach.at

Freier Kar­ten­vor­ver­kauf:
Der freie Kar­ten­vor­ver­kauf für die fünf Abo‐Konzerte startet ab 3. Februar 2017 bei allen v‐ticket Ver­kaufs­stellen sowie online unter www.v-ticket.at

Preise:
Abo‐Preis für 5 Kon­zerte: 110 Euro
Schüler‐ und Stu­den­tenabo: 55 Euro
Nor­mal­preis: 27 Euro pro Kon­zert
Schüler, Stu­denten und Lehr­linge: 14 Euro pro Kon­zert
Freier Ein­tritt für Kinder bis 14 Jahre

Über Concerto Stella Matutina
Seit seiner Gründung im Jahr 2005 hat sich das Vorarlberger Barockorchester Concerto Stella Matutina einen fixen Platz in der Reihe der führenden Originalklang-Ensembles Österreichs erspielt. Die kontinuierliche Suche nach „neuer“ Alter Musik, Vertiefung der aufführungspraktischen Expertise aber auch experimentelle, genreübergreifende Projekte liegen dem Ensemble dabei besonders am Herzen.

Künstlerischer Nabel ist die eigene Abo-Reihe im Kulturzentrum AMBACH in Götzis. Seit 2008 sind dort über 40 verschiedene Programme entstanden. Das immer größer werdende Stammpublikum schätzt die Mischung aus barocken Klassikern, Neuentdeckungen und experimentellen Projekten wie „Grenzenlos barock!“, wo Jazz auf Barock und vieles mehr trifft.

Die Zusammenarbeit mit bekannten Solisten, Dirigenten und Musikwissenschaftlern aus der Alten Musik ist dem Orchester ebenso ein Anliegen, wie die Zusammenarbeit mit Vokalensembles und Chören. Je nach Programm und Ensemblegröße arbeitet das Orchester entweder mit oder ohne Dirigent.

Gastspiele führten das Concerto Stella Matutina zu renommierten Festivals wie den Internationalen Barocktagen Stift Melk, Jeunesse Wien, Abendmusik Innsbruck, Origen Festival Graubünden (CH), Rheingau Festival (D), Bodenseefestival, Festival Musik und Kirche Brixen (I) etc.

Rück­fra­ge­hin­weis für die Redak­tionen:
Con­certo Stella Matu­tina, Bern­hard Lam­pert, Telefon +43/650/5445522, Mail info@stellamatutina.at
Pzwei. Pres­se­ar­beit, Mag. Ursula Fehle, Telefon +43/650/9271694, Mail ursula.fehle@pzwei.at