i+R Gruppe

i+R setzt im Holzbau auf Digi­ta­li­sie­rung

Lau­ter­acher Unter­nehmen (A) inves­tiert in modernste Pro­duk­ti­ons­an­lagen – neuer Lehr­beruf Zim­me­rei­tech­niker ab Herbst 2019

Lau­terach, St. Gallen, 8. Mai 2019 – Im i+R Holzbau stehen alle Zei­chen auf Digi­ta­li­sie­rung: Nach dem Um- und Zubau in den Jahren 2013/14 und der Ein­füh­rung der 3D-Werksplanung inves­tierte das Lau­ter­acher Unter­nehmen nun in drei CNC-Anlagen für die Pro­duk­tion von Holz­ele­menten, Dach­kon­struk­tionen und Fas­saden. Ins­ge­samt wurden rund sieben Mil­lionen Euro auf­ge­bracht. Ab Herbst bildet der Betrieb Zim­me­rei­tech­niker aus.

Als ersten Schritt haben wir im Jahr 2012 in der Werks­pla­nung von 2D auf 3D umge­stellt“, erläu­tert Her­mann Böhler, Geschäfts­führer der i+R Holzbau GmbH, den Inno­va­ti­ons­pro­zess. Dies sei die Vor­aus­set­zung für das soge­nannte Buil­ding Infor­ma­tion Mode­ling (BIM). BIM ist ein digi­tales Gebäu­de­mo­dell, an dem die Pro­jekt­be­tei­ligten (Archi­tekt, Bau­herr, Haus­technik, Faci­lity Manager usw.) gemeinsam arbeiten und dieses rea­li­sieren.

Das Augen­merk liegt jetzt viel mehr in der Pla­nung. Nur wenn alle Details durch die Kol­li­si­ons­kon­trolle bestä­tigt werden, kann das Werk­stück in die Pro­duk­tion“, erklärt Böhler. Das gewähr­leiste in der Pro­duk­tion einen schnellen Durch­lauf in Per­fek­tion und eine komplikations-freie und zeit­spa­rende Mon­tage vor Ort – und nicht zuletzt die Mini­mie­rung von Bau­schäden.

Geschultes Team
Dafür erwei­terte i+R Holzbau das Pla­nungs­team und schulte rund ein Drittel der ins­ge­samt 45 Mit­ar­bei­te­rinnen und Mit­ar­beiter sowohl im Soft­ware­be­reich für die Pla­nung als auch für die drei CNC-Anlagen.

Schnell, fle­xibel, prä­zise
Bei den tech­ni­schen Anlagen setzt i+R Holzbau als einer der größten Holz­bau­be­triebe in Vor­arl­berg auf bewährte Qua­lität: Mit drei CNC-Anlagen der Firma Hun­degger erfolgt die Holz­be­ar­bei­tung für den Ele­men­tebau, den kon­struk­tiven Holzbau und Fas­saden. In allen Berei­chen fer­tigt i+R in Serie und stellt auch Einzel- und Son­der­an­fer­ti­gungen her.

Ent­las­tung kör­per­li­cher Arbeit
An der Abbund­an­lage sorgt ein fle­xi­bles Säge­ag­gregat für belie­bige Winkel- und Nei­gungs­schnitte mit einem Quer­schnitt von bis zu 300 mal 1250 Mil­li­meter – inklu­sive Bohren, Fräsen, Schlitzen, Mar­kieren und Beschriften in einem Arbeits­gang. „Die auto­ma­ti­sche Zufüh­rung und der Trans­port des fer­tigen Werk­stücks auf einem För­der­band erleich­tern die kör­per­liche Arbeit der Mit­ar­beiter. Auch die Lärm­be­las­tung in der Pro­duk­tion ist wesent­lich geringer“, weist Pro­duk­ti­ons­leiter Ingo Feichter auf die Vor­teile hin.

Die Auto­ma­ti­sie­rung bei der Plat­ten­be­ar­bei­tung garan­tiert eine opti­male Aus­nut­zung des Roh­stoffs und damit weniger Abfall. Euro­pa­weit sind wir die Ein­zigen, die eine Robot-Drive von Hun­degger mit dem *BSB*-Fachwerkbindersystem aus­ge­rüstet haben“, erklärt Feichter. Die End­fer­ti­gung und Qua­li­täts­kon­trolle erfolgt bei i+R nach wie vor manuell in der Halle.

Neuer Lehr­beruf
Als einer der ersten Holz­bau­be­triebe in Vor­arl­berg (A) werden bei i+R Holzbau ab Herbst 2019 auch Nach­wuchs­kräfte im Lehr­beruf Zim­me­rei­tech­niker aus­ge­bildet. „Die Nach­frage am neuen Lehr­beruf Zim­me­rei­tech­niker ist erfreu­lich groß, weil er tra­di­tio­nelles Hand­werk mit tech­ni­scher Inno­va­tion ver­bindet“, sieht Geschäfts­führer Her­mann Böhler den Holzbau als sichere Per­spek­tive für junge Men­schen. 

Erster Nutzbau mit Bau­buche
Bereits im Jahr 2013/14 erfolgten die bau­li­chen Vor­aus­set­zungen für die Wei­ter­ent­wick­lung des Betriebs: Mit einem Um- und Zubau am Standort Lau­terach ent­stand eine Pro­duk­ti­ons­halle sowie der neue Büro­trakt. Auch hier setzte i+R neue Maß­stäbe: Das gesamte Trag­werk für die Pro­duk­ti­ons­halle, die zusätz­lich 1.600 Qua­drat­meter Raum schaffte, wurde aus Bau­buche gefer­tigt. „Bau­buche ermög­licht 30 bis 55 Pro­zent Ein­spa­rungs­po­ten­zial des Trä­ger­quer­schnitts im Ver­gleich zu her­kömm­li­chen Balken aus Fichte und bietet im kon­struk­tiven Holzbau eine wesent­lich schlan­kere Bau­weise“, ist Zimmer- und Bau­meister Her­mann Böhler begeis­tert.

Zukunft des Holz­baus
Die Zukunft des Holz­baus liegt für Böhler in einem wesent­lich höheren Vor­fer­ti­gungs­grad. Wit­te­rungs­un­ab­hängig erfolgt die Her­stel­lung in der Halle. Kurze Bau- und Mon­ta­ge­zeiten spre­chen eben­falls dafür. „Der i+R Holzbau, in dem auch der Ursprung des Lau­ter­acher Fami­li­en­un­ter­neh­mens i+R Gruppe liegt, hat mit der Inves­ti­tion von gut sieben Mil­lionen Euro die Vor­aus­set­zung für die Zukunfts­fä­hig­keit des Betriebs geschaffen“, ist Böhler über­zeugt.

Infos unter www.ir-gruppe.com 

Factbox: i+R Holzbau GmbH

  • Ein Unternehmen der i+R Gruppe, Lauterach, Vorarlberg (Österreich)
  • Standort: A 6923 Lauterach, Dammstraße 3
  • Mitarbeiter: 45
  • Umsatz 2018/19: 8,5 Millionen Euro
  • Leistungsspektrum: Hallen- und Sonderbau, Ingenieurholzbau, *BSB*- Fachwerksbindersystem, Elementbau, Fassaden
  • Digitalisierung: 3D-Werksplanung auf CADWORK, Hundegger Speed-Cut SC-3, Hundegger Speed-Panel SPM-2, Hundegger Abbundmaschine Robot-Drive
  • Statik: R-STAB, FRILO

Infos unter www.ir-gruppe.com

 

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