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Gra­fik­büro Grün­ka­riert: Was Gestalten und Kochen ver­bindet

Die Serie mit der Vorstellung unserer NetzwerkpartnerInnen nimmt Fahrt auf. Nach Fotograf und Onlinerin kommt die Grafikerin unseres Vertrauens zum Zug: Katy Bayer.

Katy Bayer Katy Bayer (Foto: Markus Gmeiner)

2003 spondierte Katy zur Magistra der medialen Kommunikationsgestaltung an der FH Vorarlberg. Danach war sie für verschiedene Agenturen und Unternehmen tätig und machte sich schließlich 2012 selbstständig. Seit einigen Jahren ist Katy mit ihrem Grafikbüro Grünkariert in Bregenz auch für Pzwei tätig. Neben diversen Kundenprojekten hat Katy unser Corporate Design überarbeitet.

Den Einstieg Deiner Website bildet ein Schneidbrett mit Messer und Lebensmitteln. Was hat es damit auf sich?

Ich finde, Kochen und die Arbeit als GrafikerIn ähneln sich: Es braucht notwendigerweise die Beherrschung der Werkzeuge, ein vernünftiges Rezept, gute Zutaten und den Mut, über den Tellerrand zu schauen. Hapert es an den Werkzeugen, schneidet man sich in den Finger, fehlt das Konzept, ist selbst die beste Grafik sinnfrei. Und fehlt der Mut, dann wird es schnell langweilig. Insofern ähneln sich nicht nur Kochen und Grafik, sondern alle Handwerksberufe.

Was gefällt Dir besser: "Gebrauchsgrafikerin" oder "Künstlerin"?

Gebrauchsgrafikerin klingt ein wenig wie aus dem letzten Jahrhundert, trifft es aber besser. Ich arbeite natürlich auftragsbezogen. Dabei ist es mir wichtig, mein Know-how im Sinne des Kunden einzusetzen, zu schauen: Was braucht es hier? Wie tritt der Mensch auf? In welchem Bereich ist das Unternehmen angesiedelt? Und: Was ist seine oder ihre Eigenheit, wie können wir das herausarbeiten? Ein Beispiel: Einem Steuerberater ein knallbuntes, künstlerisches Image zu verpassen, ist meist wenig hilfreich – es sei denn, er ist ein knallbunter, künstlerischer Steuerberater.

Die Künstlerin, der Bereich der Kunst, ist für mich ein anderes Metier. Hier wird frei gearbeitet, aus sich heraus. Natürlich ist meine Kreativität auch gefragt, aber eben immer im Hinblick auf die Kundin, den Kunden - für ihn oder sie die bestmögliche Darstellung und Ausdrucksform zu finden.

Um den Berufsbegriff ins 20. Jahrhundert zu überführen: Ich bezeichne mich schlicht als Grafikerin.

Du warst nach dem Studium für Agenturen und Unternehmen tätig. Was hat Dich dazu bewogen, selbstständig zu werden?

Ein wenig die Not, ein wenig der Zufall und ein wenig der Wunsch, frei und direkt mit dem Kunden zu arbeiten. Das letzte Unternehmen, in dem ich tätig war, ist ziemlich kurzfristig von Vorarlberg nach Salzburg umgezogen, und ich hatte nach knapp zehn Jahren Festanstellung in Unternehmen und Agenturen das Gefühl, bereit zu sein für die Freuden und Risiken einer Selbständigkeit. Tatsächlich hat es auch recht bald gut funktioniert. Für mich war es definitiv der richtige Weg.

Die Kommunikation von Unternehmen und Organisationen verlagert sich verstärkt von Print zu Online. Was bedeutet das fürs Grafikdesign?

Dass man beide Seiten interdisziplinär mitdenken muss. Und vor allem: Dass es nicht reicht, wenn etwas nur auf A4-Hochformat gut ausschaut.

Welche Projekte hast Du mit/für Pzwei durchgeführt?

Ich durfte das Pzwei-Corporate-Design komplett überarbeiten und wir haben gemeinsam das aktuell laufende Projekt Pflege berührt für das Land Vorarlberg konzipiert. Darüber hinaus habe ich für Pzwei das Erscheinungsbild der „Biosphäre“ in Höchst gestaltet und verschiedene kleinere Projekte umgesetzt.

Wer mehr über Katy erfahren will, hier geht's zu ihrem Blog.

Kontakt:
Grafikbüro Grünkariert
Mag.a (FH) Katy Bayer
+43 650 2244015
info@gruenkariert.com
gruenkariert.com