i+R Gruppe

Kon­stanz: Sie­mens­areal wird „Bück­le­park“ und noch grüner

i+R berück­sich­tigt Vor­schläge von Stadt und Bür­gern im städ­te­bau­li­chen Ent­wurf

Kon­stanz, 5. Juli 2019 – Im Rahmen der Pro­jekt­ent­wick­lung für die Nach­nut­zung des ehe­ma­ligen Sie­mens­areals wurde nun der Sie­ger­ent­wurf vom Pro­jekt­be­treiber i+R Wohnbau Lindau und den Archi­tekten gemeinsam mit den Ver­ant­wort­li­chen der Stadt Kon­stanz wei­ter­ent­wi­ckelt. Der adap­tierte Ent­wurf zeigt noch mehr Grün und die Redu­zie­rung der Gebäu­de­höhe hin zu benach­barten Wohn­ge­bäuden. Und, das Quar­tier bekommt einen Namen: Bück­le­park.

Ende des ver­gan­genen Jahres wurden die Teil­nehmer des städ­te­bau­li­chen Wett­be­werbs für die Nach­nut­zung des ehe­ma­ligen Sie­mens­areals in Kon­stanz aus­ge­stellt und der Sie­ger­ent­wurf prä­sen­tiert. Für die Pro­jekt­ent­wickler von i+R Wohnbau Lindau, Andreas Deu­ring und Maria Wechsel, ging es dabei auch um das Gespräch mit Nach­barn und inter­es­sierten Bür­gern. „In der ersten Phase nach dem Wett­be­werb beschäf­tigen wir uns mit den an uns her­an­ge­tra­genen Erwar­tungen an die neue Bebauung“, erzählt Andreas Deu­ring. „Wir prüfen gemeinsam mit den Archi­tekten eine mög­liche Adap­tie­rung und stimmen solche Ände­rungen mit der Stadt Kon­stanz ab, bevor wir damit in den Gestal­tungs­beirat gehen.“

Die neue Bebauung am ehe­ma­ligen Sie­mens­areal glie­dert sich in vier Bereiche: Im Osten ent­stehen in Bestands­ge­bäuden Flä­chen für gewerb­liche Nut­zungen, Handel, Gas­tro­nomie sowie eine KITA und Klein­woh­nungen. Im Westen des rund 70.000 m² großen Geländes ent­stehen in drei Gruppen Neubau-Wohnungen, die als Eigentums- und Miet­woh­nungen sowie für Bau­gruppen genutzt werden. 30 Pro­zent der auf dem Gelände zu schaf­fenden Woh­nungen werden gemäß „Hand­lungs­pro­gramm Wohnen“ als geför­derte Miet­woh­nungen ent­stehen.

Ein zusätz­li­cher Park
Ziel der Über­ar­bei­tung war es, dem Bedürfnis der Peters­hau­sener Bürger nach attrak­tiven Grün­flä­chen gerecht zu werden und eine mode­ra­tere Höhen­ent­wick­lung durch Redu­zie­rung der Hoch­punkte zu errei­chen. Dabei galt es, die durch den Wett­be­werbs­ent­wurf vor­ge­ge­bene Wohn­bau­fläche bei­zu­be­halten. Dafür wurde die west­lichste Gebäu­de­gruppe um ein Haus redu­ziert und die damit ent­fal­lende Geschoss­fläche auf die anderen Gebäude ver­teilt. So ent­steht ein zusätz­li­cher Park und damit eine zusam­men­hän­gende öffent­liche Frei­fläche aus Grün­an­lagen, Plätzen und wich­tigen Ver­bin­dungs­achsen für Fuß­gänger und Rad­fahrer von ins­ge­samt 21.000 m² – dies ent­spricht etwa 30 Pro­zent der gesamten Fläche. Dazu kommen noch Erschlie­ßungs­wege sowie halb­öf­fent­liche Innen­höfe und pri­vate Gärten, die den Grün­cha­rakter des neuen Quar­tiers ver­stärken.

Eine wei­tere wesent­liche Ände­rung zum ersten Ent­wurf liegt in der Gebäu­de­gruppe in unmit­tel­barer Nach­bar­schaft zur Wohn­be­bauung Bück­le­straße 9: „Mit der Reduk­tion auf acht Geschosse beim west­lichsten Gebäude dieser Gruppe und der Ver­grö­ße­rung des Licht­hofs durch die Dre­hung des Gebäudes konnten wir die Beson­nung und die Sicht­be­zie­hungen der Nach­bar­be­bauung ver­bes­sern“, erläu­tern die zwei erfah­renen Pro­jekt­ent­wickler die wesent­li­chen Ände­rungen am Ent­wurf.

Als nächste Schritte sind die Aus­ar­bei­tung der Grund­risse inklu­sive der Fas­saden geplant sowie die Ent­wick­lung eines attrak­tiven Mobi­li­täts­kon­zeptes, das die Poten­ziale der inner­städ­ti­schen Lage direkt am Bahn­hal­te­punkt Fürs­ten­berg aus­schöpft. So kann eine Redu­zie­rung des moto­ri­sierten Indi­vi­du­al­ver­kehrs und eine Stär­kung des ÖPNV und des Fuß- und Rad­ver­kehrs erreicht werden. Daran schließt sich das Bebau­ungs­plan­ver­fahren an, um schnell die nötigen pla­nungs­recht­li­chen Vor­aus­set­zungen für die Umset­zung des Pro­jektes zu schaffen.

