Tomaselli Gabriel Bau

Welt­neu­heit beim B12 in Nüzi­ders: kli­ma­scho­nender Zement im Pra­xis­test

Toma­selli Gabriel Bau, Holcim und die ETH Zürich testen Werk­stoff

Nüzi­ders, 25. April 2019 – Die Zement­pro­duk­tion ist res­sour­cen­in­tensiv. Die Schweizer Holcim AG hat des­halb einen Zement ent­wi­ckelt, der durch Ein­spa­rung von Klinker deut­lich weniger CO2-Emis­sionen ver­ur­sacht. Wie sich der neue Werk­stoff unter realen Bedin­gungen ver­hält, testet Holcim der­zeit gemeinsam mit Toma­selli Gabriel Bau, Trans­beton und Experten der ETH Zürich auf der Bau­stelle des B12 Illside in Nüzi­ders.

Die Arbeiten an der neuen Fir­men­zen­trale von GANTNER Elec­tronic und Toma­selli Gabriel Bau, B12 Illside in Nüzi­ders, befinden sich im End­spurt. Nach­hal­tig­keit und Inno­va­tion standen bei der Pla­nung des dreißig Meter hohen Gebäudes mit 200 Arbeits­plätzen im Mit­tel­punkt: Hei­zung und Küh­lung erfolgen durch Beton­kern­ak­ti­vie­rung und die Nut­zung von Grund­wasser. 180 Qua­drat­meter Pho­to­vol­ta­ik­zellen sind in die Ver­gla­sung inte­griert. Das Dach ist extensiv begrünt.

Auch bei der Wahl der Bau­stoffe setzt Toma­selli Gabriel Bau auf Nach­hal­tig­keit und Inno­va­tion. Ein Teil des Gebäudes besteht aus einem neu ent­wi­ckelten Zement von Holcim Schweiz, dessen Klin­ker­an­teil bei unter 50 Pro­zent liegt. Dieser sehr nied­rige Wert ist welt­weit ein­zig­artig für einen Zement, der im Hochbau ein­ge­setzt wird. Zum Ver­gleich: Der in Öster­reich ver­wen­dete Zement ent­hält durch­schnitt­lich rund 70 Pro­zent Klinker.

Die Pro­duk­tion von Zement­klinker erfolgt bei 1450 Grad Cel­sius, benö­tigt somit viel Energie und führt zu einem hohen Kli­ma­fuß­ab­druck dieses Werk­stoffs. Bereits in den ver­gan­genen Jahr­zehnten hatte Holcim den CO2-Aus­stoß seiner Zement­pro­duk­tion um 30 Pro­zent redu­ziert, bezogen auf den Aus­gangs­wert von 1990. Der neue Zement schafft eine zusätz­liche CO2-Reduk­tion von mehr als 20 Pro­zent gegen­über den heute in Vor­arl­berg ein­ge­setzten Zementen.

Kalk­stein, Schiefer und Flug­asche statt Klinker
Als Ersatz für den Klinker ent­hält das neue Holcim-Produkt eine Mischung aus hoch­wer­tigem Kalk­stein, gebranntem Schiefer sowie Flug­asche. Dazu kommen ein rein natür­li­cher Akti­vator sowie sorg­fältig abge­stimmte Beton­zu­satz­mittel. Alle Labor­tests zu den Eigen­schaften von Frisch- und Fest­beton sowie Dau­er­haf­tig­keit und Kor­ro­sion hat der Beton bestanden. „Nun geht es darum, die Ergeb­nisse in der Praxis zu bestä­tigen“, schil­dert Peter Kru­span, Pro­duk­t­in­ge­nieur bei Holcim Schweiz. „Wir wollen noch besser ver­stehen, wie sich der Beton mit dem neu­ar­tigen Zement unter realen Bedin­gungen ver­hält.“

Pra­xis­test mit der ETH Zürich
Ein Team der Eid­ge­nös­si­schen Tech­ni­schen Hoch­schule Zürich hat dazu Mitte April hoch­auf­lö­sende Sen­sor­sys­teme in den Beton­wänden plat­ziert. Die Sen­soren über­tragen Daten, aus denen sich die Ent­wick­lung des pH-Wertes, der Chlo­rid­kon­zen­tra­tion sowie der Feuchte kon­ti­nu­ier­lich ablesen lassen. Damit kann bei­spiels­weise der soge­nannte Kar­bo­na­ti­sie­rungs­fort­schritt des Betons abge­schätzt werden. Ein nied­riger Klin­ker­an­teil kann die Kar­bo­na­ti­sie­rung und die damit zusam­men­hän­gende Kor­ro­sion der Stahl­be­weh­rung im Beton ver­stärken.

