ALPLA Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG

Verbot ein­zelner Kunst­stoff­pro­dukte nicht ziel­füh­rend

ALPLA setzt auf Recy­cling und Kreis­lauf­wirt­schaft – hier sei die Gesetz­ge­bung gefor­dert

Hard, 5. Juni 2018 – Der öster­rei­chi­sche Spe­zia­list für Ver­pa­ckungs­lö­sungen ALPLA sieht die geplanten EU-Vorschriften zu Ein­weg­kunst­stoff­pro­dukten äußerst kri­tisch. Ver­bote ein­zelner Pro­dukte bedrohen den euro­päi­schen Akti­ons­plan für Kreis­lauf­wirt­schaft in seiner Gesamt­heit. Ziel­füh­render wären neben einer umfas­senden Ver­brau­cher­auf­klä­rung nach­hal­tige Sammel- und Ver­wer­tungs­lö­sungen, die das Kunst­stoff­re­cy­cling und damit die Kreis­lauf­wirt­schaft unter­stützen.

Ein wesent­li­cher Kri­tik­punkt an der vor­ge­schla­genen Richt­linie ist laut ALPLA CEO Gün­ther Lehner die Defi­ni­tion von Pro­dukten für den ein­ma­ligen Gebrauch: „Der Begriff ‚Single Use Plastics‘ ist irre­füh­rend und ver­wirrt Ver­brau­cher. Es ent­steht der Ein­druck, dass diese Pro­dukte ver­meidbar sind, obwohl es für die Ein­mal­ver­wen­dung hand­feste Gründe wie bei­spiels­weise Hygiene- oder Trans­port­an­for­de­rungen gibt.“

Anstatt Ver­brau­cher zu ver­wirren, wäre es ziel­füh­render sie auf­zu­klären, so Lehner weiter. „Ver­brau­cher müssen ver­stehen, dass Ver­pa­ckungen nach der Ver­wen­dung kein wert­loser Abfall sind, son­dern wert­volle Roh­stoffe für die Indus­trie. Jeder ein­zelne kann mit der rich­tigen Ent­sor­gung einen Bei­trag zur Kreis­lauf­wirt­schaft leisten und damit auch die Ver­schmut­zung der Welt­meere ver­hin­dern.“ Die Rah­men­be­din­gungen für eine funk­tio­nie­rende und effek­tive Kreis­lauf­wirt­schaft zu schaffen, dafür bedürfe es gesetz­li­cher Richt­li­nien, for­dert Lehner.

Recy­cling: ver­min­dert Treib­haus­gase, schont fos­sile Res­sourcen
Die Nach­frage nach Recycling-Materialien hat deut­lich ange­zogen. Wie der ALPLA CEO schon häu­figer betonte, hat man sich in den ver­gan­genen drei Jahren von der reinen Kos­ten­dis­kus­sion ent­fernt. Nach­hal­tig­keit ist in der Branche als Wert ver­an­kert, nicht zuletzt wegen der stei­genden Nach­frage sei­tens der Kon­su­menten. „Wir werten die im Januar ver­öf­fent­lichte Plastics Stra­tegy der EU Kom­mis­sion als posi­tives Signal. Sie legt wesent­liche Rah­men­be­din­gungen für die Branche fest. Beson­ders begrü­ßens­wert ist der Ausbau der Recy­cling­fä­hig­keit in Europa, das recy­cling­ge­rechte Design erhält damit einen wich­tigen Schub“, ist Lehner über­zeugt.

Tech­no­logie bereits sehr aus­ge­reift
ALPLA betreibt drei Recy­cling­werke: in Öster­reich, in Polen und ein Joint Ven­ture in Mexiko. „In unsere Recy­cling­be­triebe haben wir in den ver­gan­genen Jahren viel inves­tiert. Die Tech­no­logie ist mitt­ler­weile so aus­ge­reift, dass wir am Standort Wöl­lers­dorf rezy­kliertes PET mit nur einem Zehntel der Treib­haus­gas­emis­sionen von Neu­ware her­stellen können“, betont Lehner. Die Recy­cling­branche habe enormes Poten­zial und könne zur Errei­chung der glo­balen CO2-Ziele wesent­lich bei­tragen.

Der große Vor­teil von Kunst­stoff, ins­be­son­dere von PET, ist die gute Recy­cling­fä­hig­keit. Mit neuen Werk­stoffen, wie bio­ba­sierten Kunst­stoffen, eröffnen sich wei­tere nach­hal­tige Per­spek­tiven für die Zukunft der Branche. Ehr­lich gesagt, sehe ich diese Erfolge und Bemü­hungen durch die geplanten Ver­bote gefährdet“, äußert Lehner seine Bedenken.

Die Alter­na­tiven abwägen
Im Hin­blick auf alter­na­tive Ver­pa­ckungs­lö­sungen stellt sich für Lehner die Frage, „ob die Alter­na­tiven für die Umwelt ver­träg­li­cher sind. Aus meiner Sicht eignet sich die unklare Situa­tion eher dazu, dass sich Pro­bleme nur auf andere Roh­stoffe ver­la­gern.“

Wei­ter­füh­rende Infor­ma­tionen: www.alpla.com

Über ALPLA:
ALPLA gehört zu den führenden Unternehmen für Kunststoffverpackungen. Rund 19.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter produzieren weltweit an 176 Standorten in 45 Ländern maßgeschneiderte Verpackungssysteme, Flaschen, Verschlüsse und Spritzgussteile. Die Anwendungsbereiche der Qualitätsverpackungen sind vielfältig: Nahrungsmittel und Getränke, Kosmetik und Pflegeprodukte, Haushaltsreiniger, Wasch- und Putzmittel, Motoröl und Schmiermittel. Zudem betreibt ALPLA an drei Standorten (Österreich, Polen, Mexiko) Recyclingwerke mit einer jährlichen Kapazität von 65.000 Tonnen lebensmitteltauglichem rPET. 2015 feierte ALPLA das 60-jährige Firmenjubiläum.

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