Aus Sie­mens­areal wird Bück­le­park
Im Rahmen der Aus­stel­lung im Dezember 2018 lud Pro­jekt­be­treiber i+R Wohnbau Lindau die Bevöl­ke­rung ein, Ideen für den Namen des neuen Quar­tiers in Peters­hausen ein­zu­senden. Viele der knapp 100 Ein­sen­dungen bezogen sich auf die Ver­or­tung Bück­le­straße oder Peters­hausen, einige auf die Vor­nut­zung durch Sie­mens. Der Mehr­heit der Ein­sen­dungen ent­spre­chend wird das ehe­ma­lige Sie­mens­areal künftig den Namen „Bück­le­park“ tragen. Als Gewinner wurde Michael Kofler aus Allens­bach gezogen, der sich über einen Gut­schein für die Bre­genzer Fest­spiele freute.

Zwi­schen­zeit­liche Nut­zungen
Wer der­zeit am Gelände vor­bei­spa­ziert wun­dert sich viel­leicht ob der Poli­zei­prä­senz am Quar­tier. Da die Gebäude in diesem Bereich später abge­bro­chen werden müssen, stellt der Pro­jekt­be­treiber i+R Wohnbau Lindau der Polizei das Gelände für Übungs­zwecke zur Ver­fü­gung.

Eben­falls wird der „Mafia-Prozess“, für den das Land Baden-Württemberg ein Gebäude ange­mietet hat, noch bis Jah­res­ende auf dem Areal geführt. Für das seit 2017 an die Stadt Kon­stanz ver­mie­tete ehe­ma­lige Büro­ge­bäude zur Unter­brin­gung von Flücht­lingen läuft der Miet­ver­trag im Oktober 2019 aus. Eine Ver­län­ge­rung bis Dezember 2019 ist auf Wunsch der Stadt ange­dacht.

Revi­ta­li­sie­rung Bestands­ge­bäude
Fünf Gebäude des ehe­ma­ligen Sie­mens­areals bleiben in ihrer Sub­stanz erhalten, da sie als denk­mal­ge­schützt oder erhal­tens­wert ein­ge­stuft wurden. In diesen Gebäuden ent­stehen gewerb­liche Flä­chen für Büros, Praxen, Klein­ge­werbe oder Gas­tro­nomie unter anderem für das Kon­stanzer Inno­va­ti­ons­areal „farm“, geplant sind auch Klein­woh­nungen.

Der­zeit laufen die Revi­ta­li­sie­rungs­ar­beiten bei den Gebäuden direkt an der Bück­le­straße. „Diese Bauten haben nicht nur für ehe­ma­lige Mit­ar­beiter der Sie­mens beson­deren Charme“, sagt Pro­jekt­leiter Marius Reck von i+R Wohnbau Lindau. „Mit der tech­ni­schen Moder­ni­sie­rung, der Adap­tie­rung der Grund­risse und der Erneue­rung der Aus­stat­tung wie Böden, Türen oder WC- Anlagen schaffen wir hier beson­dere Gewer­be­flä­chen.“ Erste Mieter haben ihre Geschäfts­flä­chen bereits bezogen, wei­tere folgen in den nächsten Monaten.

Bau­be­ginn frü­hes­tens 2022
Aktuell sind die ersten Abbruch­ar­beiten im Gange. Par­allel dazu arbeiten die Pro­jekt­ver­ant­wort­li­chen am Bebau­ungs­plan­ver­fahren. Mit dem Bau­be­ginn für die Neu­bauten rechnet i+R nach aktu­ellen Abstim­mungs­er­geb­nissen mit der Stadt Kon­stanz frü­hes­tens 2022.

Infor­ma­tionen über die i+R Wohnbau Lindau: ir-wohnbau.com
Infor­ma­tionen über das Kon­stanzer Inno­va­ti­ons­areal „farm“: konstanz.farm 

Factbox
Bücklepark Konstanz, ehemaliges Siemensareal

  • Projektentwicklung: i+R Wohnbau Lindau GmbH
  • Fläche: ca. 70.700 m2
  • Architektur: ARGE Gohm | Hiessberger und Innauer | Matt; Johannes Kaufmann
  • Freiraumplanung: Planstatt Senner
  • Verkehrsplanung: R+T
  • Lage: zwischen Bücklestraße, Oberlohnstraße und Bahnlinie
  • Nutzung: Wohnen, Büros, Einzelhandel, Dienstleistungen, Technologie, Kultur, Gastronomie, KITA, Freiflächen mit großzügigen Grünräumen

Rück­fra­ge­hin­weis für Jour­na­listen:
i+R Wohnbau Lindau GmbH, Olga Flatz-Wimmer, Telefon 0043/664/88689315 Mail o.flatz@ir-gruppe.com
Pzwei. Pres­se­ar­beit, Daniela Kaulfus, Telefon 0043/699/19259195, Mail daniela.kaulfus@pzwei.at