In diesem Pro­jekt haben wir die ein­zig­ar­tige Gele­gen­heit, gemeinsam mit Fach­ex­perten sowohl die Her­stel­lung von klin­ker­re­du­zierten Zementen der neu­esten Genera­tion im Beton zu opti­mieren als auch deren Ein­fluss in Bau­teilen kon­ti­nu­ier­lich zu über­wa­chen – und das in durch­ge­hend indus­tri­ellem 1:1‑Maßstab“, sagt Holcim-Produktingenieur Kru­span. „Erste fun­dierte Aus­wer­tungen aller Ana­lysen und Daten erwarten wir ab 2020.“

Starke Part­ner­schaft
Toma­selli Gabriel Bau und Holcim ver­bindet das Streben nach Inno­va­tion und nach­hal­tigem Han­deln. „Wir enga­gieren uns seit jeher für nach­hal­tige Ent­wick­lungen und Umwelt­schutz“, sagt Geschäfts­führer Philipp Toma­selli. „Der Beton mit dem klin­ker­re­du­zierten Zement passt per­fekt in unser Gebäu­de­kon­zept.“

Holcim geht davon aus, dass der Klin­ker­an­teil im Zement noch weiter gesenkt werden kann. Damit lässt sich der CO2-Fuß­ab­druck weiter ver­rin­gern. Zudem möchte das Unter­nehmen den Klinker in Zukunft ver­mehrt mit lokalen, erneu­er­baren, bereits recy­clierten Res­sourcen ersetzen. Umfas­sende Unter­su­chungen im Labor laufen bereits. Wie im aktu­ellen Pro­jekt in Nüzi­ders müssen die besten Zemente dann eben­falls den Pra­xis­test im indus­tri­ellen Maß­stab bestehen, bevor sie auf den Markt kommen.

Infor­ma­tionen: www.tomaselligabriel.at und www.holcim.ch/de/innovation

Über Tomaselli Gabriel Bau
Das Nenzinger Bauunternehmen wurde 1948 von Josef Tomaselli gegründet und beschäftigt derzeit rund 200 Mitarbeiter, 20 davon sind Lehrlinge. Gemeinsam mit der Karl Gabriel Baumeister GmbH, die ihren Schwerpunkt in den Bereichen Privatbau und Dienstleistungen hat, werden fast alle Leistungsbereiche des Bauens abgedeckt. Mit Beteiligungen im Rohstoffbereich, Baunebengewerbe und im Immobilienbereich werden entlang der Wertschöpfungskette Synergien genutzt, um für Kunden maßgeschneiderte Lösungen zu finden.

Über Holcim
Die Holcim (Schweiz) AG ist einer der führenden Baustoffhersteller der Schweiz und Tochtergesellschaft der global tätigen LafargeHolcim Ltd. Zum Kerngeschäft gehören die Produktion von Zement, Kies und Beton sowie die dazugehörigen Dienstleistungen. Das Unternehmen beschäftigt rund 1200 Mitarbeitende an 55 Standorten und verfügt über drei Zement-, 16 Kies- und 36 Betonwerke. Die lokale Verankerung ermöglicht es, schnell, flexibel und individuell auf Bedürfnisse einzugehen und maßgeschneiderte Lösungen für die Bereiche Hochbau, Tiefbau und Infrastruktur zu erarbeiten.

Rück­fra­ge­hin­weis für die Redak­tionen:
Toma­selli Gabriel Bau, Geschäfts­führer Philipp Toma­selli, Telefon +43/5525/62235–0, Mail philipp.tomaselli@tomaselligabriel.at
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